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Das Sportgelände an der Fischhaberstraße hat der ESV derzeit nur gepachtet; hier bei einem Toto-Pokalspiel im August 2918 gegen den ASV Habach. Insgesamt muss der Eisenbahnervereinrund 550 000 Euro aufbringen

Kein Platz, kein Verein mehr

Sportplatzkauf: ESV Penzberg braucht Hilfe - bei einem Spendenlauf

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Es wird ein finanzieller Kraftakt: Der ESV Penzberg will das Sportgelände kaufen, das er seit Jahrzehnten von der Bahn gepachtet hat – um damit seine Zukunft zu sichern. Finanzieren möchte der Verein den Kauf über Darlehen. Doch er braucht auch darüber hinaus noch Unterstützung: bei einem Spendenwochenende.

Penzberg – Seit 1957 gibt es den Eisenbahnersportverein in Penzberg, kurz ESV. Sein Sportgelände an der Fischhaberstraße hat er von der Verwaltung des Bundeseisenbahnvermögens gepachtet. Die Höhe der Pacht ist abhängig davon, wie viele Bahnmitarbeiter dem Verein angehören. Je niedriger die Quote, desto höher die Pacht. Die Quote sank schon in den vergangenen Jahren. Momentan sei man noch in einem Bereich, in dem der Verein die Pacht tragen könne, sagt Fußballabteilungsleiter Michael Scharbert. Die Prognose lautet allerdings: Es wird immer enger. Rutscht die Quote gar unter 15 Prozent, schnellt die Pacht in die Höhe.

Deshalb reifte der Plan beim ESV, das Sportgelände zu kaufen. Das Bundeseisenbahnvermögen habe ein Angebot vorgelegt, das – wegen der Sozialbindung – im Moment relativ günstig sei, so Scharbert. Noch – den mit einem weiteren Absinken der Bahnmitarbeiter-Quote würde der Preis steigen. „Wir waren im Zugzwang und mussten im Vorstand eine Entscheidung treffen“, erklärt der Fußballabteilungsleiter. Denn die Bahn könnte das Gelände, ein Filetstück in Steigenberg, leicht auch anderweitig verkaufen. Was letztlich bedeutet hätte: Ohne Platz auch kein ESV.

Der Verein zählt derzeit zirka 600 Mitglieder, darunter 250 Kinder von der Bambini- bis zur A-Jugendmannschaft. Auch die Mädchen bilden mehrere Fußballteams. Zum ESV gehören ebenso Sparten für Damengymnastik und Eisstockschießen.

Der Vorstand hat sich ein Finanzierungskonzept überlegt, das er am Samstag, 13. Juli, 19.30 Uhr, in einer Versammlung im ESV-Heim den Mitgliedern vorlegen wird. Stimmen die Mitglieder dem Erwerb zu, würden die Verträge in der zweiten Jahreshälfte unter Dach und Fach gebracht. Wobei das Bundeseisenbahnvermögen ein Abschöpfungsrecht über 50 Jahre behielte. Das heißt: Sie würde den Großteil des Gewinns abschöpfen, falls der ESV das Gelände weiterveräußern würde.

Für das etwa 20 000 Quadratmeter große Sportgelände muss der ESV zirka 505 000 Euro berappen, zuzüglich etwa 45 000 Euro Nebenkosten, die durch den Kauf entstehen. Die Stadt Penzberg stellt dafür ein Darlehen in Höhe von 250 000 Euro zur Verfügung, das der Verein über einen Zeitraum von 30 Jahren zurückzahlen muss. „Wir sind sehr dankbar, dass die Stadt diese Entscheidung getroffen hat“, sagt Scharbert. Für weitere 250 000 Euro würde der ESV ein Darlehen bei einer Bank aufnehmen. Bleiben noch zirka 50 000 Euro, die aufzubringen sind.

Die ESV-Führung hat sich dafür – und für Zins und Tilgung, die künftig fällig werden – mehrere Sachen überlegt. So soll bei der Versammlung am Samstag über eine Beitragserhöhung abgestimmt werden, die in Zins und Tilgung fließen würde. Eine weitere Idee ist, dass Mitglieder symbolische Patenschaften für einen Teil des Platzes übernehmen. „Ein Betrag, mit dem man fest planen könnte“, sagt Scharbert.

Außerdem plant der ESV ein großes Spendenwochenende für Freitag bis Sonntag, 19. bis 21. Juli – mit Fußballspielen, Grillabend, einem Auftritt des Fußballartisten Alfred Reindl und einem großen Spendenlauf (siehe Kasten). Was Sponsoren angeht, sagt Scharbert, werde man aber auch in den nächsten Jahren aktiv bleiben müssen. Anregungen seien da jederzeit willkommen.

Insgesamt muss der Eisenbahnerverein
rund 550 000 Euro aufbringen

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