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Bejubelt den zweiten aufstieg in Folge: Peißenbergs Coach Bodo Nusser.

Fußball: Relegation

TSV Peißenberg zittert, verliert - und jubelt am Ende doch noch

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Am Ende war‘s eine Nervenschlacht: Die Fußballer des TSV Peißenberg haben das zweite Relegationsspiel gegen die SG Hausham mit 0:1 verloren. Dennoch durften sie jubeln.

Peißenberg - Freude? Jubelstimmung? Ach was. Er sei „einfach fertig“, sagte Thomas Lang, der sportliche Leiter des TSV Peißenberg. Dabei grinste er aber verschmitzt. Nach einer Nervenschlacht haben die Fußballer aus der Marktgemeinde am späten Samstagnachmittag den zweiten Aufstieg in Folge geschafft.

„Willkommen in der Kreisliga“, rief Spielleiter Erhard Mach den Peißenberger Spielern und Verantwortlichen zu, die sich auf dem Rasen für ein Jubelfoto postierten. Die Peißenberger hatten zwar das Relegationsrückspiel auf heimischem Rasen gegen die SG Hausham mit 0:1 (0:0) verloren, aber aufgrund des 2:1-Hinspielsiegs und der Auswärtstorregel reichte das zum Sprung nach oben.

Peißenberg: Viel Nervosität nach dem 0:1 

„Mit viel Glück“ habe es zum Aufstieg gereicht, sagte Trainer Bodo Nusser. Nach dem 0:1 (61.) durch einen Kopfball von Haushams Kilian Siglreitmaier gerieten die Gastgeber vor den rund 600 Zuschauern ordentlich in Bedrängnis. „Es war plötzlich so viel Nervosität da. Irre“, sagte Nusser. Doch letztlich „ist mir das scheißegal. Wir sind Kreisligist“, sagte er und lachte. Der „gute Teamgeist“ sei ausschlaggebend dafür gewesen, dass den Peißenbergern - vorher zehn Jahre lang in der A-Klasse - nun der zweite Aufstieg hintereinander gelungen ist. Mit der Geschlossenheit seien während der Saison auch verletzungsbedingte Ausfälle aufgefangen worden. Coach Nusser macht zumindest ein Jahr weiter, verriet er unmittelbar nach dem Abpfiff. Er gehe grundsätzlich optimistisch in eine Saison: „Ich will immer vorn mitspielen und aufsteigen. Was anderes zählt nicht, ich will der Mannschaft da kein Alibi geben.“

Die Partie gegen Hausham bot in der ersten Hälfte nur wenige Höhepunkte. Beide Teams waren vornehmlich darauf bedacht, keine Fehler zu machen. Nach Flanke von Johannes Jungmann traf Julian Weckerle im Strafraum gut postiert den Ball nicht richtig (18.). Auf der Gegenseite touchierte ein Freistoß von Lukas Grill die Latte des TSV-Tores (33.).

Peißenberger Aufstiegsjubel: Die Bilder vom Rückspiel

Die zweite Hälfte begann mit einer Kopfballchance von Weckerle (46.). In der Folge trat Hausham aktiver auf. Im Anschluss an eine Freistoßflanke von Grill köpfte Siglreitmaier zum 1:0 ein (61.). Danach „sind wir geschwommen“, so Nusser. Das Spiel lief zumeist in Richtung TSV-Tor. Hannes Kunterweit rettete einmal in höchster Not (64.), bei diversen Flanken zeigte sich Torwart Moritz Diem aufmerksam. In den Schlussminuten scheiterte Haushams Anian Trettenhann zweimal jeweils mit einem Kopfball nur knapp (85., 90.+3). Dann war Schluss - und der Peißenberger Aufstiegsjubel begann. „Geplant haben wir nix. Wir feiern spontan“, sagte Nusser.

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