Der BFV-Präsident Dr. Rainer Koch zeigt sich zufrieden mit dem Jahr 2020.
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Der BFV-Präsident Dr. Rainer Koch zeigt sich zufrieden mit dem Jahr 2020.

Verbandsspitze zieht Fazit zum Coronajahr 2020

BFV: „Stolz auf das Geleistete“ - aber „Riesenloch“ im Haushalt

  • vonMarco Blanco-Ucles
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Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) kam in diesem Jahr nur selten zur Ruhe. In einer Online-Konferenz zieht die BFV-Spitze ihr Fazit zum turbulenten Jahr 2020.

München/Wolfratshausen – Trainings- und Wettkampfverbot. Diskussionen über den Abbruch der laufenden Saison. Einführung des Liga-Pokals. Quotientenregelung. Viele neue, nie da gewesene Dinge beschäftigten den Bayerischen Fußball-Verband (BFV) und seine Mitglieder im abgelaufenen Jahr.

BFV: 26 statt der normalen sechs Tagungen 

Ein Jahr, in dem das Führungsgremium des BFV im Zwei-Wochen-Takt virtuell zusammenkommen musste, um auf die neusten Geschehnisse rund um die Corona-Pandemie zu reagieren. Zum Vergleich: Normalerweise tagen die Verantwortlichen des Verbandes sechsmal im Jahr. 2020 gab es 26 Treffen. Entscheidungen mussten gefällt, Klarheiten geschaffen werden. Immer mit dem Begleitgedanken im Kopf, es niemals allen rund 1,6 Millionen Mitgliedern recht machen zu können.

Koch: „Wir können alle stolz auf das Geleistete sein“

Bei einer Online-Konferenz gaben nun BFV-Präsident Dr. Rainer Koch und Schatzmeister Jürgen Faltenbacher allen bayerischen Funktionären die Möglichkeit zum Austausch über das vergangene Jahr. Das Fazit fiel dabei von beiden Seiten größtenteils positiv aus. „Auch wenn es selbstverständlich manchmal Kritik gab, können wir alle stolz auf das Geleistete sein“, erklärte Koch. Faltenbacher fügte hinzu, dass die Fortsetzung der Saison „die richtige Entscheidung“ war und „ein Großteil der Vereine“ das genauso sieht. Auch der oftmals kritisierte Ligapokal wurde vom BFV-Schatzmeister positiv erwähnt: „Er wurde in kürzester Zeit völlig neu entwickelt. Die Umsetzung war ein großer Erfolg und stößt auf breite Zustimmung bei den Vereinen.“

Wirtschaftlich müssen sich die Mitglieder auf harte Zeiten einstellen, die Pandemie hat den Verband hart getroffen. „Corona reißt ein Riesenloch in unseren Haushalt. Das wird uns in der Zukunft beschäftigen.“, bedauerte Faltenbacher.  mbu

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