Er bedrohte offenbar seine eigene Familie: Polizei erschießt Mann

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Sank im Spiel gegen Wörnsmühl nach einem Zusammenprall bewusstlos zu Boden: BCF Wolfratshausen Keeper Armin Herbert. 

BCF Wolfratshausen: Laurin Walter rettet bewusstlosen Teamkollegen Armin Herbert

Schockmoment! BCF-Keeper sinkt bewusstlos zu Boden - Mitspieler reagiert schnell 

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Beim Spiel der zweiten Mannschaft der BCF Wolfratshausen II gegen den SC Wörnsmühl sinkt der Wolfratshauser Keeper bewusstlos zu Boden. Ein Teamkollege reagiert überragend. 

Ein heftiger Zusammenstoß sorgte beim Kreisklassenspiel zwischen der Reserve des BCF Wolfratshausen und dem SC Wörnsmühl für einen Schockmoment. Bei dem Versuch, einen Ball außerhalb des Strafraums zu klären, krachte BCF-Torhüter Armin Herbert frontal mit dem Wörnsmühler Angreifer Matthias Fichtner zusammen. Herbert sackte zu Boden, verlor sofort das Bewusstsein. „Das ist wahnsinnig blöd gelaufen“, sagt Schiedsrichter Franz Bernlochner. „Ich habe sofort gesehen, dass da was nicht stimmt, so regungslos wie der Torwart da lag.“

Denselben Gedanken hatte Herberts Teamkollege Laurin Walter. „Ich habe es im ersten Moment nicht richtig wahrgenommen, habe auch nicht gesehen, wo er getroffen worden ist“, sagt der Linksverteidiger, der die Situation in Erwartung eines Abseitspfiffs „eigentlich schon abgehakt“ hatte. Als er sah, dass sein Mitspieler sich nicht mehr rührte, handelte der angehende Polizist blitzschnell. „Ich habe aus Reflex geschaut, dass die Atemwege frei werden. Seine Zunge war schon ein Stück in den Rachen gerutscht“, schildert er die Situation. Das hätte im schlimmsten Fall zum Ersticken führen können.

Um sein schnelles und zielgerichtetes Eingreifen mag der 22-Jährige kein großes Aufheben machen. „Klar, das ist eine Situation, die man nicht so oft erlebt. Dass jemand seine Zunge verschluckt, hatte ich auch noch nicht gesehen“, gesteht Walter. Zufällig habe er jedoch ein paar Wochen zuvor eine ähnliche Szene – ein Torhüter war vom Knie eines gegnerischen Stürmers niedergestreckt worden und bewusstlos zusammengebrochen – in einem russischen Fußball-Video gesehen. Deshalb habe er nicht lange gezögert. „Es ist besser, man macht irgendwas, als gar nichts zu machen. Und den Bewusstlosen in die stabile Seitenlage bringen und den Kopf überstrecken, das hätten andere auch gemacht.“

„Das war vorbildlich, wie er das gemacht hat“, lobt Trainer Lulzim Kuqi das entschlossene Handeln seines Verteidigers. Kurze Zeit später sei der Keeper wieder aufgewacht. „Er hat nicht gewusst, wo er ist, was los war“, so Kuqi, der den Torhüter anschließend vom Feld nahm.

Für sein ungestümes Einsteigen zeigte Schiedsrichter Bernlochner dem Wolfratshauser Schlussmann die gelbe Karte. Gegenspieler Fichtner überstand den Zusammenprall folgenlos. Ihn erwischte es jedoch in der 82. Minute: Nach seinem Tor zum zwischenzeitlichen 3:1 für die Gäste humpelte der 21-Jährige mit schmerzverzerrtem Gesicht vom Platz – Verdacht auf Kreuzbandriss.

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