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Applaus, Applaus: Trainer Johannes Franz hatte in der Vorunde oftmals Grund, mit seiner Mannschaft zufrieden zu sein. Prunkstück der Raistinger ist die Ab wehr, dagegen hakt es noch in der Offensive.

Franz: „Wir sind mit ein, zwei möglichen Verstärkungen im Gespräch“

SV Raisting ist nach großem Umbruch  in der neuen Liga angekommen

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Nach dem Abstieg in die Bezirksliga stand für die Herrenmannschaft des SV Raisting im vergangenen Sommer ein großer Umbruch an. Nach einem mäßigen Saisonstart steigerten die Raistinger sich im Laufe der Hinrunde und überwintern auf dem sechsten Tabellenplatz.

VON ROLAND HALMEL

Der zweite Abstieg in Folge hatte beim SV Raisting im vergangenen Sommer zahlreiche Abgänge zur Folge. Zehn Spieler verließen den Verein, was den Verantwortlichen die Sorgenfalten auf die Stirn trieb. Nur mit viel Mühe schafften es SVR-Fußballerchef Herbert Weichart und Coach Johannes Franz, ein Team zusammenzustellen. Franz blieb auch nach dem Gang in die Bezirksliga Trainer des SVR.

„Angesichts dessen haben uns einige den direkten Durchmarsch nach unten prophezeit“, sagt Franz. Wider Erwarten erwies sich seine neu zusammengewürfelte Truppe mit vielen Spielern, die noch nie höher als Kreisliga gespielt haben, als durchaus konkurrenzfähig. Die Raistinger arbeiteten sich nach einem holprigen Start mit zwei Unentschieden und einer Niederlage kontinuierlich nach oben. Bis zur Winterpause schafften sie es auf den sechsten Tabellenplatz. „Es war nicht einfach, aber letztlich bin ich mit dem Abschneiden sehr zufrieden“, bilanziert Franz angesichts von 32 Punkten zur Winterpause und dem ordentlichen Polster von 13 Zählern auf einen Abstiegsplatz. Mit nur drei Punkten Rückstand auf den Zweiten dürfen die Raistinger sogar ein bisschen von der Landesliga-Relegation träumen.

Die Basis für die bisher erfolgreiche Saison bildet die starke Abwehr. In 18 Spielen spielte der SVR zehnmal zu Null. Ein Wert, den ansonsten nur der Spitzenreiter SV Bad Heilbrunn erreichte. Insgesamt kassierten die Raistinger nur 14 Gegentore. „Hinten ist die Mannschaft wirklich gut gestanden, dazu kam viel Kampfgeist und die nötige taktische Disziplin“, lobt der Trainer sein Team. „Das war aber auch notwendig, weil wir vorn unsere Schwierigkeiten hatten“, sagt der 23-Jährige und räumt gleichzeitig die Probleme im Offensivbereich ein. Nur magere 21 Tore erzielten die Raistinger in der Hinrunde. Lediglich vier Teams aus dem Tabellenkeller haben seltener getroffen. Bester Torschütze ist derzeit Pascal Beausencourt mit sechs Treffern. Damit hat er seine Vorjahresausbeute aus der Raistinger Reserve bereits eingestellt. Ansonsten mangelt es den Raistingern jedoch an torgefährlichen Spielern. „In der Winterpause werden wir massiv daran arbeiten, uns in der Offensive zu verbessern, ohne dass die Defensive darunter leidet“, verspricht Franz Abhilfe.

Auf Hilfe von außen, sprich auf Neuzugänge, will sich der Raistinger Trainer dabei nicht verlassen. „Wir sind mit ein, zwei möglichen Verstärkungen im Gespräch. Da ist aber noch nichts spruchreif“, verrät er. „Wir können keine zehn neuen Spieler holen wie Ligakonkurrent Fürstenfeldbruck“, sagt der SVR-Coach, der froh ist, dass alle Mann an Bord bleiben. Mit einem kampferprobten Team kann er das neue Jahr auch relativ entspannt angehen. „Wir haben keinen Druck“, so Franz, der sich vorgenommen hat, jeden einzelnen Spieler weiterzuentwickeln und den Klassenerhalt auch rechnerisch frühzeitig zu fixieren. „Und dann wollen wir so lange es geht die Spitzenteams ärgern und Kontakt mit ihnen halten“, so Franz. Für ihn kann am Saisonende gern auch etwas mehr als der aktuelle sechste Platz herausspringen.

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