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Die Polizei muss den Vorfall jetzt untersuchen.

Antdorfer soll Höhenrainer im Kabinengang niedergeschlagen haben

Nächster gewaltsamer Vorfall in Bayern: Spieler wird niedergeschlagen

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Ein Nachspiel hat die Partie der Kreisklasse Gruppe 3 zwischen den Kickern aus Höhenrain und dem ASV Antdorf vom Sonntag (Endstand 3:2 für Höhenrain).

Höhenrain/Antdorf –  Weil ein Spieler des FSV nach dem Schlusspfiff im Kabinengang offenbar von hinten niedergeschlagen wurde, ermittelt die Polizei. Unter Verdacht steht ein Fußballer des ASV.

Der 25-Jährige wurde demnach von einem Zeugen beobachtet, wie er dem Höhenrainer als einziger nach Spielende in die Umkleidekabine folgte. Nach dem Schlag stürzte der 28-Jährige nach eigenen Angaben zu Boden, schlug mit dem Kopf auf und zog sich dabei eine Gehirnerschütterung zu, die im Krankenhaus behandelt werden musste.

Der 25-Jährige bestreitet die Tat, teilte die Polizei mit. Zuvor war es schon zu Auseinandersetzungen auf dem Platz gekommen. Mit einer abfälligen Geste soll der Höhenrainer den Antdorfer in der Nachspielzeit provoziert haben, wofür er vom Schiedsrichter verwarnt wurde.

Nach dem Schlusspfiff eskalierte die Situation. Spieler beider Mannschaften gingen aufeinander los, konnten jedoch von den Verantwortlichen beider Vereine getrennt werden. „Warum sich die Spieler nach dem Spiel gefetzt haben? Keine Ahnung“, konnte sich Christian Feirer keinen Reim auf die Streitereien machen.

Die Vereine halten sich bedeckt

Der Vorsitzende des FSV Höhenrain räumte die Provokation in der Schlussphase der Partie ein, konnte aber zu den weiteren Geschehnissen keine Angaben machen. „Ich weiß nicht, ob ihn der Antdorfer gefolgt ist oder sie sich zufällig getroffen haben.“ Zeugen für die Tat konnte die Polizei keine ermitteln. „Neutrale Zeugen, die die eine oder andere Variante bestätigen könnten, sind bislang nicht bekannt“, erklärte ein Polizeisprecher am Montag.

Ebenso wie Feirer hüllte sich Hans-Peter Oswald in Schweigen. „Ich sage nichts dazu“, erklärte der Antdorfer Trainer. Auch über den Inhalt des Gesprächs, das er später mit seinem beschuldigten Spieler führte, wollte er kleine Angaben machen. „Das bleibt bei uns.“

Die Verantwortung dafür, dass die Situation nach dem Abpfiff eskalierte, sah Oswald nicht bei den Fußballern. „Schuld ist der Schiedsrichter“, monierte er, dass der Referee vorher nicht konsequent durchgegriffen habe. Auch Feirer kann sich nicht erklären, warum seine Kicker so in Rage gerieten. „Sie sind eigentlich zu brav für die ganze Sache“, verwies er darauf, dass seine Elf in der Fairness-Tabelle der Liga auf dem ersten Platz steht. Insgesamt zeigte sich der FSV-Chef von den Vorfällen tief betroffen. „Das wirft auf beide Seiten kein gutes Licht“, sagte er. 

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