Da war die Partie entschieden: Denklingens Dominik Karg (im roten Trikot links) hat einen Elfmeter zum 3:1 verwandelt. Die Pollinger wenden sich enttäuscht ab.
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Da war die Partie entschieden: Denklingens Dominik Karg (im roten Trikot links) hat einen Elfmeter zum 3:1 verwandelt. Die Pollinger wenden sich enttäuscht ab.

1:4-Pleite gegen VfL Denklingen

SV Polling trotz klarer Niederlage zufrieden:  „Das hat richtig Spaß gemacht“

  • Stefan Schnürer
    vonStefan Schnürer
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Es war nachvollziehbar, dass Denklingens Trainer Markus Ansorge gute Laune hatte, immerhin hatte seine Mannschaft ja gewonnen.

Pollling – Schon eher überraschend war, dass auch Pollings Trainer Robert Färber nach der 1:4 (0:2)-Heimniederlage im Ligapokal der Kreisliga gegen den VfL nicht unzufrieden wirkte. Gegenüber dem blutleeren Auftritt beim 0:0 vergangene Woche in Peißenberg „war das heute eine Steigerung um hundert Prozent“, so Färber, „das hat richtig Spaß gemacht“.

Das Spiel begann einige Minuten verspätet. Zum einen gab es eine Gedenkminute für die vier Arbeiter, die in der vergangenen Woche bei einem Baustellen-Unglück in Denklingen ums Leben gekommen waren, zum anderen kamen die VfL-Spieler erst mit Verzögerung und nach erneuter Aufforderung von Schiedsrichter Stefan Rießenberger auf das Spielfeld. Verschlafen wirkten zunächst aber eher die Pollinger. „Wir waren in den ersten 20 Minuten zu passiv“, bemängelte Färber. Die Strafe folgte auf dem Fuß: Philip Schöttl, der sich erstmals als Außenverteidiger versuchte, war geistig wie körperlich zu langsam, um Ludwig Kirchbichler an der Hereingabe zu hindern. Adrian Anisits muste nur noch den Fuß hinhalten, schon stand’s 1:0 für den Tabellenführer der Kreisliga 2 (8.). Nach einer Viertelstunde kam Polling besser ins Spiel – und zu Chancen. Erst lenkte VfL-Torhüter Simon Sporer einen Fernschuss von Philipp Seligmann über die Latte (14.), nach der anschließenden Ecke wehrte er einen Kopfball von Maximilian Hensel reaktionsschnell ab (15.). Dann hatte Polling Glück, als Denklingens Dominik Karg im Strafraum zu Fall kam. So mancher Schiedsrichter hätte da Elfmeter gepfiffen, Rießenberger ließ jedoch weiterspielen. In der Folge bekam Denklingen das Spiel wieder unter Kontrolle. Nach Vorlage von Armin Sporer erhöhte Lukas Greif mit einem präzisen Flachschuss ins lange Eck auf 2:0 (44.).

SV Polling verliert Spiel nach der Pause

Erheblich entschlossener gingen die Pollinger nach der Pause zu Werke. Zwingende Chancen blieben zunächst zwar aus, doch spätestens nach dem sehenswerten 1:2-Anschlusstor durch Marcel Mayr (69.) war dieses Duell wieder völlig offen. Beinahe hätte Mayr auch gleich noch den Ausgleich geschafft, diesmal jedoch ging seine Direktabnahme von der Strafraumgrenze knapp daneben (70.). Als Denklingens Anisits im Pollinger Strafraum zu Fall kam, gab’s diesmal Elfmeter, den Dominik Karg unhaltbar zum 3:1 verwandelte (82.). Karg war es auch, der mit einem sehenswerten Freistoß zum 4:1 traf (90.). Gleich danach pfiff Schiri Rießenberger ab. „Ich habe gewusst, dass es schwer wird. Aber letztlich war es ein verdienter Sieg“, so VfL-Coach Ansorge. Ein Lob für den Gegner hatte aber auch sein Pollinger Amtskollege Färber parat: „Man hat gesehen, dass Denklingen in der Kreisliga nicht umsonst oben steht.“ Färber, der eigenem Bekunden nach auf zehn Spieler verzichten musste, vergaß aber eines nicht zu erwähnen: „Der Ligapokal ist nicht so wichtig.“ Ähnlich klang das Ganze bei Ansorge: „Der Fokus liegt bei uns ganz klar auf der Meisterschaft.“ 

(STEFAN SCHNÜRER)

SV Polling 1
VfL Denklingen 4

Tore: 0:1 (8.) Anisits, 0:2 (44.) Greif, 1:2 (69.) M. Mayr, 1:3 (82.) Karg (Foulelfmeter), 1:4 Karg (90.). Zuschauer: 140.

Polling nach der Pause zwingender

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