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Wolfratshausen verpasst Anschluss an Aufstiegsplätze - Rödl: “Da sehen wir schlecht aus“

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Von: Oliver Rabuser

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Einen Schritt voraus waren die überraschend starken Penzberger bei ihrem 4:1-Erfolg den Kickern des BCF Wolfratshausen um Kayra Arikan.
Einen Schritt voraus waren die überraschend starken Penzberger bei ihrem 4:1-Erfolg den Kickern des BCF Wolfratshausen um Kayra Arikan. © Hans lippert

Der BCF Wolfratshausen verliert gegen starker Penzberger deutlich mit 1:4. Damit rücken die Gäste bis auf fünf Punkte am BCF ran.

Wolfratshausen – In Summe reicht’s am Ende vielleicht nicht ganz. Die 1:4 (1:2)-Niederlage am Samstag gegen einen auffällig starken 1. FC Penzberg offenbarte dann doch ein gewisses Manko an Qualität im Kader des BCF Wolfratshausen – auch wenn Trainer Mitch Rödl nicht müde wird, die neu geschaffene Community an der Kräuterstraße und deren Umgang untereinander zu loben.

Knallharte Effektivität der Gäste in Verbindung mit einer inkonsequenten Arbeit gegen den Ball gaben aus Sicht der Farcheter den negativen Ausschlag im Bezirksliga-Derby. „Vier klare Chancen, drei Tore“, fasste Rödl die Momente der Penzberger im ersten Abschnitt zusammen. Seine Elf hingegen hatte allenfalls die Möglichkeit, „zwei bis drei Mal hinzuschmecken“.

Damit ist vieles gesagt, längst aber nicht alles. Denn in Spielminute zwei trat Penzbergs Maxi Kalus Wolf-ratshausens Defensivmann Anto Stipic übermotiviert aus der Partie. Der Ball über Hüfthöhe, der Fuß von Kalus gestreckt und unbeugsam. „Man kann durchaus Rot geben“, urteilte Rödl. FCP-Coach Martin Wagner sprach hinterher mit dem Täter, betonte den fehlenden Vorsatz, räumte aber auch ein: „In der 70. Minute gibt es wohl eher Rot.“

BCF Wolfratshausen: Fehler im Aufbauspiel kostete das 0:1

Doppelt bitter für die Flößerstädter: Kalus war auch der Schütze des 0:1. Per Kopf traf der Offensivspieler nach scharfer Flanke von Maxi Berwein. In der Entstehung hatte Peter Schubnell den Ball im Aufbauspiel unverhofft an Marco Hiry verloren. „Nicht optimal für uns“, sah der BCF-Coach seinen Matchplan wie ein fragiles Kartenhaus in sich zusammenstürzen. Zumal er weiteres Unbill ausmachte. Bei Ballverlust hätte man „keinen Zugriff in der Umschaltbewegung“ der Gäste gehabt. Ohne Stipic fehlte es an Geschwindigkeit in der Abwehr; die aber ist notwendig gegen eine wendige Truppe wie sie der FCP hat.

Letztlich war zur Pause alles entschieden. Efe Kurtar fand sich am Sechzehner in bester Schussposition wieder, und als der Ball des Weges kam, setzte er ihn schmuck zum 0:2 in den Torwinkel. Andreas Schneeweiß profitierte in ähnlicher Position davon, dass der Ball noch von BCF-Verteidiger Timon Hummel abgefälscht wurde und vollstreckte zum 0:3. Obendrein blieb ein klares Elfmeterfoul an Schneeweiß ungeahndet. „Es ist leider viel für Penzberg gelaufen“, vermisste Rödl das nötige Ballglück. Ein kurzer Hoffnungsschimmer tauchte am nebligen Himmel auf, als Musti Kantar eine abgelenkte Hereingabe von Manuel Spreiter zum 1:3 versenkte. Danach hätten sich die Farcheter ihrerseits den Elfmeterpfiff nach Vergehen an Kantar erhofft. Tatsächlich aber machte Penzberg nach einer Berwein-Flanke und Kopfball von Fazlican Verep den Deckel drauf.

„Er köpft aus dem Stand, da sehen wir schlecht aus“, gestand Rödl ein. Trotz des unglücklichen Schlussakkords vor der Winterpause ging der BCF-Coach aber milde mit seiner Mannschaft um: „Das Ergebnis ist enttäuschend, aber wir haben uns nicht zerfleischt.“ (OLIVER RABUSER)

BCF Wolfratshausen – 1. FC Penzberg 1:4 (0:3)

Tore: 0:1 (6.) Kalus, 0:2 (33.) Kurtar, 0:3 (39.) Schneeweiß, 1:3 (51.) Kantar, 1:4 (67.) Verep. – Zuschauer: 120.

BCF: Neumaier – Weilguni, Kantar, Spreiter (75. Hölting), Arikan (60. Eismann), Milic, Hummel, P. Schubnell, Rödl (46. Uguz), Stipic (6. Bonic), Lehr.

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