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Gibt jetzt bei der DJK Waldram den Ton an: Guido Herberth, ehemaliger Jugendcoach beim FC Bayern München, soll den Kreisligisten vor dem Abstieg retten. 

Guido Herberth soll DJK Waldram vor Abstieg retten 

„Pele“ Kunzmann holt Ex-FCB-Jugendcoach an Seitenlinie der DJK Waldram 

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Guido Herberth und Rudi Ettenhuber sind wieder vereint. Peter "Pele" Kunzmann, der sportliche Leiter der DJK Waldram, hat den Deal eingefädelt.

Waldram – Sie waren schon einmal ein recht erfolgreiches Team. Beim BCF Wolfratshausen nämlich, in der Saison 1988/89. Peter „Pele“ Kunzmann als Trainer, dazu Torjäger Guido Herberth und Abwehrstratege Rudi Ettenhuber stiegen gemeinsam in die damalige B-Klasse (was der heutigen Kreisklasse entspricht) auf – nach sage und schreibe fünf Relegationsspielen. Jetzt, 30 Jahre später, ist das Trio wieder vereint, allerdings mit anderer Rollenverteilung: Kunzmann, langjähriger Abteilungsleiter der Waldramer Fußballer und heute sportlicher Leiter, machte Herberth die Nachfolge von Johann Latanskij als Coach des abstiegsbedrohten Kreisligisten schmackhaft. Herberth wünschte sich seinen einstigen Mitstreiter Ettenhuber als Co-Trainer – und bekam ihn. „Wir haben uns seit unserer gemeinsamen Farcheter Zeit immer wieder mal ausgetauscht, die freundschaftliche Beziehung zwischen uns ist nie abgebrochen“, erzählt der Coach.

Deshalb war er angesichts der völlig verkorksten Waldramer Hinrunde, die im Abschied von Spielertrainer Johann Latanskij mündete (wir berichteten), vermutlich auch nicht wirklich überrascht, als Kunzmann ihn um Weihnachten herum anrief und fragte, „ob ich mir das vorstellen könne“, die taumelnde Mannschaft aus dem Tabellenkeller zu führen. Schließlich war Herberth, der zuletzt beim FC Penzberg, beim TSV Wolfratshausen und bei den Fußball-Freunden Geretsried erfolgreich gearbeitet hatte, einer der wenigen potenziellen Trainerkandidaten, der mehr oder weniger sofort verfügbar war. Zwar trainiert der 57-Jährige derzeit die A-Junioren des SV Münsing. „Aber das lässt sich mit dem Waldramer Terminplan gut in Einklang bringen“, so der neue Chefcoach, der sich zudem nach eigenen Worten noch das Einverständnis der Familie einholte, ehe er der DJK zwischen Weihnachten und Neujahr sein Ja-Wort gab.

Herberth besteht auf Zusammenarbeit mit Ettenhuber

Ein wesentlicher Aspekt dabei war wohl auch die Besetzung des Co-Trainerpostens. „Rudi kennt die Mannschaft seit Jahren, ist näher dran und ist ein Vollblut-Waldramer. Deshalb war es mein Wunsch, es mit ihm zusammen zu machen“, sagt Herberth. Interessanterweise sind die Söhne beider Übungsleiter Stammspieler der Ersten Mannschaft – Matthias Herberth (27) oft in der Abwehr, Daniel Ettenhuber (26) meist im Mittelfeld.

Zunächst gilt das Engagement bis zum Sommer, wie Daniel Dankesreiter bestätigt. „Wir haben länger überlegt und abgewogen, wer von der Liste freier Trainer, die Pele Kunzmann aufgestellt hatte, am besten passt“, erläutert der stellvertretende Fußball-Abteilungsleiter. Herberth habe sie schließlich überzeugt, weil er „eine klare Struktur hat, wie er spielen will“, so Dankesreiter. „Wir sind überzeugt, dass es so am besten passt: Er hat eine gerade Linie, weiß, was er tun will. Und das können wir im Augenblick gut gebrauchen.“

Der neue Coach gibt sich zurückhaltend: Er wolle seinem alten Freund Kunzmann und der DJK helfen, „den Karren umzustoßen und eine erfolgreiche Rückrunde zu spielen“. Er sei überzeugt, „dass in diesem Team fußballerisch wesentlich mehr Potenzial steckt, als es der augenblickliche Tabellenstand widerspiegelt“, sagt Herberth, der die DJK in der Hinrunde einige Male live erlebte. „Es kann nicht sein, dass eine komplette Mannschaft plötzlich das Fußballspielen verlernt“, sagt der 57-Jährige, der vor allem „den Spaß am Fußball wieder wecken“ will. „Sie müssen wieder an ihre Stärken glauben und nicht ständig an die Schwächen denken“, beschwört der frühere Nachwuchstrainer des FC Bayern München.

Wieder zurück in die Erfolgsspur

Er stellt aber auch gleich klar: „Vorstand, Trainer und Spieler müssen gemeinsam schauen, dass sie in die Erfolgsspur zurückkommen.“ Dazu hat er sich im Vorfeld schon mal in gewisser Weise Rückendeckung von den Hauptverantwortlichen geholt. „Es ist wichtig, dass der Trainer Akzeptanz in der Mannschaft hat“, so der Geretsrieder, der beruflich im Außendienst tätig ist. Deshalb habe er sich vor seiner Zusage persönlich im Gespräch mit dem Mannschaftsrat davon überzeugt, dass es seiner Person gegenüber keine Vorbehalte gebe. „Denn es geht nur, wenn man sich gegenseitig vertraut und respektiert“, betont der Coach.

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