Da war Raistings erste Heimniederlage besiegelt: Feldmoching bejubelt den verwandelten Foulelfmeter zum 2:0, Raistings Torhüter Urban Schaidhauf verleiht seiner Enttäuschung Ausdruck. foto: gronau

Raistinger 0:2 - Jugend unterliegt Routine

Raisting - Im vierten Heimspiel hat es den SV Raisting erwischt. Die erheblich dezimierten Gastgeber mussten sich der SpVgg Feldmoching mit 0:2 (0:0) geschlagen geben.

Raisting – Irgendwie schien Raistings Trainer Charly Thalmeir das Unheil zu ahnen, das seine Mannschaft noch ereilen sollte. „Komm, Körpersprache, optimistischer“, gab er Michael Stoßberger auf den Weg, als dieser nach etwa einer halben Stunde im Anschluss an eine Behandlungspause zurück aufs Feld lief. Genau jener Stoßberger war es auch, der die beiden größten Chancen der Hausherren im ersten Abschnitt einleitete. Nach 20 Minuten passte er von links scharf nach innen, Robert Schuster kam aus kurzer Distanz an den Ball, spitzelte den Ball aber knapp neben das Feldmochinger Tor. Nach einer weiteren Linksflanke stand mit einem Mal Michael Klingl völlig frei vor Keeper Thomas Brunner, doch dann versagten bei dem Raistinger Youngster die Nerven. Statt den Ball am Keeper der SpVgg vorbeizuschieben, schoss er ihn an, die Möglichkeit zur Führung war dahin (28.). „In der ersten Halbzeit haben wir es versäumt, unsere Chancen zu nutzen“, bemängelte Thalmeir – dies sollte sich im zweiten Abschnitt rächen.

Als Georg Reich kurz nach Wiederanpfiff an einer Schuster-Hereingabe vorbeistolperte (52.), sollte dies die letzte nennenswerte Gelegenheit für die Hausherren sein. In der Folge übernahmen die routinierten Feldmochinger mehr und mehr das Kommando. Das Raistinger Team, das sich im zweiten Abschnitt fast zur Hälfte aus letztjährigen A-Junioren rekrutierte, konnte da nicht mehr allzuviel entgegensetzen. Zunächst köpfte Andreas Foltz eine Hereingabe von Andreas Strasser noch knapp daneben (56.), wenig später machte er es aber besser, als er eine Flanke von Michele La Cioppa aus kurzer Distanz mühelos zum 1:0 über die Linie drückte (59.). Nach diesem Rückstand, gab der SVR-Coach zu, habe er sich geistig bereits von einem Erfolgserlebnis verabschiedet. „Der Druck auf das gegnerische Tor war einfach nicht da“, so Thalmeir.

Vielmehr konnten sich die Gastgeber bei ihrem Torhüter Urban Schaidhauf bedanken, dass der Rückstand zunächst nicht weiter anwuchs, als er reaktionsschnell Schüsse von Andreas Wäscher (63.) und La Cioppa (72.) abwehrte. Beim Foulelfmeter von Stephan Hagleitner kurz vor Schluss war aber auch Schaidhauf chancenlos. Zuvor war Wäscher im Strafraum zu Fall gekommen.

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