SVR nutzt Gunst der Stunde

- Nach 4:0 gegen Bruck II jetzt punktgleich mit Grünwald

VON STEFAN SCHNÜRER Raisting - Nachdem der TSV Grünwald bereits am Samstag sein Heimspiel gegen Traunstein mit 0:1 verloren hatte und es beim Verfolgerduell zwischen Rosenheim und Ampfing keinen Sieger gab (2:2), bot sich dem SV Raisting die Gelegenheit, im Falle eines Sieges mit dem Tabellenzweiten Grünwald nach Punkten gleich zu ziehen. Chance genutzt: Mit einem 4:0 (2:0)-Erfolg gegen den SC Fürstenfeldbruck II gelang der Elf von Trainer Charly Thalmeir wieder der Sprung in die Top Drei der Bezirksoberliga.

Das Ergebnis ist allerdings trügerisch: Die junge Reserve des Bayernligisten war jedenfalls keine vier Tore schlechter als die Raistinger. Die Gastgeber waren lediglich im Umgang mit Chancen konsequenter. Das war auch SVR-Coach Thalmeir nicht entgangen: "Bis zum 2:0 war die Partie ausgeglichen." Und fast entschuldigend fügte er hinzu: "4:0 war jedenfalls zu hoch."

Vor allem in der ersten Viertelstunde wirkte die Raistinger Abwehr noch ziemlich unsortiert. "Wir hatten Probleme, weil Bruck das BEZIRKSOBERLIGA Mittelfeld schnell überbrückt hat", stellte Thalmeir fest. So musste Torhüter Michael Gilg - neben seinen beiden Verteidigerkollegen Marcus Friedl und Markus Hibler sowie Oldie Jakob Weichart bester Akteur auf Seiten der Platzherren - bereits nach vier Minuten gegen Sebastian Bootz klären, der alleine aufs SVR-Gehäuse zugeeilt war. Reaktionsschnell war Gilg auch, als er nach einer Granate von Thomas Schrodi aus 16 Metern die Fäuste mit einem Reflex nach oben bekam und zur Ecke klärte (19.).

Wie aus dem Nichts dann die Führung für die Thalmeir-Elf: Nach exaktem Steilpass von Christian Steininger behielt Youngster Georg Reich die Nerven und schob den Ball abgeklärt zum 1:0 in die Maschen (20.). "Dieses Tor war Gold wert", so Raistings Trainer. Nur wenig später hatte Markus Hibler das 2:0 auf dem Fuß, doch Raistings Kapitän verzog aus etwa zehn Metern (24.). Im Gegenzug brannte es dann wieder lichterloh im Strafraum der Hausherren: Nach einem schnell ausgeführten Freistoß aus etwa acht Metern klärte Gilg reaktionsschnell gegen Brucks Bootz. Dann stellte Jakob Weichart wieder einmal unter Beweis, wie wertvoll er für die Mannschaft ist: Gekonnt ließ er auf der rechten Seite zwei Gäste-Verteidiger aussteigen, passte zielgenau in die Mitte zu Andreas Baierl, der im Fallen den Ball traf und auf 2:0 erhöhte (27.).

Auch nach dem Wechsel ging es zunächst hin und her, die besseren Chancen hatten jetzt aber die Raistinger: So scheiterte Weichart zweimal nur knapp (47., 66.), einmal verzog Uli Greinwald (56.). Die Brucker tauchten nur noch zweimal gefährlich vor Gilgs Kasten auf: Einmal blockte Andreas Sedlmeir einen Schuss von David Reinisch aus kurzer Distanz ab (67.), bei einem Drehschuss von Helmut Steininger war Raistings Keeper auf dem Posten (70.).

Jakob Weichart blieb es vorbehalten, die angespannten Nerven des SVR-Anhangs zu entspannen: Zunächst schloss er eine exakte Vorlage von Martin Frühholz mit dem 3:0 ab (72.), nur drei Minuten später markierte er mit spektakulärem Volleyschuss nach einer Frühholz-Ecke das 4:0. Am Ende hätte der Raistinger Sieg noch höher ausfallen können, doch Frühholz traf nach einem Getümmel im Brucker Strafraum nur den Pfosten. Das wäre des Guten dann aber wirklich zu viel gewesen.

SV Raisting -  SC F`feldbruck II 4:0 (2:0)
SV Raisting: Gilg - Sedlmeir, Friedl, M. Hibler, Greinwald (ab 77. Krötz), Frühholz, Reich (ab 68. Riefer), Ch. Steininger, J. Weichart (ab 81. Socher), Pietra, Baierl

SC Fürstenfeldbruck II: Remlein - Baier, H. Steininger, Herber, Bachsleitner, Malina (ab 62. Körner), Ullmann, Schrodi, Neumayer (ab 62. Reinisch), Bootz, Carillo (ab 77. Lezi)

Tore: 1:0 (20.) Reich, 2:0 (27.) Baierl, 3:0 (72.) Weichart, 4:0 (75.) Weichart

Gelbe Karten: Raisting 1, Fürstenfeldbruck 3

Schiedsrichter: Matthias Zacher (SV Nußdorf)

Zuschauer: 270

Auch interessant

Kommentare