Rot heißt Stopp: An BCF-Torhüter Franz Demmel (re.) bissen sich die Pullacher Stürmer gestern Abend die Zähne aus. Am Ende entführten die Gäste ein 0:0-Remis. foto: rabuser

Demmel hält den Punkt fest

Wolfratshausen - Mit einem Stoßgebet zum Himmel bedankte sich der BCF Wolfratshausen nach dem 0:0 für einen gewonnenen Punkt beim SV Pullach. Die Leistung der Farcheter allein hätte dafür nicht ausgereicht.

Statistik

SV Pullach -

BCF Wolfratshausen 0:0

BCF Wolfratshausen: Demmel - S.Kluge, J.Taffertshofer, L.Kasperek, Rauch, Scheck (46. Pratz), Miedl, Murböck, Panholzer (72. Guéye), Amanquah (78. Jell), Fischer.

Tore: Fehlanzeige. - Gelb-rot: Murböck (BCF, 68. wdh. Foulspiel). - Rot: Schuff (SVP, 88., grobes Foulspiel). - Schiedsrichter: Markus Windisch (SV Heßdorf). -

Zuschauer: 80

Pullach/Wolfratshausen - Die Reaktionen beider Mannschaften nach dem Schlusspfiff des Landesliga-Duells am gestrigen Freitagabend in Pullach sprachen für sich. Carsten Teschkes Isartal-Kicker müssen ein weiteres Wochenende ohne Erfolgserlebnis auskommen, wissen aber nicht so recht warum. Im Gegensatz dazu durfte die Elf von Andi Brunner heilfroh sein, halbwegs ungeschoren die Heimreise antreten zu dürfen. Spieler mit positiver Zweikampfbilanz und ordentlichem Passspiel waren bei den Gästen nur in der Abwehrreihe zu finden. Alles was sich davor tummelte, erreichte an diesem trüben, frühherbstlichen Abend keine Normalform.
Und dann war da noch Franz Demmel. Der Torhüter durfte sich als einziger der eingesetzten Spieler das Prädikat „herausragend“ ans Revers heften. Mehrmals bewahrte Demmel seinen BCF mit starken Paraden vor einem Rückstand. Vornehmlich gegen Maxi Thurnhuber, den ehemaligen Farcheter. Der 22-Jährige in Diensten des SV Pullach hatte die eindeutigsten Einschussgelegenheiten. Mal fehlte ein halber Schritt, in anderen Situationen reagierte Demmel schlicht phänomenal.

Die Chancenquote der Gäste konnten da qualitativ nicht mithalten. Marley Amanquah, Michael Miedl und Florian Scheck versuchten sich aus der Distanz - es blieb allerdings beim Versuch. Auffällig waren Farchets miserable Zweikampfwerte in Mittelfeld und Angriff. „Wir haben unsere Lehren aus den letzten Spielen nicht so richtig gezogen“, urteilte ein sichtlich entsetzter Andreas Brunner. Ferner bemängelte der BCF-Trainer die „fehlende Ordnung“ sowie die planlos getretenen ruhenden Bälle. „Wir bringen keine Standards in den Strafraum“, schickte Brunner einen deutlichen Fingerzeig in Richtung der Spezialisten Miedl und Rauch.

Unter den Augen von Brunners Vorgänger Tom Sitter hatten es die Pullacher einzig sich selbst zuzuschreiben, nicht als Sieger in die Kabine zu gehen. Die von Thurnhuber im Vorfeld angesprochene, weil verbesserungswürdige Chancenverwertung, war weiterhin mangelhaft. Selbst als Karl Murböck nach mehrfachem rustikalen Vergehen nicht mehr mitspielen durfte, wussten die Hausherren mit dem nummerischen Vorteil nichts anzufangen. Ihnen musste das knallrote Leiberl Franz Demmels wie eine Ampel vorgekommen sein - eine, die partout nicht auf grün schalten mochte. Viel mehr Positives als den in einem emotionalen Derby eingeheimsten Zähler konnte Brunner nicht als positiv bewerten: „Uns sind Lockerheit und Konzentration verloren gegangen. So kann man normalerweise auswärts nichts gewinnen.“

von Oliver Rabuser

Quelle: fussball-vorort.de

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