Stets einen Schritt zu langsam: Fast immer bekamen die Raistinger (blau, hier Klaus Bernhard) von Gegner Miesbach (hier Bernhard Mayer) die Hacken zu sehen. foto: gronau

Wehrlos, hilflos, chancenlos

Raisting - Der SV Raisting II bleibt der Prügelknabe der Bezirksliga Süd. Auch bei der 0:5 (0:4)-Heimniederlage gegen den 1. FC Miesbach hatten die Raistinger nicht den Hauch einer Chance.

Raisting – Als der Schlusspfiff ertönte, herrschte Totenstille auf der Raistinger Bank. Beinahe schon schicksalergeben hatten Verantwortliche wie Spieler die Packung gegen die in allen Belangen überlegenen Miesbacher hingenommen. Trainer Uli Greinwald hörte bereits nach einer halben Stunde auf, seine Mannschaft noch anzufeuern oder ihr Instruktionen zu geben. Seine Mannschaft hatte sich zu diesem Zeitpunkt ohnehin schon längst in ihr Schicksal ergeben. „Haben wir jetzt Angst, oder was ist los?“ war der letzte lautstarke Spruch, den die Raistinger von ihrem Trainer zu hören bekamen. Es war auch einfach zu erschütternd, wie widerstandslos sich seine Schützlinge abschießen ließen.

Lediglich in den ersten zehn Minuten waren die Gastgeber ein in etwa gleichwertiger Gegner und entwickelten für ihre Verhältnisse sogar so etwas wie Offensivstärke. Nach und nach aber nahm der Bezirksoberliga-Absteiger von der Schlierach, immer wieder angetrieben vom überragenden Michael Feicht, das Kommando. Zunächst konnte SVR-Torhüter Stefan Stiller noch Schlimmeres verhindern, beim Kopfball des völlig freistehenden Markus Seitz zum 1:0 (22.) war er jedoch chancenlos.

Wer weiß, welche Wendung die Partie genommen hätte, wäre Michael Thumann der Ausgleich gelungen. Doch der Raistinger Stürmer scheiterte nach seinem Alleingang kläglich an Torhüter Benjamin Edenhofer, der ihm zuvor den Ball direkt in die Füße gespielt hatte (27.). Als Feicht im Gegenzug die gesamte Raistinger Abwehr ausgetanzt und auf 2:0 erhöht hatte (28.), war es um den letzten Rest Gegenwehr der Gastgeber geschehen. Bis zur Pause erhöhten die Miesbacher durch Sigmund Heiss (30.) und Martin Rosenberger (40.) auf 4:0, nach dem Wechsel packte Markus Novotny nack knapp einer Stunde noch einen weiteren Treffer drauf (58.). Damit ließen es die Miesbacher aber gut sein.

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