Neu und doch altbekannt: Peter Müller (links) wird den SC Huglfing in dieser Saison trainieren.
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Neu und doch altbekannt: Peter Müller (links) wird den SC Huglfing in dieser Saison trainieren.

Saison unter veränderten Vorzeichen für Absteiger aus Huglfing

SC Huglfing bricht in den Umbruch auf

  • VonChristian Heinrich
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Nicht nur das Sportgelände des SC Huglfing nimmt neue Gestalt an. Der Absteiger aus der Kreisklasse arbeitet momentan auch an seinem Kader.

Huglfing – „Wir befinden uns im Umbruch“, bringt Georg Tafertshofer die Situation beim Sportclub auf den Punkt. Der Sprecher des A-Klassisten benennt deshalb auch mit sehr viel Vorsicht das sportliche Ziel der Mannschaft „Klassenerhalt.“

Den Umbruch soll Peter Müller moderieren. Der neue Trainer kennt den Verein wie seine Westentasche. Zuletzt war er für die Reserve zuständig, davor arbeitete er im Nachwuchsbereich. Mit seiner Hilfe soll es gelingen, die Juniorenspieler Andreas und Stefan Dopfer, Michael Fülla, Niklas Lory und Dennis Hartmann im Erwachsenenbereich zu integrieren. „Wir sind sehr froh, dass wir ihn haben“, geht Tafertshofer davon aus, dass der Coach diese Aufgabe zur vollsten Zufriedenheit lösen wird.

SC Huglfing hat keine zweite Mannschaft gemeldet

Es bleibt nicht die einzige Herausforderung für den Coach. Der SC hat in dieser Saison keine zweite Mannschaft gemeldet. Deshalb werden einige Kicker aus dem 31 Mann großen Kader am Wochenende nicht ihrem Hobby frönen können. Alternativ plant Tafertshofer, das eine oder andere Freundschaftsspiel zu organisieren, um die Bankdrücker bei Laune zu halten.

Während der Vorbereitung war die Stimmung ausgezeichnet. Um die 17 Kicker kamen regelmäßig ins Training. Dass der Bayerische Fußball-Verband den Sportclub aufgrund der Quotientenregelung eine Liga tiefer einstufte, zog zumindest personell keine Konsequenzen nach sich, sieht man einmal vom Wechsel vom Maximilian Tafertshofer zum ASV Habach ab. Auch das Karriereende von Maximilian Fischer, Fabian Fittkau, Philipp Jonson, Andreas Lemmer und Andreas Weber steht nicht im Zusammenhang mit dem Zwangsabstieg. Sie beenden aus Altersgründen ihre Laufbahn. Fabian Helgert steht dagegen seinem Team aus beruflichen Gründen nicht länger zur Verfügung.

In den Testspielen ist Huglfing äußert engagiert

„Wir haben eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern“, ist Georg Tafertshofer optimistisch, dass sein Ensemble in der A-Klasse bestehen kann. Er schränkt aber auch ein, „dass man der Mannschaft Zeit geben muss“. In den Testspielen zeigten sich seine Fußballer äußerst engagiert. „Die Einstellung stimmt“, lautet das Fazit des Sprechers. „Wir haben eine gute Mentalität.“ Probleme zeigte das Team nur in Sachen Chancenverwertung, was in Huglfing jedoch nichts Neues ist. „Das war auch in der Abstiegssaison ein Thema“, gibt Tafertshofer zu. Wenn der SC heute Abend in Söchering vorzeitig in die neue Saison startet, trifft er schon auf einen Konkurrenten, den Tafertshofer neben Krün und den Reserven aus Penzberg, Murnau und Uffing zu den Favoriten auf den Titel zählt. „Es gibt kein Kanonenfutter“, stellt er fest, „da ist jeder gefährlich.“ Was so auch für seine Mannschaft gilt.

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