1. Startseite
  2. Sport
  3. Amateurfußball
  4. Landkreis Wolfratshausen

BCF Wolfratshausen bastelt weiter am Kader: Talent Dötsch kommt – Bislimi geht

Erstellt:

Von: Oliver Rabuser

Kommentare

Bereits in Futsal-Bundesliga beim FC Penzberg kam Jean-Luca Dötsch (re.) zum Einsatz, der jetzt zum BCF Wolfratshausen wechselt.
Bereits in Futsal-Bundesliga beim FC Penzberg kam Jean-Luca Dötsch (re.) zum Einsatz, der jetzt zum BCF Wolfratshausen wechselt. Foto: andreas mayr © andreas mayr

Der BCF Wolfratshausen nimmt die letzte Feinjustierung an seinem Bezirksligakader vor.

Wolfratshausen – Während sich mit Jean-Luca Dötsch ein vielversprechendes Talent dem Farcheter Offensivverbund anschließt, wird Außenbahnspieler Hilmi Bislimi wie vermutet den Bezirksligisten verlassen. Auf dem Wunschzettel steht jetzt noch ein weiterer Torsteher.

Am Nikolaustag vollendete Jean-Luca Dötsch das 21. Lebensjahr – und passt damit schon mal ideal in das Anforderungsprofil des Ballclubs und dessen Bestreben, die Erste Mannschaft perspektivisch und mittelfristig wieder für höherklassigen Fußball auszurichten. Der Offensivmann war zuletzt beim TSV Oberalting, davor beim SC Pöcking aktiv, hat somit im Landkreis noch keine Spuren hinterlassen. Sehr wohl aber der Papa: Thomas Dötsch stand als Coach sowohl beim TuS Geretsried II (2010 bis ’12), als auch beim SV Bad Tölz (2014/15) in der Verantwortung. Zuletzt wirkten beide gemeinsam in Oberalting. Als sich der Klub zum Ende der Herbstrunde vom Trainer trennte, wurde auch beim Filius der Wechselwunsch offenkundig.

Kontakt zu Dötsch bestand seit Längeren. Schon unter Leo Fleischers Vorgänger Mitch Rödl wurde er auf einer Liste mit potenziellen Kandidaten geführt. „Jean-Luca hatte vor zu wechseln, und wir waren seine erste Adresse“, unterstreicht Fleischer. Obgleich der 21-Jährige aus der Kreisklasse kommt, ist der BCF-Coach von dessen Talent überzeugt: „Er braucht nicht lange, um sich an das Niveau zu gewöhnen.“ Für Dötschs technische Fähigkeiten spricht, dass er Teil der Penzberger Futsal-Bundesligamannschaft war. Der Trainer nennt seinen Neuzugang einen „spielstarken Achter“, mit eingebauter Suchfunktion für den Mitspieler. Kurzum: „Er ist genau der Typ, den wir im Kader noch brauchen.“

Nicht mehr zur Belegschaft gehört indes ab sofort Hilmi Bislimi. Der Flügelspieler verletzte sich zum Saisonbeginn schwer. Hinten raus verlängerte sich die Ausfallzeit wegen Krankheit und Prüfungsstress. Der 20-Jährige arbeitete emsig am Comeback, musste sich aber eingestehen, dass der Aufwand mit den beruflichen Erfordernissen nur schwer in Einklang zu bringen ist. „Sein Potenzial ist einige Male aufgeblitzt“, urteilt Fleischer, der aufgrund der Umstände „keine sportliche Veränderung“ erkennen kann. Zumal mit den Neuzugängen Furkan Yavuz und Emre Uguz Alternativen parat stehen.

Mit diesen Personalien sind die Transferaktivitäten der Wolfratshauser prinzipiell abgeschlossen. Ein Monitoring gibt es lediglich noch für die Planstelle des Torhüters. Armin Herbert und Timo Klinkmüller sind aktuell die beiden einzigen Keeper für beide Herrenteams. Adrian Neumeier ist nach seinem Kreuzbandriss noch nicht soweit, um der Mannschaft zum Rückrundenauftakt helfen zu können. Luca Hölting ist zum Studieren nach Innsbruck. „Etwas wenig“, unkt Fleischer. Aber auf die Schnelle wohl auch nicht zu ändern. (Oliver Rabuser)

Auch interessant

Kommentare