Darryl Millwood trainiert auch in der nun beginnenden Spielzeit die Basketballer des TSV Weilheim.
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Darryl Millwood trainiert auch in der nun beginnenden Spielzeit die Männer des TSV Weilheim.

Basketball: Keine Zuschauer in der Jahnhalle zugelassen

Ein „Geisterspiel“ für Weilheim zum Regionalliga-Start

  • vonRoland Halmel
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Die Basketballer starten am Wochenende in die 2. Regionalliga. Die Freude darüber ist coronabedingt jedoch nicht überbordend.

Weilheim – Die mittlerweile gelockerten Corona-Auflagen machen nun auch Wettkämpfe in der Halle wieder möglich. Nicht alle Vereine sind davon begeistert. Dazu gehören auch die Basketballer des TSV Weilheim, für die am Sonntag, 4. Oktober, die Saison in der 2. Regionalliga Süd beginnt. In der heimischen Jahnhalle geht es gegen die DJK SB München (Beginn: 16 Uhr). „Die Auflagen kommen von der Staatsregierung. Sie wurden aber für die Umsetzung in den Vereinen vom Deutschen Basketball-Bund und den Landesverbänden stückweise verschärft, sodass man sich dann schon fragt, ob der ganze Aufwand für einen Breitensportverein überhaupt gerechtfertigt ist“, sagt Florian Willkomm von den TSV-Basketballern.

Basketball: Im Oktober gibt es in der Jahnhalle keine Spieler mit Zuschauern

Von Verbandsseite wurde entschieden „dass die Spiele im Oktober noch ohne Zuschauer durchgeführt werden. Daher können wir auch keine Fans in die Jahnhalle lassen“, sagt Willkomm. Wie lange die „Geisterspiele“ andauern, ist noch offen. „Ob wir im November mit Zuschauern spielen werden, müssen wir dann noch abwägen, da der personelle und organisatorische Aufwand dafür enorm ist“, sagt Willkomm. Den Weilheimern entgehen dadurch auch Einnahmen aus den Eintrittsgeldern und der Bewirtung. „Deshalb bin ich allen Sponsoren und Unterstützern sehr dankbar, dass sie uns weiterhin helfen. Ohne sie wäre nicht mal der Trainingsbetrieb zu finanzieren“, sagt Willkomm, der einräumt, dass es innerhalb der Abteilung auch Zweifel gab, ob man überhaupt am Spielbetrieb teilzunehmen soll. „Das kommt auch daher, weil für den Fall, dass im Nachhinein ein Spiel-Teilnehmer positiv getestet wird, jeder Teilnehmer, egal, ob Spieler oder Betreuer, in die Kategorie eins eingestuft wird, was 14 Tage Quarantäne zur Folge hat. Und das muss man sich beruflich und schulisch erst einmal leisten können“, gibt Willkomm zu bedenken.

Um die Meinung der Betroffenen dazu zu erfahren, machten die TSV-Basketballer eine interne Umfrage unter Spielern und Trainern. Als ein Ergebnis kam heraus, dass die beiden Mannschaften, die im Oktober starten (Herren I und U14 männlich I) auch in den Spielbetrieb gehen sollen. „Alles Weitere wird sich weisen“, sagt Willkomm. Die übrigen Weilheimer Mannschaften legen erst Mitte November los.

Basketball: Weilheims Herrenteam werden weiter von Darryl Millwood trainiert

Im Herrenteam, das weiter von Darryl Millwood trainiert wird, gab es nur geringfügige personelle Änderungen. Henning Ballhausen wird die Mannschaft zumindest bis Weihnachten verstärken. Zusätzlich rücken Matthias Modrok und Tim Kranke (kehrte aus den USA zurück, wo er eine Highschool besuchte) in den Kader. Auch Tilman Legl wird fest beim TSV spielen. Coronabedingt pausieren werden dagegen die Brüder Mathias und Philipp Brenner. Mit Auftaktgegner DJK SB München haben die Weilheimer noch eine offene Rechnung zu begleichen. In der vorigen Saison ging sowohl das Eröffnungsspiel (76:83) als auch das zweite Duell (75:94) verloren.

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