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DJK Waldram nutz die Corona Pause um Jugendarbeit zu optimieren

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Von: Rudi Stallein

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Der Frust des Lockdowns hat ein Ende: Mit rund 210 Buben und Mädchen ist die DJK Waldram im Nachwuchs gut aufgestellt.
Der Frust des Lockdowns hat ein Ende: Mit rund 210 Buben und Mädchen ist die DJK Waldram im Nachwuchs gut aufgestellt. © Hans Lippert

Der DJK Waldram kann sich auf einen hohen Rücklauf seine Juniorenteams freuen. Die Bambini bekam sogar Zuwachs.

Waldram – Die Corona-Lockdowns und das damit einhergehende Fußballverbot auch für Kinder und Jugendliche war frustrierend. Kein Training, keine Spiele – dazu die Befürchtung, dass der eine oder andere junge Spieler andere Leidenschaften entdeckt und womöglich lieber im Internet oder an der Playstation zockt, statt weiter zu kicken.

„Wir haben im Lockdown immer wieder Zoomveranstaltungen gemacht, in allen Jahrgängen. Und wir haben uns natürlich schon gefragt, wie viele kommen zurück“, erklärt Richard Ott. Als es dann endlich soweit war, stellte der Jugendleiter der DJK Waldram erfreut fest: „Wir sind sehr gut aufgestellt.“ 210 Kinder zählt Ott derzeit von den Bambinis bis zur A-Jugend, die unerwarteten Zuwachs bekam. „Ich bin positiv überrascht, dass so viele dazugekommen sind. Erst ist einer gekommen, dem hat es gefallen, dann sind andere mitgekommen“, freut sich der Jugendleiter über den „Kegeleffekt“, der der Waldramer U 19 im Sommer ein halbes Dutzend Neuzugänge vom TuS Geretsried bescherte.

„Der Kleinfeldbereich ist die Basis. Wenn du da solche Leute hast, kommen die Kinder von allein“

Peter Scherzl über die Wichtigkeit der Trainer in Juniorenteams

Vor allem im Kleinfeldbereich herrscht Gewusel auf dem Trainingsplatz. Allein 40 Fußballzwerge tummeln sich laut Ott bei den Bambinis. Die F-Jugend verfügt über zwei Teams, die E-Jugend bringt drei Mannschaften auf den Platz. „Kinder sind oft reichlich da. Was fehlt, sind Trainer, die nachmittags um 16, 17 Uhr Zeit haben“, sagt Ott. „Aber in dem Punkt haben wir ein Riesenglück.“ Im Trainerteam seien einige Selbständige und Schichtarbeiter, die sich Trainingszeit freischaufeln könnten. Hinzu komme, dass darunter einige ehemalige Fußballer seien, die selbst Kinder haben, „und sich als Trainer oder Betreuer einbringen“. Stellvertretend nennt er Henning Stehle, der kürzliche seine B-Lizenz erworben und viel angekurbelt hat, Ex-Torhüter Mathias Erl, Markus Remler, ehemals Trainer beim WSV Icking und Peter Scherzl. „Der Kleinfeldbereich ist die Basis. Wenn du da solche Leute hast, kommen die Kinder von allein“, so Ott.

„Bestens aufgestellt“ sieht der Jugendkoordinator seine Abteilung auch im Großfeldbereich von der D-Jugend (Trainer Christian Schubert) bis zu den B- (Trainer Waldemar Kubis, Fabian Raic) und A-Junioren (Günther Mücke, Stephan Hafenmayer).

Dieser seit Jahren in Waldram aktive Stamm wird ergänzt durch Matthias Herberth und Papa Guido, die gemeinsam die C-Jugend trainieren. „Wir freuen uns, dass wir einem Mann mit seiner Erfahrung haben“, ist Ott begeistert, dass er Cheftrainer Guido Herberth in die Jugendarbeit einbinden konnte. Der Inhaber der DFB-Elite-Jugendlizenz soll sein Wissen verstärkt im Trainerteam weitergeben. So sollen künftig häufiger Schulungen durchgeführt werden und die Trainer jahrgangsübergreifend enger zusammenarbeiten. „Wir brauchen den Fußball nicht neu erfinden, aber wir wollen uns verstärkt austauschen“, erläutert Ott. Ein wesentliches Ziel sei dabei: „Die älteren A-Jugendlichen enger mit dem Herrenbereich verzahnen, die sollen früher reinschnuppern und sehen wie es bei den Erwachsenen läuft“, so der Jugendleiter. „Dafür ist es ein Glück, wenn der Herrentrainer auch nah an der Jugend ist.“ (RUDI STALLEIN)

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