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Beim SV Bernried ist die Angst vor dem erneuten Fehlstart groß

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Von: Andreas Mayr

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Nicht gleich wieder auf dem Hosenboden landen: Die Bernrieder (hier Florian Breitenmoser) wollen nicht schon wieder von Anfang an der Musik hinterherlaufen.
Nicht gleich wieder auf dem Hosenboden landen: Die Bernrieder (hier Florian Breitenmoser) wollen nicht schon wieder von Anfang an der Musik hinterherlaufen. © ruder

Der SV Bernried will zu Beginn der A-Klasse-Saison nicht wieder einen Fehlstart hinlegen. Das beschäftigt auch Trainer Josef Effner.

Bernried – Der SV Bernried und seine Startschwierigkeiten: Dieses Thema beschäftigt Trainer Josef Effner schon wieder. In der vergangenen Saison hätte der schwache Start beinahe den Klassenerhalt in der A-Klasse 5 gekostet. Dank einer starken Rückrunde rettete sich der SVB noch. „Für uns war’s schade, dass abgebrochen wurde“, sagt der Coach. Zu diesem Zeitpunkt kam Bernried gerade ins Rollen, spielte mit vollem Kader und bezwang sogar manchen Aufstiegsanwärter.

Acht Monate später steht Coach Effner jedoch wieder vor der alles entscheidenden Frage: Wie lässt sich ein Fehlstart unter diesen Umständen abwenden?

SV Bernried mit fünf verletzten Spielern und vielen Urlaubern

Fünf Kicker haben sich schon verletzt, allesamt im unteren Knöchelbereich, Außenband, Innenband. Hinzu zählt Josef Effner die Urlauber und Studenten. „Das ist extrem“, betont er, obwohl er jeden verstehen könne, der mal wieder ins Ausland fährt. Um diese Ausfälle abfedern zu können, fehlt dem Kader die Breite. Anfangs traf er noch genug Kicker am Trainingsplatz an. Der Eifer übertrug sich auf die Ergebnisse in den Testpartien. In den Siegen über Pöcking II (2:1), Herzogsägmühle (3:2) und Habach II (3:1) zeigten die Bernrieder überraschend viel Spielfreude, und sie traten disziplinierter auf als noch in früheren Zeiten. „Man hat gemerkt, dass wir Gaudi hatten“, sagt Effner. Nach der langen Pause sehnte sich das Team nach Sport. Effner hat’s ja selbst gespürt. „Im Nachhinein hab’ ich erst gemerkt, was man am Fußball hat und wie man ihn vermisst.“ Deshalb verzichtet der Coach auf große Vorgaben und ein offizielles Saisonziel. Hauptsache, seine Fußballer treffen sich und ihre Spezln wieder – und trinken hinterher zusammen die eine oder andere Halbe Bier.

SV Bernried beginnt Saison mit zwei Auswärtsspielen

Effner überließ es seinen Kickern selbst, sich zu stählen und zu knechten. Die ersten Einheiten organisierte er erst, als die Staatsregierung dies erlaubte. Einige SVB-Kicker hielten sich mit Läufen fit, ehe der Trainer sein Programm startete. In Bernried fällt die Vorbereitung traditionell eher kürzer aus. „Vier Wochen – ganz normal wie immer“, sagt Effner. Als Coach, der Passspiel und Offensive schätzt, verschrieb er viele Übungen mit Ball. „Weil’s einfach mehr Gaudi macht.“ Nebenbei stellten die Fußballer zwei neue Auswechselhütten an den Platz, die sie selbst gestaltet haben. Auf ihnen werden künftig auch vier Nachwuchsspieler Platz nehmen, die aus der U19 in die Männer-Mannschaft hinaufrücken. Eingeweiht werden die überdachten Bänke in der Liga am 11. August gegen den SV Polling II. Zuvor tritt Bernried zweimal auswärts an, am ersten Spieltag etwa bei Spitzenteam Haunshofen. Mit Blick auf das leidige Thema Saisonstart scherzt Josef Effner: „Da müssen wir ja nicht gleich 5:0 gewinnen.“

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