In dieser Szene behielten sie die Oberhand: Die Raistinger (in roten Trikots, hier Andreas Heichele) taten sich im ersten Spiel nach einem halben Jahr Pause noch recht schwer.
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In dieser Szene behielten sie die Oberhand: Die Raistinger (in roten Trikots, hier Andreas Heichele) taten sich im ersten Spiel nach einem halben Jahr Pause noch recht schwer.

Spielertrainer wieder auf dem Platz

SV Raisting: Pleite bei Franz-Comeback - „aber es war nicht alles schlecht“

  • vonRoland Halmel
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Der Ball rollt wieder. Der SV Raisting war eines der ersten Teams im Altlandkreis, das nach der Freigabe durch die Bayerische Staatsregierung ein Testspiel abhielt.

Raisting – „Es war interessant, nach der langen Pause wieder auf dem Feld zu stehen“, urteilte SVR-Spielertrainer Johannes Franz nach der 1:2 (1:1)-Niederlage gegen den TSV Ziemetshausen. „Mit unserem Spiel war ich nicht wirklich zufrieden, aber es war auch nicht alles schlecht“, sagte Franz nach dem Auftritt gegen den Tabellenführer der Kreisliga Schwaben. „Es war schließlich das erste Spiel nach über einem halben Jahr, und der Gegner hatte schon Qualität“, bekannte Franz, der selbst auf der Sechserposition auflief und, wie aus früheren Zeiten gewohnt, lautstark Kommandos erteilte.

„Für mich selber war ich froh, dass das Knie stabil geblieben ist. Aber gefühlt bin ich erst bei 50 Prozent meiner früheren Leistung“, sagte Franz zu seinem Comeback nach ziemlich genau dreijähriger Verletzungspause. Der schwierigen Doppelfunktion als Spieler und Trainer ist er sich durchaus bewusst: „Leicht wird das nicht, weil man dann extrem wichtig für die Mannschaft ist. Aber ich werde alles dafür tun, die Doppelrolle, so gut es geht, auszufüllen“, so Franz.

Seine Mannschaft geriet früh in Rückstand (11.). Kurz vor dem Wechsel glich Sebastian Bertl (43.) für die Raistinger aus. Die Schwaben, die im Gegensatz zum nicht gerade üppig besetzten Kader der Hausherren zur Halbzeit sechs frische Kräfte brachten, kamen in der Schlussphase noch zum Siegtreffer (83.). Applaus für beide Teams nach dem Abpfiff gab es keinen, da Zuschauer nicht zugelassen waren. „Damit fehlt dem Fußball natürlich was“, so Franz. Nicht nur für Raistings Spielertrainer war das menschenleere Stadion – drei Unentwegte verfolgten die Partie von außerhalb des Zauns – durchaus gewöhnungsbedürftig. „Wenn das der einzige Weg ist, um spielen zu dürfen, dann soll es halt so sein. Aber ich denke, dass der Sicherheitsabstand bei der Anzahl an Zuschauern, die wir normalerweise haben, leicht eingehalten werden kann“, so Franz. Er hofft, dass Partien ohne Zuschauer kein Dauerzustand bleiben und es demnächst wieder Fans am Spielfeldrand geben wird.  rh

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