Zweikämpfe gab’s in rauen Mengen: Hier klärt Eglfings Markus Mayr (im gelben Trikot) mit einer Grätsche gegen Tobias Speer.
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Zweikämpfe gab’s in rauen Mengen: Hier klärt Eglfings Markus Mayr (im gelben Trikot) mit einer Grätsche gegen Tobias Speer.

Beide Teams können mit Remis gut leben

ASV Eglfing verpasst Heimsieg gegen WSV Unterammergau: „Haben heute mehr gekämpft als gespielt“

  • Stefan Schnürer
    VonStefan Schnürer
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Der ASV Eglfing hat es verpasst, mit einem Heimsieg an Spitzenreiter WSV Unterammergau vorbeizuziehen. Die Partie war geprägt von viel Kampf und wenigen Chancen.

Eglfing – Am gestrigen Sonntagvormittag hielt der ASV Eglfing seine Hauptversammlung ab und danach spielte die örtliche Musikkapelle auf der Terrasse vor dem Sportheim flotte volkstümliche Weisen. Richtig Musik drin war dann auch beim anschließenden Spitzenspiel der Kreisklasse 3 zwischen dem gastgebenden ASV, seines Zeichens Tabellenzweiter, und dem Spitzenreiter vom WSV Unterammergau.

Dass dieses Duell am vorletzten Spieltag der Hinrunde das Topspiel der Runde sein würde, hatten die Vertreter beider Vereine nicht erwartet. Am Ende gab es keinen Sieger, in einer temporeichen und vor allem Kampf geprägten Partie mit nur wenigen Chancen trennten sich die beiden Topteams mit einem 1:1 (1:1). Beide Seiten vermittelten hinterher den Eindruck, dass sie mit diesem Ausgang der Partie sehr gut leben können. „Das ist ein gerechtes Ergebnis, das für beide seiten in Ordnung geht“, sagte etwa Unterammergaus Abteilungsleiter Leonhard Gansler. Eglfings Trainer Christoph Geißlinger kam zu folgender Erkenntnis: „1:1 ist schon das richtige Ergebnis.“

ASV Eglfing gegen WSV Unterammergau: Beide Teams mit Selbstbewusstsein

Schon nach wenigen Aktionen war erkennbar, dass beide Kontrahenten die gleiche Art von Fußball pflegen: körperlich enorm robustes Auftreten mit großer Aggressivität in den Zweikämpfen. Beide Mannschaften demonstrierten eindrucksvoll, dass sie körperlich absolut fit sind. Über die gesamte Distanz beackerten die Spieler hüben wie drüben den Rasen, um jeden Zentimeter wurde gerungen. Da war es nicht verwunderlich, dass das spielerische Element oftmals zu kurz kam. „Wir haben heute mehr gekämpft als gespielt“, konstatierte Geißlinger. Und auch Unterammergaus Gansler vermisste Spielkultur, „deswegen war das heute auch kein Spitzenspiel“. Dabei haben Eglfing wie Unterammergau durchaus Akteure mit einem feinen Füßchen in ihren Reihen.

Beiden Vertretungen war auch anzumerken, dass es für sie in dieser Saison prächtig läuft, die Körpersprache aller 22 Akteure strahlte Selbstbewusstsein aus. Das Endergebnis stand schon nach weniger als einer Viertelstunde fest. Als erste durften die Hausherren jubeln: Nach einer Freistoß-Hereingabe kam Fabian Hirschler frei zum Schuss. Den ersten Versuch wehrte WSV-Torhüter Marco Diroma noch ab, den Nachschuss drückte Hirschler dann mühelos zum 1:0 über die Linie (11.).

ASV Eglfing nach der Pause leicht überlegen, aber ohne Durchschlagskraft

Gleich mit dem nächsten Angriff hätte der ASV den Vorsprung ausbauen können, ja müssen. Bei einem Rückpass der Unterammergauer lief Hirschler entschlossen auf den WSV-Keeper zu, der dadurch verunsichert wurde und den Ball überhastet Korbinian Ertl in die Füße spielte. Der Sturmkollege von Hirschler schaffte es in bester Position aber nicht, den Unterammergauer Schlussmann zu überwinden (13.). Die kalte Dusche für den ASV folgte im Gegenzug: Nach einer Hereingabe musste Ferdinand Brauchle nur noch den Fuß hinhalten – 1:1 (14.). Es war bereits der 17. Treffer des WSV-Torjägers, den die Eglfinger Abwehr ansonsten aber gut im Griff hatte. Bis auf eine weitere Chance (34.) hatte Brauchle keine nennenswerten Aktionen.

Nach dem Wechsel erkämpften sich die Eglfinger eine leichte Überlegenheit, wirklich in Verlegenheit brachten sie die kompakte Abwehr des WSV allerdings nicht. Doch auch die Gastgeber schafften es, die Offensive des Gegners nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. So gab es nur noch wenige Chance auf beiden Seiten: Bei Eglfing sorgten Josef Miller mit einem 15-Meter-Schuss (63.) sowie Anton Miller (80.) mit einem Kopfball nach einer Ecke (80.) für Gefahr. Bei Unterammergau stand Julian Kröker nach einer schönen und schnellen Kombination frei, sein Schuss war jedoch zu schwach und unplatziert und wurde eine Beute von ASV-Keeper Maximilian Schmitt. (Stefan Schnürer)

Statistik

ASV Eglfing - WSV Unterammergau 1:1

Tore: 1:0 (11.) Hirschler, 1:1 (14.) Brauchle. Gelbe Karten: Eglfing 1, Unterammergau 1. Schiedsrichter: Erkan Cerkez. Zuschauer: 80.

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