Spielt künftig höherklassig: Yasin Keskin wechselt vom BCF Wolfratshausen zum Landesligisten TuS Holzkirchen.
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Spielt künftig höherklassig: Yasin Keskin wechselt vom BCF Wolfratshausen zum Landesligisten TuS Holzkirchen.

Mitch Rödl über den Ligapokal:„Eine gute Möglichkeit um aufzusteigen“

BCF Wolfratshausen: Plötzlich ist der Aufstieg eine Möglichkeit

  • vonOliver Rabuser
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Beim BCF Wolfratshausen verweilt man in Erwartung der Rückkehr zum geregelten Spielbetrieb. Einige Sachen haben sich im Kader noch verändert.

Wolfratshausen – Noch müssen sich Mitch Rödls Fußballer in Geduld üben, mit wöchentlicher Bewegungstherapie vorliebnehmen. Doch sprechen die Indizien für ein absehbares Ende des Dekrets über kontaktlose Trainingseinheiten. „Ich hoffe, dass es jetzt bald wieder losgeht“, ist auch Rödl des zwangsverordneten Müßiggangs überdrüssig.

Yasin Keskin wechselt zum TuS Holzkirchen

Zumal ja, Stand heute, ab September der Wettstreit um Punkte wieder aufgenommen werden soll. „Dann ist es eh bald Zeit für eine klassische Vorbereitung“, gibt der Coach des Bezirksligisten zu bedenken. Ehe es so weit ist, wird sich der Kader der Flößerstädter noch marginal verändern, respektive hat er in einem Punkt bereits eine Überarbeitung erfahren. Nicht ganz zum Gusto des Trainers. Denn Yasin Keskin wechselt mit sofortiger Wirkung zum Landesligsten TuS Holzkirchen.

Der Linksverteidiger reiht sich damit in eine stattliche Liste an Kickern ein, die aus Farchet in den östlich angrenzenden Landkreis übersiedelten. Vor Keskin spielten bereits Basti Pummer, Marco Höferth, Andrej Skoro, Enim Kaya oder Chris Korkor zuvor für den Ballclub. „Menschlich und sportlich sehr schade“, bedauert Rödl Keskins Abwanderung. Gleichzeitig äußert der 35-Jährige aber Verständnis dafür, in jungen Jahren „noch einmal höherklassig“ spielen zu wollen. Beide Klubs einigten sich dem Vernehmen nach auf monetärer Ebene. „Für Yasin gut, für uns weniger“, hält Rödl mit Blick auf den zahlenmäßig ohnehin knapp bemessenen Kader fest.

Im Gegenzug besteht für Rödl die Möglichkeit, mit üppigerer Personaldecke zu kalkulieren. Denn beim gemeinschaftlichen Austoben auf dem Rasenplatz am Kanal finden sich „einige junge Trainingsgäste“ ein. Wer letztlich von den Probanden für ein Engagement in der Bezirksliga in Frage kommt, hängt maßgeblich von der Zustimmung des jeweils abgebenden Vereins ab. „Wir sondieren, was möglich ist“, sagt Rödl. Zwar nannte der Coach noch keine Namen, doch sind die betreffenden Spieler mehrheitlich aus der Region, auch der Blick auf die eigene A-Jugend bleibt hier nicht aus.

Patrick Weilguni kommt zum BCF Wolfratshausen

Eine Fixzusage erhielt Rödl indes von Patrick Weilguni. Der vormalige Kicker des TuS Geretsried und der DJK Waldram schloss sich im Spätherbst vom TSV Königsdorf kommend der zweiten Mannschaft des BCF an. Jetzt aber teilte der 27-Jährige mit, sich stärker in den Klub einbringen zu wollen. „Er ist die gesamte Rückrunde bei uns“, bestätigt der Übungsleiter.

Dazu zählt neben den zehn verbleibenden Punktspielen jetzt auch ein als Kompensationswettbewerb ins Leben gerufener Ligapokal. Dabei treffen die Wolfratshauser in einer regionalen Vorrundengruppe auf den SV Raisting, FC Penzberg, SC Pöcking, MTV Berg, und damit ausnahmslos auf Konkurrenz aus der heimischen Bezirksliga. Bis zur Winterpause soll die Gruppenphase beendet sein, im neuen Jahr geht es überregional weiter. „Besser als nichts, wir nehmen es, wie es kommt“, kann sich Rödl mit der Terminierung nur mäßig anfreunden.

Mitch Rödl: „Das hat mit der bisherigen Saison nicht mehr viel zu tun“

Er finde die neuerliche Aufteilung der restlichen Spielzeit „unglücklich.“ Gerade im Hinblick auf mögliche Spielerwechsel. „Die einen Klubs verpflichten jetzt, andere im Winter. Das hat mit der bisherigen Saison nicht mehr viel zu tun.“ Gleichwohl lasse sich aus dem Zusatzbewerb durchaus eine Perspektive ableiten. „Eine gute Möglichkeit um aufzusteigen“, betont Rödl. Das, was der BCF in der Liga kaum mehr zu realisieren vermag, könnte er über einen Erfolg im Ligapokal erreichen. Fünf zusätzliche Startplätze in der Landesliga wurden ausgelobt. „Ein guter Anreiz und auch für die Zuschauer spannend.“ Bei Abwägung aller Argumente sei das für den ungewöhnlichen Übergang zwischen zwei Spielzeiten eine „gute Lösung“.

(Oliver Rabuser)

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