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Zwei sehenswerte Tore steuerte Sebastian Schnabel (li.) zum ansonsten eher glanzlosen 3:0-Heimsieg des BCF Wolfratshausen gegen Unterpfaffenhofen bei. 

„In den ersten Minuten überrollt“

Blitzstart des BCF Wolfratshausen reicht gegen harmlosen SC Unterpfaffenhofen 

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Die Kulisse war mehr als freudlos: Neben einer kleinen Schar von Gästefans verloren sich beim Bezirksliga-Match des BCF Wolfratshausen gegen den SC Unterpfaffenhofen gerade mal 25 Zuschauer im Isar-Loisach-Stadion.

Umso erfreulicher, dass sich die Hausherren im letzten Heimspiel des Jahres mit 3:0 (3:0) durchsetzten. „Wir mussten gewinnen, das war uns bewusst“, bilanzierte Trainer Mitch Rödl nach einer Partie, die nur in der Anfangsphase sehenswert war. Ob das Match kommende Woche in Brunnthal angesichts der Wetterprognosen über die Bühne geht, ist mehr als ungewiss. „Wir bereiten uns ganz normal vor“, stellte Rödl klar.

Im Hintergrund laufen derweil Planungen, um den knappen Farcheter Kader aufzustocken. Das ist schon allein dazu nötig, um den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten: Am Samstag saßen mit Ersatzkeeper Armin Herbert sowie Ante Kraljevic und Cengiz Buyar gerade einmal drei Mann als Reserve parat. Doch an der Kräuterstraße will man längerfristig planen. „Wir wollen wieder ein familiärer Klub werden“, betonte Onur Misirlioglu. Dass die Zahl der freiwilligen Helfer beim BCF bereits angewachsen ist, wertet der Sportliche Leiter als positives Indiz.

„Wir waren überlegen, sind aber noch nicht so gefestigt“

Einen wertvollen Beitrag zum erhofften Aufschwung leisteten auch die Kicker, die einem mäßig motivierten Gegner mal flugs drei Dinger in die Maschen knallten. Das spätere Endergebnis stand also bereits nach gut einer Viertelstunde fest. Man habe den SCU „in den ersten Minuten überrollt“, kommentierte Rödl den Blitzstart seiner Elf. Sebastian Schnabel mit einem sehenswerten Doppelpack in Form zweier Linksschüsse sowie der nimmermüde Mirza Dzafic raubten den harmlosen Gästen jegliche Illusion. „War vielleicht nicht die beste Idee, dass sie uns hoch angelaufen haben“, merkte der BCF-Coach lakonisch an. Schnabel und Dzafic hatten neben Jona Lehr auch im zweiten Abschnitt weitere gute Möglichkeiten auf dem Fuß. Wirklich viel boten aber auch die Hausherren nicht mehr. Man hätte „einen Tick offensiver“ spielen können, räumte der Trainer ein. Doch wollte man den Gast „auf gar keinen Fall“ noch mit einem eventuellen Tor aufbauen. Rödls Begründung: „Wir waren überlegen, sind aber noch nicht so gefestigt.“   

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