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Vorbereiter und Torschütze: Kurz nachdem sich Yuri Schindler (Mi.) gegen Thomas Pölt (li.) und Toni Öttl (re.) durchgesetzt hatte, schloss er die Aktion mit dem Führungstreffer für die Gäste ab. 

Reissenweber zerstört Benediktbeurer Hoffnungen

Brand: „Es hätten noch viel mehr Tore fallen können“

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Steigerung nach Pause reicht Benediktbeuern nicht: 1:2-Niederlage im Derby gegen FCKS – Eurasburg kombiniert sich zu 3:0-Sieg – Münsing schwach

TSV Benediktbeuern - FC Kochelsee Schlehdorf 1:2 (0:1) – Obwohl der Wille, alles zu geben, vom Beginn an erkennbar war, fanden die Hausherren im ersten Abschnitt nicht richtig ins Spiel. Anders die Gäste.

Schlehdorf kontrollierte das Geschehen, hatte die erste Gelegenheit, aber Stefan Raffeiners Kopfball ging knapp am Pfosten vorbei. Dann setzte sich Yuri Schindler auf der linken Seite gleich gegen drei TSV-Abwehrspieler durch, seine Hereingabe segelte allerdings über den Strafraum hinaus. Die nächste Möglichkeit schien verpufft. Doch Konstantin Kroenauer brachte die Kugel zurück ins Geschehen, und Schindler (25.) schloss zur 1:0-Gästeführung ab. Anschließend hatte Albert Schandl die Chance zum Ausgleich, doch er zirkelte einen Drehschuss am Pfosten vorbei. Kurz vor der Pause entschied Schiedsrichter Hubert Tobies auf Foulelfmeter für Schlehdorf. Florian Kammerlochner trat an, TSV-Keeper Maxi Schönsteiner parierte.

Benediktbeuern kam wie verwandelt aus der Kabine, hatte nun mehr vom Spiel. Schlehdorf leistete sich viele Fehler im Aufbauspiel. Tobies ahndete einen Abwehrversuch von Kroenauer als Rückpass, und Felix Zelfel (60.) verwandelte den Freistoß durch einen abgefälschten Schuss zum Ausgleich. Die Hoffnung der Platzherren wuchs, zumal Gästespieler Florian Kammerlochner kurz darauf die Ampelkarte sah. Doch nur eine Minute später deutete der Referee im Anschluss an eine Ecke wieder auf den Punkt, und Sebastian Reissenweber (79.) verwandelte zum 2:1 (1:0)-Siegtreffer für die Gäste. FCKS-Coach Klaus Fahrner resümierte: „Es ist ein glücklicher, aber aufgrund der ersten Halbzeit kein unverdienter Sieg. Unser Keeper Florian Lantenhammer hat sehr gut gehalten.“ TSV-Trainer Thomas Gärner kommentierte: „Schade, meine Mannschaft hat nach der Pause gut gespielt. Zumindest ein Punkt wäre verdient gewesen.“  dh

SV Krün – SV Eurasburg-Beuerberg 0:3 (0:2) – „Mehr als zufrieden“ zeigte sich Klaus Brand in Krün mit der Vorstellung seiner Elf, die leicht in ein Schützenfest hätte ausarten können. Mit einem Freistoß, den er aus 20 Metern flach ins Eck platzierte, hatte Stefan Manhart sein Team schon in der sechsten Minute in Führung gebracht. Zehn Minuten später landete der Ball nach einem Manhart-Freistoß vor den Füßen von Florian Hartmann, der auf 2:0 erhöhte. Glück hatten die Gäste, als Krün wenig später bei einem Freistoß nur den Pfosten traf und auch den Abpraller nicht verwerten konnte. Doch als Florian Lange nach dem Seitenwechsel eine „tolle Kombination“ (Brand) mit einem platzierten Schuss aus 16 Metern ins lange Eck zum 3:0 abschloss, war die Partie gegen robust zu Werke gehende Gastgeber entschieden. „Das Ergebnis ist hoch verdient“, so Brand, der als einziges Manko anmerkte: „Es hätten noch viel mehr Tore fallen können.“  rst

WSV Unterammergau – SV Münsing 3:1 (2:0) – Für das Fazit zur nächsten Rückrunden-Niederlage seines SV Münsing genügten Christos Georgiadis drei Worte: „Das war nix.“ Für die nächsten Spiele schwant dem Münsinger Coach nichts Gutes: „Das wird eine schwere Restrunde.“ In Unterammergau keimte nur kurz nach der Pause für einen Moment Hoffnung auf, als Simon Schmid den Zwei-Tore-Vorsprung der Gastgeber aus dem ersten Durchgang auf 1:2 verkürzte. Doch die Freude währte nur kurz, dann machte Tobias Speer mit einem Volley aus 20 Metern in den Winkel den Münsinger Träumen von einem Punktgewinn endgültig ein Ende. „Wir haben leider nicht mehr den Zug wie in der Vorrunde, waren immer einen Schritt zu langsam“, stellte Georgiadis fest. „Wir werden herausfinden müssen, woran das liegt.“ Als mögliche Ursachen zog der Coach körperliche Defizite und mangelnden Teamspirit („zuviel Egoismus“) in Betracht.  rst

TSV Schäftlarn – ASV Eglfing 2:2 (1:0) – Zwei Mal geführt und am Ende trotzdem nur ein Zähler, das nervt. „Wir haben heute zwei Punkte verschenkt“, konstatierte ein verärgerter TSV-Trainer Thomas Handschuh. Eine halbe Stunde lang gestalteten die Gastgeber das Kellerduell nach Ansicht ihres Trainers „klar überlegen“ und lagen zur Pause verdient durch ein Tor von Anthony Graham mit 1:0 vorn. In der 53. Minute glich Eglfing nach einem Freistoß aus dem Halbfeld zum ersten Mal aus. Als Ruben Möller, mit einem perfekten Pass in die Schnittstelle freigespielt, allein vor dem Tor abgeklärt den TSV mit 2:1 in Führung brachte, schien die Partie doch noch den gewünschten Ausgang zu nehmen, aber zwei Minuten vor Schluss patzte TSV-Schlussmann Felix Schinner bei der Faustabwehr und kassierte erneut den Ausgleich. Fazit Handschuh: „Dieses Unentschieden ist eine gefühlte Niederlage. Ein Sieg wäre wichtig gewesen.“  rst

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