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Dank der Hilfe aus Peißenberg wurden die Buben und Mädchen in Masaka mit Fußballsachen ausgestattet. 

Fußballschuhe und Trikots für Kinder

Spieler des TSV Peißenberg spenden Fußballsachen für Akademie in Afrika

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Es ist kaum zu glauben, wir sind schon mahr als neun Monate in Ruanda und vieles, was anfänglich so neu und ungewohnt war, hat sich inzwischen in unseren Alltag eingefügt: K

Peißenberg/Masaka – Kein fließendes Wasser zu haben für Klo und Dusche, mit Sarah ein kleines Zimmer zu teilen und den Rhythmus der Schwestern zu leben, funktioniert inzwischen sehr gut. In der Schule können wir uns auch gut einbringen.

Die Bibliothek, die wir ja schon von Anfang an betreuen, ist etwas organisierter geworden. Während in der ersten Zeit die Schüler den Raum stürmten, haben wir jetzt mit einigen Lehrern eine Absprache getroffen, dass immer nur eine halbe Klasse kommen darf. Die Kinder haben dann Platz und Ruhe zum Lesen und gehen dürfen sie erst, wenn jedes Buch wieder im Regal steht. Ich denke, wir haben da einiges dazugelernt und die Kinder auch.

In den Pausen haben wir Zeit, mit den Schülern Sport zu machen. Die Kinder sind hier den ganzen Tag über in der Schule. Sie beginnen um 7 Uhr und bleiben teilweise bis 19.30 Uhr abends. Da ist es wichtig, dass sie sich in der Mittagspause bewegen. Ich spiele dann Basketball mit den Schülern und ich habe mehrere Tanzgruppen ins Leben gerufen.

Dabei kann ich von meinem jahrelangen Gardetanz und den Trainingsstunden für Jazztanz gut profitieren. Besonders die Mädchen lieben es, aber auch ein paar Jungs rocken den Dancefloor. So haben wir verschiedene Choreographien eingeübt und den Schwestern hat es so gut gefallen, dass ich mit den Kindern sogar bei verschiedenen Festen die Tänze aufführen durfte.

Ein ganz großes Highlight jeden Samstag ist für uns die neu eingerichtete Fußballakademie. Wie wohl überall auf der Welt lieben es die Jungs (und auch ein paar Mädchen), Fußball zu spielen. Ein Lehrer, der seit diesem Jahr an der Schule ist, hat uns gefragt, ob wir Lust hätten, mit ihm zusammen die Kinder zu trainieren. Jetzt stehen wir jeden Samstag ab 7 Uhr in der Früh auf dem Fußballplatz und versuchen, dem Enthusiasmus der Kinder, der oft in einem wilden Durcheinander endet, ein wenig Struktur entgegenzusetzen. Das Training geht über den ganzen Vormittag.

Weil die meisten Kinder keine Fußballausrüstung haben, spielen viele barfuß. Das ist gar nicht so ungefährlich und die Verletzungsgefahr ist groß. Wir hatten das Problem, dass wir nur an Spielen gegen andere Schulen teilnehmen dürfen, wenn die Kinder fußballtechnisch einigermaßen ausgerüstet sind. Weil wir ja wussten, dass uns Anfang Juni unsere Mamas besuchen würden, haben wir sie gefragt, ob sie für die Kinder hier Fußballschuhe, Trikots und Bälle organisieren könnten.

Und was nun zusammenkam, war echt überwältigend: zwei volle Koffer mit gebrauchten Fußballsachen, gespendet von Freunden und Spielern des TSV Peißenberg. Für unsere Kids hier war es ein Traum. Jedes Kind, das auf dem Platz stand, konnte mit Schuhen und Trikot ausgestattet werden und für den Torwart gab es sogar Handschuhe. Beim ersten Turnier gegen eine andere Schule aus Masaka wurden die neuen Fußballsachen gleich eingeweiht.

Neben der Arbeit in der Schule haben wir eine schöne Zeit mit den Schwestern. Hätte mir jemand vorher erzählt, wie viel Spaß man in einer Ordensgemeinschaft haben kann, ich hätte es ihm nicht geglaubt. Die Schwestern lieben es zu feiern, dabei wird viel gelacht und getanzt. Und sie mögen es auch, wenn wir für sie kochen. Besonders gut kommt unser mitgebrachtes Waffeleisen an. Die verbleibende Zeit werde ich in vollen Zügen genießen.

Mwirirwe, Eure

Sarah Tamunjoh

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