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Ollert-Elf zieht mit Kantersieg in Otterfing ins Finale ein - Pokal-Held Krämer mit Hattrick

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Von: Andreas Mayr

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Spielfreudig: Denny Krämer (in Grün) wirbelte in der Offensive und traf drei Mal.
Spielfreudig: Denny Krämer (in Grün) wirbelte in der Offensive und traf drei Mal. © Plettenberg

Die Kicker des FC Penzberg haben das Toto-Pokal-Finale erreicht. Beim 5:1 gegen den TSV Otterfing erzielten Huber und Krämer alle Treffer der Penzberger.

Otterfing – Ihr Faible für den Pokal haben die Penzberger Fußballer in einen neuen Schlachtgesang gegossen. Darin besingen sie, mit einem großen Augenzwinkern, wie sie nicht nur Meisterschaft und Champions League holen, sondern eben auch den Pokal. Nach Siegen stimmen sie derzeit immer die Melodie an. „Der Pokal ist für uns die geilste Nebensache“, betont Trainer Simon Ollert.

Entsprechend groß waren die Jubelarien auch nach dem 5:1-Erfolg im Halbfinale beim Kreisligisten TSV Otterfing. „Die Gefühlslage war mega. Dafür spielen wir Fußball“, jubelt der Coach. Das Finale – samt großem Tamtam und Trophäe – steigt im nächsten Jahr, entweder am 30. April oder 1. Mai, das entscheidet der Verband erst noch. „Wir freuen uns drauf und wollen ihn jetzt auch gewinnen – egal, gegen wen.“

Vor dem Triumphzug ins Endspiel warteten ein paar Stolpersteine. Den Platz in Otterfing nennt der Trainer, weil sie nicht auf dem Hauptfeld, sondern dem Nebenplatz spielten. „Nicht der beste Untergrund, aber das kennen wir schon“, betont Ollert. Ein Kopfballtor von Franz Huber nach einem Eckball vertrieb sämtliche Anfangsnervosität aus den Penzberger Köpfen. „Dosenöffner“, sagt Ollert dazu. Danach sah er „extrem selbstsichere“ FCP-Fußballer, die seinen Plan einwandfrei umsetzten, der da lautete: Ball verlagern, Abwehr auseinander ziehen, über außen attackieren, weil der Coach dort die Schwächen des Gegners verortete.

Die Penzberger Spielfreude gipfelte in vier weiteren Toren, darunter diesem irre-schönen Volleyschuss von Denny Krämer – auf Vorlage von Franz Huber. Das neue Sturmduo Hubert/Krämer stellte seine aktuellen Entwicklungen blendend zur Schau. Alle fünf Tore gelangen den beiden, manche legten sie sich gegenseitig auf. „Es ist eine Freude, mit den beiden zu arbeiten. Sie waren in überragender Form“, schwärmt Ollert. Nach einer Eingewöhnungszeit finden die zwei immer besser ins Spiel. Als zweite und gar wichtigste Erkenntnis hielt der Coach fest, wie nahtlos sich seine Männer aus der zweiten Reihe einfügten. Mit Uros Puskas und Burim Gjocaj berief er zwei in die Startelf, auch Orcun Sik kam später noch in die Partie. „Kein Unterschied zur Stammformation“, lobt Ollert.

Einen starken Eindruck hinterließ auch Torwart Korbinian Neumaier, der in der brenzligen Phase zu Beginn der zweiten Halbzeit einige Paraden aufbringen musste, um einen weiteren Gegentreffer zu verhindern. Denn das 1:3 direkt vor der Pause hatte Otterfing noch einmal Energie gegeben. Kurzzeitig köchelten in Abschnitt zwei auch die Emotionen hoch – wegen Foulspiels bekamen die Otterfinger gar eine rote Karte –, was der Trainer aber nicht schlimm fand. „Gehört dazu.“ Gerade zu einem „richtig geilen Pokalspiel“. Mindestens ein weiteres erwartet den FCP noch in dieser Saison. (Andreas Mayr)

Statistik

TSV Otterfing 1

FC Penzberg 5

Tore: 0:1 (14.) Huber, 0:2 (28.) Krämer, 0:3 (38.) Huber, 1:3 (45.+1) Dengler, 1:4 (77.) Krämer, 1:5 (89.) Krämer. Gelbe Karten: Otterfing 4, Penzberg 3. Rote Karte: Otterfing: Ott (67.; Foulspiel). Schiedsrichter: Julian Spies. Zuschauer: 110.

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