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Ausgehebelt wurden Anto Bonic (Mi.) und der BCF Wolfratshausen beim 1:2 gegen Ichenhausen. Nach ordentlichen 40 Minuten wurden die Platzherren für ihre Fehler bestraft und sind in der Tabelle weiter abgerutscht.

Ein Samstag, der weh tut

Bönig ärgert sich: „Das x-te Mal, dass wir einen krassen Fehler machen“

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Nach der zweiten Heimniederlage binnen acht Tagen muss sich der BCF Wolfratshausen nicht nur mit der Abstiegszone, sondern auch mit seiner Spielphilosophie beschäftigen.

Wolfratshausen – Die mit Abstand schlechteste Halbzeit dieser Saison hat Bayernliga-Absteiger Wolfratshausen nach kurzem Zwischenhoch unvermittelt zurück in eine prekäre Situation gebracht. Zumal das 1:2 gegen den SC Ichenhausen bereits die vierte Heimpleite der Farcheter war. „Für uns wieder ein Samstag, der weh tut“, kommentierte Philipp Bönig das Resultat. In seiner ersten Enttäuschung sprach der BCF-Cheftrainer von „Nackenschlägen“, die es in den kommenden Wochen zu verarbeiten gelte.

In erster Linie aber werden sich Bönig und sein Stab mit der Stabilität ihrer Kicker befassen müssen. Ein Aussetzer reichte aus, um eine über 40 Minuten ordentliche Vorstellung kaputt zu machen. Bönig sah zu Beginn eine „gute Reaktion“ im Hinblick auf die letztwöchige Niederlage gegen Gilching. „Schade, dass wir nur ein Tor erzielen konnten.“ Timon Hummel kam Mitte des ersten Abschnitts nach Freistoßflanke von Flo Shalaj und Kopfballverlängerung an den Ball, den er im langen Toreck zum 1:0 ablegte. Verantwortlich für den anschließenden folgenschweren Patzer war diesmal Dominik Kuija. Ein Lapsus, der einem 18-Jährigen unterlaufen kann. Vielmehr reibt sich Bönig an der Häufigkeit: „Das x-te Mal, dass wir einen krassen Fehler machen.“

Stadionsprecher Ludwig Taubenberger versuchte zur Pause, die Stimmung aufzuhellen. „Noch nichts passiert“, kündigte er einen „spannenden“ zweiten Akt an. Weit gefehlt: Der BCF fand praktisch nicht mehr statt, agierte ideenlos und fahrig bei Standards. Bärbel Eisenmann konnte nicht mehr hinschauen. Die langjährige Betreuerin eilte an Taubenbergers Mikrofon und schickte zwei inbrünstige „BCF“-Rufe durch die Lautsprecher. Es war das einzige Mal, da sich heimischen Fans unter den gerade mal 60 Zuschauer amüsieren sollten.

Ichenhausen wartete auf den zweiten Fehler der Platzherren, und der kam prompt: Niemand störte Denis Nickel bei dessen Vertikallauf durch die BCF-Hälfte. Torjäger Marco Boyer erledigte den Rest. „Ein Spieler darf niemals so lange mit dem Ball quer laufen“, rügte Bönig. Tom Askovic-Mittermeier vergab danach die größte Ausgleichschance, während die beiden Ampelkarten auf Seiten der Schwaben nicht mehr ins Gewicht fielen.

BCF Wolfratshausen – SC Ichenhausen 1:2 (1:1)

Tore: 1:0 (24.) Hummel, 1:1, 1:2 (42., 59.) Boyer. Gelbe Karten:Gröschel, Onyemaeke, Shalaj (alle BCF); Hecklmüller, Lohr (alle SCI). – Gelb-rot: Beckmann (89.), Kustermann (90+1 – beide SCI). – Schiedsrichter: Philipp Eisenmann (Bayern München). – Zuschauer: 60

BCF:Radic – Gobitaka (70. Askovic-Mittermeier), Hummel, Onyemaeke, Kurija, Shalaj, Gröschel (82. Potenza), Reitl (82. Kaygisiz), Bonic, Lehr, Tokdemir.

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