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Erfahrung im Abstiegskampf hat der neue Weidacher Trainer Ali Kaya (Mi.) schon in Antdorf gesammelt.  

„Wir versuchen, die Klasse doch noch zu halten“

Mission Impossible: Ali Kaya neuer Trainer des 1. FC Weidach

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Zwölf Spiele, null Punkte, 7:59 Tore – so liest sich die ernüchternde Bilanz der Weidacher Fußballer in ihren bisherigen Partien in der A-Klasse 4.

Es gibt leichtere Unterfangen, als den Aufsteiger in den verbleibenden 14 Spielen vor der direkten Rückkehr in die B-Klasse zu bewahren. Doch diese Hoffnung schwingt noch mit bei der Verpflichtung von Ali Kaya. Der 48-jährige Münchner tritt beim 1. FCW die Nachfolge von Lider Yilmaz an, von dem sich der Verein vor zwei Monaten getrennt hatte (wir berichteten). „Die Chance, die Klasse zu halten, ist gering – ganz klar. Aber wir werden es schon versuchen“, verspricht der neue Chefcoach. „Wenn wir anständig zusammenarbeiten, haben wir die Chance, da rauszukommen.“

„Ab der Rückrunde werden wir bei null starten“

Kaya trainierte zuletzt den ASV Antdorf in der Kreisliga. Das Engagement endete nach einem halben Jahr, der Klub stieg in die Kreisklasse ab. Zuvor coachte der Bahnangestellte ausschließlich Vereine in der Landeshauptstadt: den FC Anadolu Bayern II, den FC Viktoria München und Türk Garching – allesamt in der Kreisklasse beheimatet. „Er macht fachlich einen guten Eindruck und ist super nett“, beschreibt Stefan Huschka, Sportlicher Leiter des FCW, den neuen Chefcoach, dessen Kontrakt „erst mal bis Saisonende“ laufe. Tendenziell sei jedoch eine längerfristige Zusammenarbeit angestrebt, betont Huschka. „Wir hoffen, mit ihm zu alter Stärke zurückzufinden. Die Hinrunde ist abgehakt, ab der Rückrunde werden wir bei null starten“, sagt der Weidacher Sportchef. Bei der Suche nach einem geeigneten Trainer sei auch wichtig gewesen, dass der neue Mann charakterlich zum Verein passe. „Auch in der Hinsicht hat er uns voll und ganz überzeugt“, so Huschka, der zwischenzeitlich die Mannschaft gecoacht hatte.

Ali Kaya schreckt die miserable Tabellensituation offenbar nicht. „Ich habe zwei, drei Spiele angeschaut und den Ehrgeiz gesehen, mit dem die Mannschaft versucht, da unten rauszukommen“, erklärt der Coach. „Da habe ich gesagt: Es ist viel Arbeit, aber das wage ich jetzt.“ Dass das Team noch recht jung sei und der Verein zudem eine gute Jugendarbeit habe, habe sich ebenfalls positiv auf seine Entscheidung ausgewirkt.  

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