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Ausgehebelt: Die Waldramer um Marco Walter (2.v.li.) und Johannes Gebel (re.) lagen bereits zur Halbzeit mit 0:2 zurück. Am Ende feierten Leonhard Gerg (li.), Maximilian Scheck und der Lenggrieser SC einen 3:0-Erfolg. 

Jendrzej trifft doppelt

Drei Spiele, drei Niederlagen: Waldram macht Fehlstart mit 0:3 gegen Lenggries perfekt

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Dritte Pleite in Folge: Latanskij-Elf unterliegt Lenggrieser SC mit 0:3

Waldram/Lenggries – Die Waldramer Fußballer haben den Fehlstart perfekt gemacht: Wie schon eine Woche zuvor gegen den ASV Habach unterlag das Team von Johann Latanskij auch gegen den Lenggrieser SC daheim mit 0:3 (0:2) und kassierte im dritten Spiel bereits die dritte Niederlage. Damit ist die DJK ans Tabellenende abgerutscht, während der LSC nun die Kreisliga anführt.

Das Landkreis-Derby begann mit einem kleinen Schock für die Hausherren: Gerade zwei Minuten waren gespielt, als der Ball nach einem Abspielfehler im Waldramer Mittelfeld bei Luis Jendrzej landete. Der für den verletzten Jakob Gerg in die Startelf aufgerückte Youngster marschierte entschlossen von rechts in den Strafraum und drosch den Ball halbhoch zum 1:0 ins lange Eck. „In der ersten Halbzeit hatten wir uns was ganz anderes vorgenommen“, räumte DJK-Keeper Markus Kresta ein, der bei Jendrzejs Geschoss nur noch die Fingerspitzen an den Ball bekommen hatte. „Wir wollten so wenig Fehler wie möglich machen, und dann kommt gleich so ein Fehlpass.“

Nur vier Minuten später bot sich Maximilian Scheck frei vor dem Tor die riesen Chance, die Führung auszubauen – dieses Mal blieb Kresta Sieger. Der nächste Schock ereilte die Gastgeber in der 20. Minute: Andreas Knobloch hielt sich schreiend das verdrehte Knie, nachdem er im Rasen hängen geblieben war. Der Innenverteidiger musste ins Krankenhaus gebracht werden, war aber später wieder vor Ort. Waldram bot mit zunehmender Spielzeit besser Paroli, erarbeitete sich selbst Gelegenheiten. Johannes Gebel drosch aus 16 Metern übers Tor. Benedikt Bergmoser versuchte es von rechts, wurde aber von einem Abwehrspieler geblockt. „Unsere Chancenverwertung war wieder mangelhaft“, so Markus Kresta, der vor der Pause mehrmals einen höheren Rückstand verhinderte: Binnen weniger Sekunden parierte er einen Drehschuss von Leonhard Gerg und den Nachschuss des freistehenden Maximilian Scheck. Der passte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit quer auf den erneut völlig allein gelassenen Jendrzej, der dann keine Mühe hatte, auf 2:0 zu erhöhen.

Latanskij, der wegen einer starken Erkältung selbst nicht spielen konnte und auf der Bank saß, brachte nach der Pause in Paul Schlott und Felix Ankenbrand zwei weitere Angreifer. Das belebte tatsächlich die Waldramer Offensivbemühungen, änderte aber nichts am Resultat. Ankenbrand (51.) und Luca Faganello (55.) verpassten mit ihren Kopfbällen das Ziel ebenso knapp wie Matthias Herberth (70.). Dazwischen rettete Kresta zunächst gegen Martin Wasensteiner (62.) und hatte Glück, dass Anton Berger beim Nachschuss übers Tor zielte. Die endgültige Entscheidung besorgte Maximilian Scheck, der nach halbhoher Hereingabe von Jendrzej zehn Minuten vor Schluss Kresta keine Chance ließ.

„Wir haben im Vorfeld tiefgestapelt. Natürlich wollten wir drei Punkte holen“, freute sich Gästetrainer Martin Linder, der eine „komplett gute Mannschaftsleistung“ hervorhob. „In der ersten Halbzeit haben wir zwar ein bisschen Glück gehabt, aber wir haben auch noch ein paar Hundertprozentige liegen lassen“, sagt der Coach des LSC.

Das Waldramer Trainer-Duo Latanskij/Günter Wernthaler war unmittelbar nach Spielschluss kommentarlos und mächtig gefrustet vom Platz geeilt. „Wir machen zu viele individuelle Fehler. Wenn man die weglässt, sähe es gar nicht so schlecht aus“, suchte Markus Kresta nach positiven Denkansätzen und appellierte an seine Kameraden: „Jetzt müssen wir als Mannschaft noch enger zusammenrücken. Sonst kommen wir in einen dämlichen Strudel hinein.“

DJK Waldram –
Lenggrieser SC 0:3 (0:2)

Tore: 0:1, 0:2 (2., 45.+3) Jendrzej, 0:3 (81.) Scheck. – Zuschauer:250. – Schiedsrichter: Craciun (Weilheim).

DJK: M. Kresta – Häfner, Thalbauer, Knobloch, Walter, B. Kresta, Bergmoser, Faganello, Raic, Herberth, Gebel. Eingewechselt: Schlott, Hauptmann, Ankenbrand.

LSC: Schauer – Angermeier, Artmann, Sonner, L. Gerg, Lindner, Wasensteiner, Scheck, Jendrzej, Berger, Biagini. Eingewechselt: Muernseer, Forster, Reiser.

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