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DJK Waldram zieht Winter-Fazit: „Total unbefriedigend“ - Hoffen auf ein déjà-vu

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„Total unbefriedigend“: Guido Herberth, Trainer der DJK Waldram, erwartet eine deutlich bessere Rückrunde von seinem Team.
„Total unbefriedigend“: Guido Herberth, Trainer der DJK Waldram, erwartet eine deutlich bessere Rückrunde von seinem Team. © Rudi Stallein

Die DJK Waldram läuft in der aktuellen Saison ihren Erwartungen hinterher. Trotz eines qualitativ hochwertigen Kaders steckt die DJK im Tabellenkeller fest.

Waldram – Als Guido Herberth im Frühjahr vorigen Jahres die DJK Waldram übernahm, dümpelte die Mannschaft, die zuvor jahrelang die Kreisliga (mit) angeführt hatte, im Tabellenkeller. Es folgte ein kurzer Höhenflug mit vier Siegen und einem Remis, bevor die Saison abgebrochen wurde. Ein Jahr später muss man feststellen: Viel weiter sind sie nicht gekommen.

„Von der Tabelle her hatten wir uns wesentlich mehr ausgerechnet“, räumt Peter „Pele“ Kunzmann in seiner Halbjahresbilanz ein, dass das Team von früheren Erfolgen weit entfernt ist.

DJK Waldram: Zu wenig für eine Mannschaft, die sich nach Höherem sehnt

Über die Gründe kann auch er nur rätseln: „Wir haben einen engagierten Trainer, dem wir einen starken Kader zur Verfügung gestellt haben. Aber insgesamt haben wir zu wenig erreicht.“ Der Coach pflichtet seinem sportlichen Leiter bei. Auch Guido Herberth kommt in seiner Analyse zu dem Ergebnis: „Total unbefriedigend. Das ist nicht das, was wir uns vorgestellt haben.“ Positiv werte er zwar, dass „es oft ganz enge Spiele waren, in denen uns ein bisschen das Glück gefehlt hat.“ Doch die Feststellung, dass man mit allen habe mithalten können, ist zu wenig für eine gestandene Kreisligamannschaft, die sich nach Höherem sehnt.

Der Sportliche Leiter hat diverse Personalien als mögliche Ursache ausgemacht. Da ist zum einen das Karriereende von Marley Amanquah, der bisher nicht adäquat ersetzt werden konnte. Hinzu kommen studienbedingte Auszeiten von Lukas Schwesig, Johannes Gebel und zuletzt noch Lukas Thalbauer. „Das sind Ausfälle, die man erst mal verkraften muss“, so Kunzmann. Ebenso wie den für alle überraschenden Abschied von Benedikt Bergmoser, der zu seinem Heimatverein Eurasburg zurückkehrte. „Das habe ich sportlich nicht verstanden“, sagt Herberth, der am meisten damit hadert, dass er die Trainingsleistung seines Teams nicht ins Spiel übertragen bekommt. „Beim Abschlussspiel klappen Sachen, dass wir Trainer draußen mit der Zunge schnalzen – und zwei Tage später steht eine ganz andere Mannschaft auf dem Platz.“

„Im Kader ist mehr drin, das muss man herauskitzeln.“

Peter Kunzmann über die Qualität des Kaders.

Ungeachtet der kritischen Tabellensituation wolle man am eingeschlagenen Weg, das Team im Wesentlichen aus dem eigenen Nachwuchs zu bestücken, festhalten. „Ich möchte auf die Waldramer bauen“, bekräftigt Peter Kunzmann. „Aber vielleicht müssen wir ihnen mehr Zeit zugestehen. Wir haben gedacht, dass wir schon im vorderen Drittel mitspielen können, aber wir wurden eines Besseren belehrt.“

Auch der Coach bleibt vom Potenzial seines Kaders überzeugt. „Die Jugendspieler haben alle eine gute Ausbildung genossen. Vielleicht fehlt ein bisschen das Selbstvertrauen. Niemand ist gleich ein gestandener Kreisligaspieler“, meint Herberth. Für die Rückrunde, offizieller Trainingsstart ist der 10. Februar, freue er sich auf ein déjá-vu. „Wir machen es wieder so wie vorige Saison, da haben wir in der Rückrunde kein Spiel mehr verloren.“

Für sanften Druck sorgt der Sportliche Leiter. Die Mannschaft habe gesagt, der Trainer sei nicht schuld an der Situation, erzählt Kunzmann. Dann erwarte er eben, dass die Spieler sich nun an die eigene Nase fassen. Er sei überzeugt: „Im Kader ist mehr drin, das muss man herauskitzeln.“ (Rudi Stallein)

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