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Maßarbeit: Sebastian Schnabel (li.) – hier gegen Samir Neziri – bereitete den Wolfratshauser Treffer in Penzberg passgenau vor.  

„Die Situation war eigentlich schon geklärt“

BCF Wolfratshausen verpasst beim FC Penzberg Überraschung in letzter Sekunde  

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Prinzipiell war die Spielzeit inklusive der fünfminütigen Draufgabe abgelaufen. Der BCF Wolfratshausen schien den Überraschungserfolg in der Tasche zu haben.

Ein Dreier beim Rangzweiten aus Penzberg – das hätte dem zuletzt schwächelnden Klub aus Wolfratshausen richtig gut getan. Doch soweit sollte es nicht kommen.

Es war das klassische Getümmel im Strafraum des im Vorteil befindlichen Teams. Lange Bälle Kategorie Verzweiflung sollten zum Ziel führen. Wolfratshausen zog den ersten Joker, köpfte den vermeintlich letzten Versuch aus der Gefahrenzone. „Die Situation war eigentlich schon geklärt“, hält sich Mitch Rödl die Situation noch einmal vor Augen. Penzberg gelangte in Ballbesitz, abermals streckte sich ein knappes Dutzend Kicker nach dem Spielgerät. Das landete über Umwegen an der Querlatte und sprang von dort ausgerechnet einem ehemaligen Farcheter vor die Füße: Max Panholzer, eigentlich für die kreative Note im Penzberger Angriffsspiel zuständig, drückte den Ball zum 1:1-Endstand über die Linie. Was dann folgte, war der Schlusspfiff und kolossale Frustration aufseiten der Flößerstädter. „Die Zuordnung war nicht so da“, bemängelte ein „ziemlich enttäuschter“ Spielertrainer.

„Der Teamgeist hat gepasst“

Aber wer will es der Mannschaft verdenken. Sie verteidigte ihren Führungstreffer aus dem ersten Akt leidenschaftlich, ließ den Aufstiegskandidaten kaum einmal gewähren. Da fehlt eben ganz zum Ende hin mal das eine oder andere Jota an Aufmerksamkeit. Wolfratshausen stagniert in der Tabelle, fand aber zu einem ordentlichen Auftritt. Neben der konsequenten Arbeit gegen den Ball, hob Rödl die Verbundenheit untereinander hervor. „Der Teamgeist hat gepasst.“ Gleichwohl fühlten sich der Coach und die meisten seiner Nebenleute von Beginn an auf dem „seifigen Platz“ merklich unwohl. Ob des Kunstrasens entschied man sich gegen spielerische Lösungen im Aufbau, wodurch die prozentuale Quote in Sachen Ballbesitz litt.

Doch auch über die Langstrecke hätten man die Bälle „besser festmachen“, zudem im zweiten Abschnitt die wenigen Kontersituationen entschlossener ausspielen müssen, moniert der Wolfratshauser Trainer. Auf der anderen Seite packte spätestens Keeper Cedo Radic bei den wenigen gelungenen Vorstößen der Gastgeber bedingungslos zu. Das Führungstor der Wolfratshauser ging von Rödls Ballgewinn nahe der Mittellinie aus, fußte auf Basti Schnabels Maßflanke an den Fünfmeterraum, und hatte auch mit Mirza Dzafics unvergleichlichem Torriecher zu tun.

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