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Tabellenführung verspielt - FCK Schlehdorfs Leiss stößt ESV Penzberg von der Spitze

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Von: Oliver Rabuser

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Der Gegner war einfach übermächtig: Der ESV Penzberg (in weißen Trikots, hier Bastian Schweiger) kassierte beim FCK Schlehdorf eine 1:5-Watschn.
Der Gegner war einfach übermächtig: Der ESV Penzberg (in weißen Trikots, hier Bastian Schweiger) kassierte beim FCK Schlehdorf eine 1:5-Watschn. Foto: oliver rabuser © oliver rabuser

Der ESV Penzberg konnte die Tabellenführung nicht verteidigen. Beim FCK Schlehdorf erwischten die Gäste einen rabenschwarzen Tag und unterlagen deutlich mit 1:5.

Penzberg – Damit war nach den jüngsten Ergebnissen wahrlich nicht zu rechnen. Der ESV Penzberg gönnte sich im Gastspiel am Kochelsee eine spätsommerliche Auszeit und unterlag dem heimischen FCK Schlehdorf deutlich und auch in dieser Höhe verdient mit 1:5 (1:2). Damit ist die erst in der vergangenen Woche eroberte Tabellenführung in der Kreisklasse 5 auch schon wieder weg.

ESV-Trainer Klaus Fahrner wollte um das Resulat und die Leistung seiner Schützlinge keinen großen Aufreger machen und räumte den gebrauchten Nachmittag für sein Team vollumfänglich ein. „Man hat auch mal schlechte Tage, das war bei einigen Spielern heute der Fall.“ Simon Lantenhammer, Trainer bei den Hausherren, indes war mächtig stolz auf seine Mannen. Seinem gleichberechtigten Trainerkollegen machte er eine – nicht ernst gemeinte – Ansage: „Eigentlich könnte der Jochner Maxi im Urlaub bleiben.“ Wird Jochner vermutlich anders sehen, freuen wird er sich aus der Ferne dennoch über das starke Auftreten seiner Schlehdorfer.

Die versuchten es zunächst mit nur einer Absicherung, aber einem Spielmacher hinter den Spitzen, um den nötigen Druck zu erzeugen. Klappte beim 1:0 perfekt, als Juri Schindler den Pass in die Tiefe im rechten Moment spielte und Michael Schratt ESV-Keeper Julian Staszek keine Chance ließ (9.). Die Taktik brachte für die Schlehdorfer bei Ballbesitz des Gegners allerdings einige Probleme mit sich, sodass Lantenhammer einen zweiten Sechser einwechselte. Der hieß Leonardo Vocaj und entpuppte sich schnell als der gewünschte Stabilisator. Penzbergs Ausgleichstreffer ging eine deutliche Abseitsstellung voraus, die der Unparteiische falsch interpretierte, weswegen Ogün Michael Atug freie Bahn hatte und zum 1:1 vollendete (38.). Doch der FCK ließ sich nicht ins Bockshorn jagen und schlug praktisch im Gegenzug durch Tugrul Vral zurück (40.). Vorbereiter Matthias Leiß hätte noch vor der Pause für die Vorentscheidung sorgen können. Gleichwohl avancierte Leiß später mit einem Doppelpack zum Spieler des Spiels.

Und auch am wichtigen 3:1 kurz nach Seitenwechsel hatte Leiß mit einem Steilpass auf den abgezockt verwandelnden Vocaj großen Anteil. Penzberg musste gleich in der Anfangsphase den Ausfall von Sebastian Schott verdauen, bei dem eine alte Verletzung neuerlich aufbrach. „Ein Schock, aber das können wir eigentlich auffangen“, urteilte Fahrner. Der Coach konnte jedoch „keine Spieler mit Präsenz und Normalform“ ausmachen und sah „zu viele Fehlpässe“, die von den Gastgebern rigoros abgestraft wurden. Fahrner betonte aber, diese Partie „richtig einschätzen“ zu können. „Vielleicht war es in den letzten Wochen einfach zu viel für die Mannschaft.“ Einen Vorwurf wollte er ihr nicht machen. (Oliver Rabuser)

Statistik

FCK Schlehdorf 5

ESV Penzberg 1

Tore: 1:0 (9.) Schratt, 1:1 (38.). Atuk, 2:1 (40.) Vral, 3:1 (49.) Vocaj, 4:1 (53.) Leiss, 5:1 (76.) Leiss. Gelbe Karten: Schlehdorf 2, Penzberg 2. Schiedsrichter: Christian Bridger. Zuschauer: 75.

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