1. Startseite
  2. Sport
  3. Amateurfußball
  4. Landkreis Wolfratshausen

„Wieder war die Chancenverwertung unser Manko“ - BCF Wolfratshausen lässt trotzdem nichts anbrennen

Erstellt:

Von: Oliver Rabuser

Kommentare

Nachdem er zuerst zwei dicke Chancen ausgelassen hatte, erzielte Matija Milic (li.) für den BCF Wolfratshausen den 3:1-Siegetreffer beim Match bei Hertha München.
Nachdem er zuerst zwei dicke Chancen ausgelassen hatte, erzielte Matija Milic (li.) für den BCF Wolfratshausen den 3:1-Siegetreffer beim Match bei Hertha München. © or

Der BCF Wolfratshausen hat sich oben festgebissen. Vor der Partie gegen den 1. FC Penzberg stehen die Farcheter auf Rang drei der Tabelle und dürfen träumen.

München/Wolfratshausen – Es bleibt dabei: Der BCF Wolfratshausen gehört zu den besseren Teams der Bezirksliga Süd. Ob sich die Elf von der Kräuterstraße im Frühjahr 2022 den Top-Mannschaften zugehörig fühlen, sprich um den Aufstieg mitspielen darf, entscheidet die Konstanz, die es in Summe noch zu verbessern gilt. Der 3:1-Erfolg am Sonntag beim FC Hertha München ist hierfür schon mal ein wichtiger Grundstein. Durch den zehnten Saisonsieg rückt die Elf von Mitch Rödl vor dem Jahresabschluss gegen den 1.FC Penzberg auf Rang drei vor.

BCF Wolfratshausen: Schwache Chancenverwertung seit Abgang von Mirza Dzafic

Im Sendlinger Südpark ließen die Farcheter nichts anbrennen. Schon in der ersten Minute lohnte das hohe Anlaufen auf dem schmalen Kunstrasenplatz: Jona Lehr kam in Ballbesitz, schlug am Sechzehner einen seiner berüchtigten Haken und schoss unhaltbar zum 0:1 ein. „Ein temporierter Vollspannstoß“, urteilte Rödl, der sich nach Musti Kantars Magendarm-Schwäche neben seinen Co-Trainer im Angriff postiert hatte. Dass dort durchaus Zugzwang vorherrscht, musste Rödl leidvoll bei seinen zwei aussichtsreichen Gelegenheiten erfahren.

Doch ließ nicht nur der Coach, sondern auch zweimal Matja Milic und erneut Lehr weitere Tormöglichkeiten verstreichen. „Wieder war die Chancenverwertung unser Manko“, bedauerte Rödl. So ganz konnte der Verlust von Mirza Dzafic nie kompensiert werden. Vielleicht sollte sich der BCF im Winter nach einem neuen Torjäger umsehen. Denn so schlecht stehen die Aussichten auf einen Wiederaufstieg in die Landesliga nicht.

BCF Wolfratshausen: Schubnells trifft nach „super Einzelleistung“

Ralf Schubnell erledigte dann das, was das zuständige Ressort nicht gebacken bekam. Der Kapitän spekulierte zunächst erfolgreich auf einen Ballgewinn im Mittelfeld, spitzelte sich dann an zwei Hertha-Verteidigern vorbei, um auch noch Keeper Andreas Funkenrieder das Nachsehen zu geben. „Super Einzelleistung“, anerkannte der Coach. Ein Stellungsfehler der BCF-Defensive nötigte dann Patrick Weilguni zum Elferfoul, das die Münchner auf 1:2 heranbrachte. Spielanteile und Kräfteverhältnisse veränderten sich gleichwohl nicht. „Wir sind trotzdem gut dabei geblieben“, resümiert Rödl.

Abschnitt zwei verlief weit zerfahrener. Hertha schickte in John Edebiri einen Hünen aufs Feld, operierte fortan zuvorderst mit langen Bällen. Doch besorgte Milic nach einem Steilpass via Konter das 3:1 und damit die Entscheidung. (OLIVER RABUSER)

FC Hertha München - BCF Wolfratshsn. 1:3 (1:2)

Tore: 0:1 (1.) Lehr, 0:2 (2.) R. Schubnell, 1:2 (39.) Storch, 1:3 (84.) Milic.

Schiedsrichter: Maximilian Baumgartner (SC Vachendorf) – Zuschauer: 70.

BCF: Neumeier – Weilguni, Hummel, Stipic (87. Bonic), Rose, R.Schubnell, P.Schubnell, Spreiter (73. Arikan), Milich, Rödl (64. Kantar), Lehr (88.) Hölting.

Auch interessant

Kommentare