„Ein wichtiger Baustein“, wie Waldrams Abteilungsleiter Daniel Dankesreiter Offensivmann Benedikt Bergmoser (li.) bezeichnet, bricht der DJK nun weg.
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„Ein wichtiger Baustein“, wie Waldrams Abteilungsleiter Daniel Dankesreiter Offensivmann Benedikt Bergmoser (li.) bezeichnet, bricht der DJK nun weg. 

Top-Torschütze von letzter Saison verlässt den Verein

Transferhammer: Bergmoser wechselt von der DJK Waldram zum SV Eurasburg 

  • vonRudi Stallein
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Ein wichtiger Spieler und Torjäger des DJK Waldram geht zum SV Eurasburg. Veränderungen i  privaten Umfeld seien die Ursache des Wechsels.

Waldram/Eurasburg Weihnachtsgeschenke sehen anders aus. Als Benedikt Bergmoser an Heiligabend mit Daniel Dankesreiter telefonierte, wollte er nicht nur ein Frohes Fest wünschen. Der Mittelfeldspieler der DJK Waldram präsentierte dem stellvertretenden Abteilungsleiter – ganz ohne Schleifchen und Glitzerpapier – seinen Wunsch, im Winter zu seinem Heimatverein SV Eurasburg-Beuerberg zurückkehren zu dürfen. Sechs Tage und ein aus Waldramer Sicht erfolglos verlaufenes Gespräch später war der Transfer fix. „Das kam für alle überraschend“, sagt Dankesreiter. „Bergmoser war auch mit Blick auf die nächsten Jahre ein ganz wichtiger Baustein, den wir gebraucht hätten. Aber es ist seine Entscheidung, wir legen ihm keine Steine in den Weg.“

Auch Guido Herberth zeigt sich von dem Wechselwunsch des 25-Jährigen überrascht. „Das ist ein herber Verlust. Er geht uns menschlich als Typ und als Fußballer unheimlich ab“, betont der DJK-Coach und schickt seinem torgefährlichen Dauerläufer noch ein emotionales Herzerl hinterher. „So einen Spieler zu trainieren, ist für jeden Trainer etwas Besonderes.“ Abgesehen von seinen Antreiber-Qualitäten reißt der Abgang „ein Loch in die Offensive“.

Bergmoser war letzte Saison Top-Torschütze des SV Eurasburg

Vorige Saison war Bergmoser mit 15 Treffern erfolgreichster Waldramer Schütze, in der laufenden Spielzeit kann er mit bisher neun Toren ebenfalls die meisten Erfolge verbuchen. „Da müssen jetzt andere in die Bresche springen“, sagt Herberth, was Trainer in so einer Situation nun mal sagen.

Einer, der womöglich eine Option für den Angriff hätte sein können, hat schon ein paar Wochen früher seine Sporttasche gepackt: Wolfgang Wenus (31) verlässt Waldram ebenfalls in Richtung SV Eurasburg-Beuerberg, wo er vor einem Vierteljahrhundert mit dem Fußballspielen begonnen hat.

SV-Abteilungsleiter und Cheftrainer Andreas Mathäus freut sich derweil mächtig über die Wintertransfers. „Wir sind heilfroh, dass wir die drei bekommen haben.“ Dritter im Bunde ist Christian Pilch (44). Dessen Spielerpass lag noch beim BCF Wolfratshausen, fit gehalten hat sich der Abwehrspieler in den vergangenen Jahren jedoch in der AH-Mannschaft des TuS Geretsried. „Er ist trotz seines Alters topfit und fußballerisch überragend“, schwärmt Mathäus von seinem Senior, der „die junge Mannschaft führen und Verantwortung übernehmen“ soll.

Option für den Angriff: Auch Wolfgang Wenus verlässt Waldram und schließt sich dem SV Eurasburg an.

Bergmoser will der schwachen Eurasburger Offensive helfen

Das erhofft er sich in den verbleibenden acht Saisonspielen auch von Wenus und Bergmoser. „Es ist eine coole Truppe mit vielen jungen Spielern“, zeigt sich Wenus angetan von der mit zahlreichen Jugendspielern runderneuerten Eurasburger Mannschaft. Deshalb habe er sofort zugesagt, seinem Ex-Klub, bei dem er zwischenzeitig schon mal ein kurzes Intermezzo in der Kreisliga gegeben hatte, in der aktuell schwierigen Situation zu helfen.

Der SV überwintert auf Relegationsplatz zwölf, verbuchte in den vier Spielen nach dem ersten Lockdown lediglich sechs Tore. Dass sich diese Quote möglichst rasch ligatauglich verbessert, dafür soll auch Bergmoser sorgen, den laut Mathäus „Veränderungen im privaten Umfeld“ zur Rückkehr nach Eurasburg bewogen haben. „Er war in Waldram das Herz, der Motor der Mannschaft und wird das auch in unserem Mittelfeld sein“, ist Mathäus sicher. (Rudi Stallein)

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