Immer drauf auf den Gegner: Die Wessobrunner (hier Lukas Schwaighofer, re., im Ligapokal gegen Böbing) wollen über ein starkes Kollektiv den Klassenerhalt schaffen.
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Immer drauf auf den Gegner: Die Wessobrunner (hier Lukas Schwaighofer, re., im Ligapokal gegen Böbing) wollen über ein starkes Kollektiv den Klassenerhalt schaffen.

David Tipold und Andreas Timmermann lösen Stephan Kopp ab

SV Wessobrunn mit neuem Spielertrainer-Duo

  • Andreas Mayr
    VonAndreas Mayr
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SV Wessobrunn-Trainer Stephan Kopp hört aus persönlichen Gründen auf. Seine beiden Nachfolger sind selbst noch aktiv.

Wessobrunn – Der Fachkräftemangel trifft längst auch den Fußball, auch wenn es im Hobbybereich nicht vordergründig ums Geld geht. Trainer, noch dazu gute, sind zur raren Ressource geworden. Und so bedauerten natürlich die Verantwortlichen des SV Wessobrunn den Abschied von Stephan Kopp. Der SV-Coach hört aus persönlichen Gründen auf. Seine Nachfolger sind zwei, die noch selbst aktiv sind: David Tipold und Andreas Timmermann.

Beim SV Wessobrunn „steckt das ganze Dorf dahinter“

Nach Kopps Entschluss habe man sich mit der Vereinsführung an einen Tisch gesetzt, sagt David Tipold. „Das ist meistens gut, wenn’s einer aus dem Verein heraus macht“, findet der neue Mann. Zumal in einem Klub wie Wessobrunn, bei dem ja irgendwie „das ganze Dorf dahintersteckt“, wie Tipold sagt. Das zeichnet diesen Verein aus. An manchen Spieltagen, so fühlt es sich zumindest an, sitzt ganz Wessobrunn am Fußballplatz. Das neue Trainerduo versucht nun, die Aufgaben zu verteilen. „Wir sehen uns als gleichberechtigt“, betont David Tipold. Keiner stelle sich über den anderen.

Tipold, der seit fünf Jahren im Ort wohnt, hat früher Mannschaften im Kleinfeldbereich trainiert. Bei den Senioren ist Wessobrunn seine erste Station. War ja auch nicht geplant. „Wir haben schon gehofft, dass der Koppi weitermacht.“ Mit Kollege Timmermann möchte er einen sehr kommunikativen Stil pflegen. Laut zu werden, helfe oft nichts. Stattdessen sehen sie es als ihre Aufgabe, „die Leute zusammenzubringen“, sie zu motivieren, anzuspornen, „gerade nach Corona“, wie es David Tipold herausstreicht.

Ziel des SV Wessobrunn ist Klassenerhalt

In dieser Hinsicht wirkt ein Trainerwechsel oft wie ein Anschub. „Ging schon mal gut los“, sagt Tipold. Sein Team trainiert regelmäßig und fleißig. „Es fehlt sich nichts, auch wenn wir keine Übermannschaft sind.“ Der SVW definiert sich über das Kollektiv und seine kompakte Defensive. Das sollte für einen gesicherten Mittelfeldplatz reichen. Als Ziel Nummer eins haben die beiden Coaches den Klassenerhalt ausgegeben. Lieber kleine Schritte gehen als stolpern. Nach vorn haben sie keine Ambitionen in Wessobrunn. Für die Fußballer gilt es, den Status quo zu erhalten. Die vereinseigene Jugendarbeit sei nicht schlecht, sagt David Tipold, sie endet allerdings in der D-Jugend. Danach kooperiert Wessobrunn mit Nachbar Rott. „Heutzutage fast ein Muss“, wie der Spielertrainer betont. Sein eher älteres Team müsse sich etwas gedulden, bis ein neuer Schwung Jugendlicher hinzustößt.

Neu im Klub ist Stürmer Andreas Tafertshofer vom SV Haunshofen. Was ihn und seine Mitspieler erwartet, vermögen die Trainer noch nicht abzuschätzen. Zwei Aufsteiger sowie das umgruppierte Team des FC Wildsteig/Rottenbuch II machen die A-Klasse 8 einigermaßen unvorhersehbar. Rott und der TSV Schongau dürften eine gute Rolle spielen, schätzt Tipold, der wie Timmermann auch selbst regelmäßig auflaufen wird. Die Lösung mit einem Spielertrainer wird immer populärer, gerade in den niedrigeren Klassen, in denen ja der Personalmangel den Alltag bestimmt. So auch in Wessobrunn. David Tipold betont: „Draußenbleiben können wir uns gar nicht erlauben. Wir werden uns selbst aufstellen müssen.“ (Andreas Mayr)

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