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Er ist künftig nicht mehr an der Seitenlinie: Thomas Heymings ist sein Amt als Trainer des SV Raisting los.

Dicke Luft zwischen Ex-Coach Heymings und Fußball-Chef Weichart

Trainerwechsel bei Raisting II: Rücktritt oder Rausschmiss?

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Zumindest eines steht fest: Thomas Heymings ist nicht mehr Trainer des SV Raisting II. Was die Art und Weise des Abschieds betrifft, gehen die Meinungen allerdings auseinander.

„Thomas Heymings hat seinen Rücktritt angeboten und der Vorstand hat ihn angenommen“, sagte SVR-Fußballerchef Herbert Weichart am Rande des Totopokal-Spiels seiner Mannschaft am vergangenen Mittwoch in Peiting. Ganz anders hört sich das bei Heymings an. „Herr Weichart hat mich angerufen und mir mitgeteilt, dass sich der Verein von mir trennt.“ Eine Begründung von Seiten Weicharts habe es nicht gegeben. „Aber das hat er bei anderen Trainern ja auch schon gemacht“, wie Heymings mit Süffisanz in der Stimme anmerkte.

Besagtes Gespräch hat laut Heymings bereits vor drei Wochen stattgefunden. Im Vorfeld hatte es Spannungen zwischen Heymings und Johannes Franz, dem Trainer der Ersten Mannschaft des SVR, gegeben. Obwohl zu Saisonbeginn beschlossen worden sei, künftig das Training von Erster und Zweiter gemeinsam zu machen, sei er, Heymings, wiederholt nicht in die gemeinsamen Trainingseinheiten eingebunden worden. „Er hat sich seine 16 bis 18 Spieler genommen, ich bin dann mit fünf Spielern übrig geblieben.“ Beim Training am 18. Juli habe er Franz dann mitgeteilt, dass er die Übungseinheit vorzeitig verlassen werde, was er dann auch tat. Tags darauf habe ihn der Vorsitzende Weichart angerufen und ihm mitgeteilt, dass der Verein künftig auf seine Dienste verzichten würde. Der 30-Jährige ist über das Gebaren des Raistinger Fußballerchefs sehr enttäuscht. Obwohl er Angebote von anderen Vereinen gehabt habe, sei er dennoch in Raisting geblieben.

Das ist durchaus bemerkenswert, denn die Situation bei der SVR-Reserve ist alles andere als rosig. Ein Großteil des Kaders ist in die Bezirksliga-Mannschaft aufgerückt. „Das ist schon ziemlich dünn jetzt“, so Roland Perchtold, der die Nachfolge von Heymings antritt. Der 38-Jährige hat in den den vergangenen drei Jahren den FC Hofstetten (A-Klasse) trainiert, zuvor war er mehrere Jahre in Wielenbach tätig. Bei seinem Heimatverein Raisting betreute er in den vergangenen beiden Jahren die D-Junioren, in dieser Spielzeit betreut er die E-Junioren. Im Senioren-Bereich wollte er eigentlich ein Jahr Pause machen, doch daraus wird nichts.

Perchtold ist durchaus bewusst, auf was er sich eingelassen hat. „Das wird eine harte Saison.“ Der Kader ist äußerst knapp besetzt. Wenn es mal gar nicht reicht, stehen Akteure aus der A-Jugend oder aus der AH zur Verfügung. „Irgendwie muss es weitergehen“, sagt Perchtold. Einziges Ziel ist der Klassenerhalt. Zunächst einmal gelte es, sich in die Winterpause zu retten und dann auf personelle Verstärkung – von wo auch immer – zu hoffen. Für die Saison 2019/20 sieht es personell gesehen wieder besser aus. Von den Junioren rücken laut Perchtold zehn, elf Spieler in den Herrenbereich auf. Und die sollen ihren Einstand dann nach Möglichkeit in der Kreisklasse und nicht in der A-Klasse feiern.

von stefan Schnürer
und Roland Halmel

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