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Das Abwehrbollwerk hielt – bis in die Nachspielzeit: Die Raistinger (v.l. Andreas Köppl, Herman Sigl, Torwart Urban Schaidhauf, Viktor Neveling) ließen insgesamt nur wenige Chancen der Penzberger (im Foto Samir Neziri) zu. Am Ende kassierte der SVR aber doch noch den Ausgleich zum 1:1-Endstand. 

Umkämpftes Derby 

Wiedenhofers Last-Minute-Treffer rettet Penzberg einen Punkt: Raisting-Coach Franz bedient

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Es gab zwar keinen Sieger, aber dafür viel Spannung: Das Derby in der Bezirksliga Süd zwischen dem SV Raisting und dem FC Penzberg endete mit einem 1:1. Der Ausgleich der Gäste fiel in der Nachspielzeit nach einem Freistoß.

Die Begeisterung hielt sich nach dem Schlusspfiff auf beiden Seiten in Grenzen. Beim SV Raisting herrschte Enttäuschung darüber, dass praktisch mit der letzten Aktion der Ball zum zum 1:1 (1:0)-Endstand ins eigene Netz geflogen war. Und die Gäste vom FC Penzberg hatten sich auch mehr ausgerechnet als „nur“ einen Punkt beim bis dato Tabellenletzten. Raistings Roman Schuster hatte die Gastgeber mit einem platzierten Flachschuss mit 1:0 nach vorn gebracht (27.). In der Nachspielzeit erzielte Christian Wiedenhofer mit einem Kopfball das 1:1 (90.+3), vorausgegangen war ein Freistoß von Johannes Huber.

Ziemlich mitgenommen wirkte Raistings Trainer Johannes Franz. „Mir fehlen etwas die Worte“, sagte er nach einer turbulenten Schlussphase. Los ging’s mit einer gelb-roten Karte für den eingewechselten Denis Grgic (78.). Beide Verwarnungen erhielt er binnen weniger Sekunden. Die Hinausstellung – eine harte Entscheidung – war für Franz nicht nachvollziehbar. Ohnehin war er mit der Leistung des Unparteiischen nicht einverstanden. In Unterzahl geriet der kämpferisch überzeugende SVR richtig unter Druck. Einige Spieler, die aufgrund der Personalsituation ran mussten, „haben Teile der Vorbereitung nicht mitmachen können“, so Franz. „Das büßt du dann eben.“ 

Penzberg hatte durch einen geblockten Schuss von Maximilian Panholzer und einen Kopfball von Samir Neziri (84.) Möglichkeiten. Kurz vor Schluss wurde ein Schuss von Penzbergs Josef Siegert im letzten Moment geblockt, im Gegenzug verfehlte der eingewechselte Yannik Hübner das leere Tor (88.). „Macht Raisting diese Chance, dann ist das Spiel gegessen“, so FCP-Coach Thomas Dötsch. So blieben die Gäste im Spiel. Mit dem Ausgleich „haben wir uns zurecht belohnt“, sagte Dötsch.

Die Penzberger hatten zum wiederholten Mal eine englische Woche zu absolvieren gehabt. „Dafür macht es die Mannschaft gut“, so Dötsch. Wirklich zufrieden war er aber nicht. In der ersten Hälfte „waren wir gar nicht da.“

Raistings Coach Franz bescheinigte seiner Mannschaft „eine brutale Reaktion“ auf die jüngsten Niederlagen. Penzberg habe zwar deutlich mehr Ballbesitz gehabt, aber „wir hätten den Dreier auf alle Fälle verdient gehabt“. Am Schluss „hat auch das nötige Glück gefehlt“, so Franz. „Es läuft bislang viel gegen uns.“

Penzberg hatte schon in der ersten Hälfte viel Ballbesitz, doch wirklich gefährlich wurde der FCP kaum. Eine Ausnahme bildete ein Schuss von Maximilian Kalus (16.). Raisting erkämpfte sich oft im Mittelfeld den Ball, von erfolg war aber nur die Aktion Schusters gekrönt, die zur Führung führte.

Nach der Pause eröffneten sich den Gastgebern gegen anrennende Penzberger mehrere Konterchancen, doch Andreas Köppl (56.) und Markus Riedl (60.) vergaben überhastet. Penzberg hatte beim Kopfball von Marco Wirtl Pech; der Ball landete am Pfosten (62.). Auf der Gegenseite schoss Kevin Enzi aus etwa 16 Metern freistehend vorbei (64.).

Statistik: SV Raisting: Schaidhauf – Neveling, Sev. Kölbl, Sigl, Weber, Köppl, Enzi, Bertl, Riedl (68. Grgic), Greis (67. Hübner), Schuster. FC Penzberg: Salcher – Siegert, Hiry, Wiedenhofer, Wirtl, Buchner, Poplacean, Huber, M. Kalus, Krämer (46. Samir Neziri), Panholzer. Tore: 1:0 (27.) Schuster, 1:1 (90.+3) Wiedenhofer. Gelb-rote Karte: Raisting: Grgic (78., Ballsperren/Foul). Schiedsrichter: Gian-Luca Frino (FC Stern München). Zuschauer: 150.

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