Tief verwurzelt beim BCF Wolfratshausen ist Markus Rappel (am Ball), der insbesondere für die 2. Mannschaft schon viele wichtige Tore erzielt hat. An ein Karriereende denkt der 31-Jährige noch nicht.
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Tief verwurzelt beim BCF Wolfratshausen ist Markus Rappel (am Ball), der insbesondere für die 2. Mannschaft schon viele wichtige Tore erzielt hat. An ein Karriereende denkt der 31-Jährige noch nicht.

Treue Seele des BCF

Markus Rappel: Ein Leben lang BCF Wolfratshausen

  • Thomas Wenzel
    vonThomas Wenzel
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Markus Rappel ist seit seinem dritten Lebensjahr Mitglied beim BCF Wolfratshausen. Ein anderer Verein kam und wird für ihn nie infrage kommen.

Wolfratshausen – Der Weg für Markus Rappel war vorgegeben. Vater Alfons und Mutter Maria waren selbst beim BCF Wolfratshausen als Fußballer, Trainer und Jugendleiter aktiv, der Bub wurde also im Alter von drei Jahren beim Farcheter Ballclub angemeldet. „Auch weil unsere Familie gut mit dem langjährigen Abteilungsleiter Toni Gamperl befreundet war“, erinnert sich der 31-Jährige. Der gebürtige Wolfratshauser durchlief alle Nachwuchsteams des BCF und galt bald als großes Talent.

Rappel: Sieben Einsätze in der Bayernliga

Als er in den Herrenbereich aufrückte, bekam er unter dem damaligen Coach Andi Brunner seine Chance: Rappel zählte fortan zum Landesliga-Kader, konnte sich bei Leistungsträgern wie Lech Kasperek, Karl Murböck, Michael Miedl und Volkan Yurdabak etwas abschauen. Auf zwei Einsätze kam der Offensivspieler in der Saison 2009/10, die der Ballclub auf Rang sieben abschloss. Auch der spätere BCF-Trainer Reiner Leitl hielt große Stücke auf Rappel, ließ ihn im Bayernliga-Kader um die Führungsspieler Marco Höferth, Michael Rödl, Michael Marinkovic, Christian Duswald und Jona Lehr mittrainieren. Tatsächlich brachte es das Eigengewächs dann auf sieben Einsätze in der Bayernliga Süd.

Rappel: Die haben immer gewusst, dass ich beim BCF tief verwurzelt bin

Worauf Rappel zurecht stolz ist. „Für ganz oben hat es halt bei mir nicht gereicht“, räumt der 31-Jährige ein. Dass es mit etwas mehr Biss vielleicht doch geklappt hätte, will der gelernte Speditionskaufmann gar nicht verhehlen: „Mir ging es beim Fußball immer nur um den Spaß.“ So zählte Rappel in den folgenden Jahren stets zu den Stammkräften in der Farcheter Reserve, machte mit Toren und Vorlagen auf sich aufmerksam. Einen Bestwert erreichte er 2017/18, als er in der A-Klasse 4 in 23 Partien 21 Treffer markierte und damit seiner Elf den Aufstieg in die Kreisklasse bescherte. Offizielle Anfragen von Nachbarvereinen hat es laut Rappel nie gegeben: „Die haben immer gewusst, dass ich beim BCF tief verwurzelt bin.“

Rappel: Haben den Aufstieg noch nicht abgehakt

Noch eine Stufe höher klettern möchte die 2. Mannschaft des Ballclubs in diesem Jahr – falls die abgebrochene Saison wie vom Verband vorgesehen im September fortgesetzt wird. „Wir haben den Aufstieg noch nicht abgehakt“, betont der 31-Jährige. Gedanken an ein Ende seiner Karriere hat sich der Stürmer, der zwischenzeitlich auch einige Jahre das Frauenteam des BCF trainiert hat, noch nicht gemacht: „Es macht mir immer noch Spaß, mich mit den Jungs jede Woche zwei- oder dreimal zu treffen. Das ist ja ein Freundeskreis, da verbindet man beim Fußball Hobby und Privates miteinander.“ (THOMAS WENZEL)

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