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Kompromisslos: Penzbergs Josef Siegert (li., im Zweikampf mit Sandu Poplacean) bot in der zweiten Hälfte auf der linken Außenbahn eine starke Defensivleistung.

Starke Aufholjagd

FC Penzberg punktet trotz Zwei-Tore-Rückstands

1. FC Penzberg - Der Aufsteiger schafft bei FC Garmisch-Partenkirchen nach schnellem 0:2-Rückstand noch ein 3:3.

Fast regungslos saß Sepp Siegert an der Böschung im Garmisch-Partenkirchener Stadion und beobachtete das Treiben auf dem Feld. Innerlich, das war trotz seiner lockeren Haltung zu sehen, war der sportliche Leiter des FC Penzberg während der Schlussminuten arg angespannt. Wie der Rest des Gäste-Anhangs hoffte Siegert auf den Siegtreffer seiner Mannen. Das ersehnte Tor fiel nicht mehr, im Moment des Schlusspfiffs nickte er dennoch anerkennend mit dem Kopf. „Das ist okay. Damit kann man leben“, sagte Siegert zum 3:3 (1:3)-Unentschieden der Penzberger beim als Tabellenführer angetretenen 1. FC Garmisch-Partenkirchen.

Zu Beginn des Spiels sah es noch böse aus für die Penzberger. Nach neun Minuten lagen die Gäste mit 0:2, nach einer guten halben Stunde mit 1:3 zurück. „Da kannst du eigentlich nicht mehr mit einem Punkt rechnen“, sagte Penzbergs Trainer Andreas Brunner. Den Grund für den schwachen Start hatte Brunner auch gleich parat: „Wir waren nicht bereit für so ein Spiel.“ Derlei Nachlässigkeiten ärgern den Trainer ungemein. Die chaotische Anreise – die Gäste standen im Stau, die Partie begann eine Viertelstunde später – wollte Brunner nicht als Entschuldigung gelten lassen. „Das wäre zu einfach.“ Für die Zukunft fordert er eine andere Einstellung: „Wenn wir nicht an unserer Mentalität arbeiten, werden wir nur gegen die schwächeren Teams der Liga gewinnen.“

Der Rückstand zur Pause sei „völlig verdient“ gewesen“, sagte Brunner. Beim 1:0 (6.) nach einer Ecke und beim 2:0 (9.) nach einem schnellen Spielzug über rechts außen – die Tore erzielte jeweils Valmir Loshi – waren die Penzberger allzu weit von ihren Gegenspielern weg. Garmisch-Partenkirchen dominierte klar das Geschehen. Fast aus dem Nichts heraus verkürzte Penzberg: Nach einem Diagonalpass von Anastasios Fytanidis und einer Hereingabe von Maximilian Kalus (er schied zur Pause verletzt aus) schoss Franz Fischer das 1:2 (25.). Die Gäste leisteten sich allerdings nur kurz darauf einen „Katastrophen-Fehlpass, so Brunner. Torjäger Srdan Ivkovic zog los, wurde nicht gestört – und erzielte mit seinem neunten Saisontreffer das 3:1 (33.). Kurz vor der Pause vergab Beqir Loshi die Riesenchance zum 4:1.

In der zweiten Hälfte „haben wir es besser gemacht“, sagte Brunner. „Die Garmischer haben uns aber auch ins Spiel reinkommen lassen.“ Die Penzberger ließen nun einige Male ihre technischen Qualitäten aufblitzen. Dem 2:3 durch Samir Azizi (50.) ging eine kluge Kopfballvorlage von Fischer voraus. Den Ausgleichstreffer (59.) erzielte Berat Saiti nach einer maßgenauen Freistoßflanke des stark spielenden Routiniers Mustafa Menzil. Nach dem 3:3 hatten die Penzberger weitere Chancen. Jan Harvanka (63.) scheiterte ebenso wie Franz Fischer per Freistoß (71.) und Azizi mit einem Distanzschuss (80.). Zwischendrin hatte Garmischs Mouhammadou Diaby Gelb-Rot gesehen (70.). Kurz vor Schluss bekam auch Penzbergs Fytanidis die Ampelkarte (89.).

Quelle: fussball-vorort.de

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