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Zum Haare raufen: Vor allem in den vergangenen beiden Partien krankte es bei den Penzbergern (hier Maximilian Panholzer, re., Hannes Huber, dahinter, und Sepp Siegert, li.) an der Chancenverwertung. 

Brunnthal marschiert davon

„Der unbedingt Wille gefehlt“: Penzberg muss gegen Aubing wieder Tore jagen

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Im Heimspiel gegen Verfolger SV Aubing will der Tabellenzweite die Schwäche vor dem Tor wieder abstellen und den Abstand auf den spielfreien Tabellenführer Brunnthal verringern.

VON ROLAND HALMEL

Penzberg – Nach zwei Unentschieden in Folge hat der FC Penzberg den Kontakt zum Spitzenreiter Brunnthal verloren, der jetzt mit neun Punkten Vorsprung enteilt ist. Gleichzeitig rückten die Verfolger dem Tabellenzweiten auf den Pelz. Oberweikertshofen als Dritter ist nur noch zwei und der SV Aubing als Vierter ist drei Punkte entfernt. Mit letzterem Gegner bekommt es die Mannschaft von Trainer Martin Wagner an diesem Samstag im vorletzten Spiel des Jahres zu tun. „Das wird eine richtungsweisende Partie“, sagt Wagner vor dem Duell gegen die Truppe aus dem Münchener Westen, die vor der Saison von vielen Experten zu den Titelanwärtern in der Bezirksliga Süd gezählt wurde.

Dieser Rolle wurden die Aubinger jedoch nicht immer gerecht. Nach einer Schwächephase im September mit drei sieglosen Spielen sind die Aubinger in den vergangenen Wochen wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. 13 von 15 möglichen Punkten sammelten sie in den letzten fünf Spielen. Erfolgsgaranten waren dabei vor allem die Torjäger Emrah Celebic, Valentino Gavric und Maximilian Heigl, die zusammen bisher 30 Treffer erzielt haben. „Sie sind sehr offensivstark“, lobt Wagner die Aubinger, die mit 44 Toren den drittbesten Angriff der Bezirksliga Süd stellen. „Da wird unsere Abwehr ordentlich gefordert, aber vielleicht haben wir im Gegensatz zu den letzten zwei Spielen auch mehr Platz nach vorn“, sagt Wagner. Penzbergs Coach erwartet, dass die Aubinger keine Defensivtaktik wählen wie zuletzt Wolfratshausen oder der FC Phönix. Das Toreverhindern ist auch nicht unbedingt die Stärke der Aubinger, die bisher schon 29 Tore kassiert haben.

Bei den Penzbergern krankte es zuletzt aber mit der Offensivleistung. „Mir hat etwas der unbedingte Wille gefehlt, ein Tor zu erzielen“, monierte Wagner. Das lag auch ein wenig daran, dass mit Hannes Huber und Maximilian Kalus zwei wichtige Kreativspieler fehlten oder angeschlagen waren. Das ist auch gegen Aubing so, gegen die es im Hinspiel ein 2:2-Unentschieden gab. Huber muss wegen eines Faserrisses passen. Für Kalus, der sich mit Leistenproblemen plagt, wird es wohl nur auf einen Kurzeinsatz hinauslaufen. Zudem gab es eine weitere Hiobsbotschaft: Christian Lautenbacher, der nach langer Verletzungspause gerade wieder vor dem Sprung in die erste Garnitur war, zog sich in der vergangenen Woche beim Spiel der zweiten Mannschaft in der A-Klasse einen Kreuzbandriss zu. „Das ist wirklich bitter, denn mit seiner körperlichen Präsenz hätte er uns gut getan“, bedauert Wagner das Verletzungspech von Lautenbacher. Gleichzeitig gibt sich der FCP-Trainer aber kämpferisch: „Wir wollen unbedingt auf Platz zwei überwintern, deshalb ist Verlieren gegen Aubing verboten“, sagt Wagner.

Zum Spiel

Anstoß: Samstag, 14.30 Uhr, Nonnenwaldstadion an der karl-Wald-Straße in Penzberg

FC Penzberg: Wolff – Hiry, Wiedenhofer, Wirtl, Buchner, Siegert, Panholzer, Poplacean, Oberpriller, Samir Neziri, Krämer/Sabir Neziri, Lajqi, M. Kalus Simic, Verep, Dzambas, Vogel (TW)

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