BCF Wolfratshausen, SC Ichenhausen
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Einsatz fraglich: Mittelfeldmann Barbaros Barut (re.), dessen BCF beim SC Ichenhausen zu Gast ist.

SC Ichenhausen gewann Hinspiel 2:1

Wolfratshausen will gegen Ichenhausen ersten Sieg seit fünf Monaten

  • vonOliver Rabuser
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Es ist immer die selbe Leier. Unentschieden, Punkteteilung, Remis – Philipp Bönig weiß nicht so recht, ob er genervt sein oder darüber lachen soll. Seine Mannschaft gebe sowohl für Selbstironie, als auch für kritische Betrachtung Anstoß, meint der Trainer des BCF Wolfratshausen.

Es ist immer die selbe Leier. Unentschieden, Punkteteilung, Remis – Philipp Bönig weiß nicht so recht, ob er genervt sein oder darüber lachen soll. Seine Mannschaft gebe sowohl für Selbstironie, als auch für kritische Betrachtung Anstoß, meint der Trainer des BCF Wolfratshausen. Tatsächlich aber kommt sie nicht vom Fleck: Der letzte Sieg liegt inklusive Winterpause über fünf Monate zurück. Danach gab es in fünf Pflichtspielen mit Farcheter Beteiligung keinen Sieger. Und in nahezu jeder dieser Begegnung boten sich dem Landesligisten eine oder mehrere Gelegenheiten, den entscheidenden Vorteil herauszuarbeiten. „Das letzte Quäntchen fehlt“, muss Bönig in der Retrospektive einräumen.

Ungeschlagen zu bleiben, mag die Moral des Teams zweifellos zu festigen. Nur: Gewinnen nur zwei der Verfolger ein mickriges Spiel, steht der Ballclub sogleich wieder am Abgrund. Schlimmer noch: Fester Bestandteil des Restprogramms sind die Partien gegen das Führungsquartett. Dazu zählt auch die Partie an diesem Samstag beim Tabellenfünften SC Ichenhausen (14 Uhr, Hindenburgpark). Somit verklärt die hohe Anzahl an Unentschieden die tatsächliche Situation eher. „Wir sind selber schuld“, stellt Bönig klar. Stets hatte man zuletzt die Chance auf das 2:0 – ein Versäumnis mit gravierenden Folgen: „Deswegen können wir uns nicht freischwimmen.“ Finden die Flößerstädter nicht bald einen Weg, wie sie gewinnen können, drohen am Ende der Saison massive Probleme. „Es geht jetzt um die Effizienz“, nimmt der 39-Jährige seine Eleven in die Pflicht. Entweder zielstrebiger auf die Entscheidung hinarbeiten oder eben gänzlich ohne Gegentor bleiben. Prinzipiell traut das Bönig seiner Mannschaft dies zu, attestiert ihr ein „ordentliches Abwehrverhalten“.

Doch ein Lapsus war zuletzt immer dabei, dass man nicht über 90 Minuten fehlerfrei blieb. Bönig weiß als Ex-Profi natürlich um den Nebeneffekt der schwindenden Aufmerksamkeit in intensiven Partien. Dennoch sei es unerlässlich, die entscheidenden Situationen „noch konzentrierter“, zu verteidigen. Also nicht so wie im Hinspiel, als der BCF dem heutigen Gastgebern aus dem Landkreis Günzburg mit 1:2 unterlag.

Immerhin: Sollten die kleinen Fragezeichen hinter dem Einsatz von Barbados Barut bis zum Anpfiff auf ein akzeptables Maß reduziert werden, kann Bönig erstmals in zwei aufeinanderfolgenden Partien die gleiche Startelf aufbieten. Am Rande: Das Nachholspiel beim TSV Landsberg wurde jetzt auf Mittwoch, 24. April, terminiert.

BCF Wolfratshausen

Radic – Cakir, Gobitaka, Hummel, Keskin, Potenza, Barut (?), Boubacar, Tokdemir, Kleinert, Lehr – Herbert, Kurija, Kantar, Askovic, Bonic, Kaygisiz, Zander.

Schiedsrichter:Philipp Ettenreich (VfL Zusamaltheim).

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