1. Startseite
  2. Sport
  3. Amateurfußball
  4. Landkreis Wolfratshausen

Dittmann (22) übernimmt Geretsried: „Mutig nach vorne, viel Ballbesitz und starkes Gegenpressing“

Erstellt:

Von: Marinus Savary

Kommentare

Daniel Dittmann (m.) bekommt das volle Vertrauen der Mannschaft.
Daniel Dittmann (m.) bekommt das volle Vertrauen der Mannschaft. © Hl

Daniel Dittmann ist mit 22 Jahren neuer Trainer des TuS Geretsried. Die Punktequote, die Ideen und das Vertrauen der Mannschaft überzeugten die Verantwortlichen.

Geretsried - Der TuS Geretsried überraschte mit der Vorstellung des neuen Trainers. Die Verantwortlichen stellten den Co-Trainer Daniel Dittmann als neuen Cheftrainer vor. Das Verwunderliche daran: Dittmann ist erst 22 Jahre alt.

Seine Spielidee und auch das Vertrauen der Mannschaft überzeugte schließlich. Sein Debüt als offizieller Cheftrainer ging allerdings mächtig schief: Der TuS ging mit 0:6 beim TSV Ampfing baden. Der 22-Jährige agierte allerdings bereits seit dem Sieg gegen den ASV Dachau als Interimstrainer. Nach drei Siegen und einem Unentschieden aus vier Partien stellten die Geretsrieder das Trainertalent als offiziellen Cheftrainer vor. FuPa sprach mit Daniel Dittmann im Interview.

Hallo Daniel! Wie wir bereits, wissen studierst du Sport & Trainingswissenschaften mit Branchenfokus, bist Trainer der U19 in Geretsried und seit kurzem auch Cheftrainer der Landesliga. Wird dir das nicht zuviel?

Servus! Nein, ich bin ja noch recht jung und deshalb voller Energie und Kreativität. Natürlich hatten ein paar Zweifel, ob ich das alles schaffe, aber mir macht es richtig Spaß und merke keinerlei Überanstrengung, trotz fünfmal Training die Woche.

Besonders die Mannschaft hat sich für dich als neuen Cheftrainer ausgesprochen. Hast du dieses Vertrauen auch gespürt?

Ja, ich spüre es in den Einheiten. Die Spieler haben meine Trainingseinheiten immer richtig gut angenommen. Auch als Co-Trainer habe ich schon gemerkt, dass bei meinen Übungen alle immer voll bei der Sache waren. Das nötige Know-how nehme ich dabei unter anderem aus meinem Studium. Ich bin im fünften Semester, aber habe schon extrem viel Wissen mitgenommen, welches ich dann im Training praktisch umsetze.

In deinen fünf Spielen als Cheftrainer gab es jüngst eine bittere 0:6-Niederlage beim TSV Ampfing. Wie ordnest du die Auswärtspleite ein?

Zum einen war klar, dass wir mit mir als Trainer nicht ungeschlagen durch die Saison jetzt gehen. Irgendwann kommt nun mal ein Spiel, in dem wir den Kürzeren ziehen. Zum Anderen haben wir viele individuelle Fehler gemacht und die Gegner regelrecht zum Tore schießen eingeladen. Wer mich kennt, der weiß aber, dass ich jetzt nicht einfach sage „joa wir haben halt verloren“, sondern diese Niederlage auch aufbereite in den anschließenden Trainingseinheiten. Die Spieler haben die Trainingswoche gut gemeistert. Deswegen sind wir auch wieder bereit für die nächste Aufgabe.

Es wird immer wieder deutlich, dass du den Spielern deine Idee des Fußballs nahebringen willst. Wie sieht deine Spielidee aus?

Der Verein war sehr mutig, mir die Rolle des Cheftrainers zu geben und genau so will ich auch Fußball spielen. Stets mutig nach vorne, mit viel Ballbesitz und starkem Gegenpressing, so soll der Fußball aussehen. Man muss aber bedenken, dass wir schon mitten in der Saison sind. Somit wird für uns die Wintervorbereitung extrem wichtig, um gewisse Elemente nochmal zu vertiefen. Zudem trainieren wir immer ein Training in der Woche mit der U19 gemeinsam. So können wir auch die Jugendspieler nach und nach heranführen, was mir sehr wichtig ist.

Vielen Dank und viel Erfolg für die Zukunft!

Das Interview führte Marinus Savary.

Auch interessant

Kommentare