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Alle Hände voll zu tun hatte Sachsenkams Torhüter Max Boeckler (re.), der in dieser Szene im letzten Moment gegen Eglings Maximilian Dissinger klärt. Dennoch behielten am Ende die Sportfreunde mit 5:0 die Oberhand.

Kreisklasse 2 Zugspitze: Kompakt

Dreikampf um Aufstieg zwischen Egling, Geretsried und Wörnsmühl

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Keines der drei Spitzenteams gibt sich Blöße im Kampf um den Aufstieg. So bleibt der Dreikampf an der Tabellenspitze bis zum letzten Spieltag so spannend wie er nur sein kann.

SF Egling-Straßlach – SV Sachsenkam 5:0 (3:0) 

Trainer Sigi Saller ahnte schon vor Anpfiff der Partie nichts Gutes. Sachsenkams Torjäger Bernhard Reiter, bis dato 20 Mal in dieser Saison erfolgreich, hatte das Aufwärmprogramm wegen Leistenbeschwerden abbrechen müssen und fiel somit ebenso aus wie Martin Geisreiter und Lukas Schubert, die sich beide beim 9:3-Sieg gegen den BCF Wolfratshausen II am Knie verletzt hatten. „Wenn so wichtige Leute fehlen, wird es mit unserem eh etwas dünnen Kader natürlich schwierig“, sagte der SV-Coach.

Und er sollte bald Recht behalten. In der 16. Minute drückte Martin Lindermayer den Ball nach einer scharfen Hereingabe von Simon Häußler zur 1:0-Führung ins Netz. Nur vier Minuten später wuchtete Callum Hatsell einen Eckball von Maximilian Gaigl zum 2:0 in die Maschen. Damit war die Niederlage im Grunde schon besiegelt. Kurz darauf klärte Florian Kappelsberger bei einer riesen Chance von Max Beierbeck für seinen bereits geschlagenen Torhüter Max Böckler auf der Linie. In der 38. Minute erhöhte Tobias Beierbeck mit energischem Einsatz (38.) auf 3:0. Die Chance zum Anschlusstreffer vergab Markus Haberl kurz vor dem Pausenpfiff, als er einen Freistoß von der Strafraumgrenze genau auf SF-Schlussmann Tobias Soyer platzierte.

Als Maximilian Dissinger zwei Minuten nach dem Seitenwechsel nach schönem Zuspiel frei vor Böckler zum 4:0 traf, war die Partie entschieden. Den Schlusspunkt setzte Max Beierbeck mit dem 5:0 fünf Minuten vor Schluss. „Wir haben alles genauso umgesetzt, wie wir es uns vorgenommen hatten. Sind vernünftig in die Zweikämpfe gegangen, waren fußballerisch besser und haben trotz Führung immer weiter nach vorn gespielt“, freut sich SF-Trainer Herbert Mühr. „Das war der Schlüssel.“ Den Gästen muss man zu Gute halten, dass sie trotz hoffnungslosem Rückstand nie aufgegeben haben. „Ich habe vor meiner Mannschaft höchsten Respekt, dass sie nie die Köpfe hängen gelassen, sondern es fertig gespielt haben“, betonte Sigi Saller. „Das ist der Charakter der Mannschaft.“

TuS Geretsried II – TSV Weyarn 3:2 (3:1

„Wir können absolut zufrieden sein“, fasste Cem Acikbas die Partie gegen den Tabellennachbarn zusammen und zog damit auch ein Fazit des Saisonfinales der TuS-Reserve. Nach flotten Beginn mit etlichen Chancen auf beiden Seiten gingen die Gäste früh mit 1:0 (6.) in Führung. Die Hausherren hielten weiter dagegen und wurden nach einer halben Stunde belohnt: Rico Krillmäuer traf mit einem platzierten Flachschuss aus 25 Metern zum 1:1-Ausgleich. Nach Foul an Christoph Klein verwandelte Florian Schneider den fälligen Strafstoß zur 2:1-Führung (34.) für den TuS. Klein selbst erhöhte nur zwei Minuten später auf 3:1. Nach dem Seitenwechsel „war es für uns etwas schwierig mit der Luft“, umschrieb Coach Acikbas das etwas zurückhaltendere Spiel seiner Elf, die ohne Auswechselspieler „90 Minuten durchmarschieren musste“. Das taten sie mit Erfolg, wenngleich Weyarn auf 2:3 verkürzen konnte – allerdings erst kurz vor dem Schlusspfiff.

TSV Irschenberg – Olympic Geretsried 0:0

Einigermaßen enttäuscht kehrte Olympic nach der Nullnummer beim Tabellenletzten zurück. „Wir waren vor allem in der ersten Halbzeit nicht auf dem Platz, während Irschenberg sich voll reingehauen hat“, analysierte Teamsprecher Kosta Papadopoulos den Auftritt seiner Elf. „In der vergangenen Woche war der gegnerische Torwart zu gut, dieses Mal das Tor zu klein.“ Nach dem Seitenwechsel dominierten die Gäste zwar die Partie, ließen ihre guten Chancen aber ungenutzt. So scheiterten Berat Saiti und Pavlos Karamanos ebenso in bester Position wie Kapitän Alexander Kutzmutz, der per Kopf eine sichere Gelegenheit verpatzte. „Vielleicht ist es besser für uns, wenn wir nicht aufsteigen“, stellte Kutzmutz selbst fest. „Wir hatten nie damit gerechnet, so weit oben zu stehen. Wahrscheinlich ist es besser, wenn wir als Aufsteiger ein weiteres Jahr in der Kreisklasse bleiben.“

SV Helfendorf – FF Geretsried 0:3 (0:1) 

Die Fußball-Freunde behalten alle Chancen auf die vorderen Plätze in der Hand: In Helfendorf feierte das Team von Trainer Christopher Chvalina einen überzeugenden 3:0-Sieg. „Das sah gut aus und hat viel Spaß gemacht“, freute sich der Coach über den gelungenen Auftritt. Kapitän Dominik Zelt hatte seine Mannschaft in der 20. Minute mit einem Flachschuss gegen den Innenpfosten in Führung gebracht. Matthias Pazdzierny erhöhte in der 53. Minute per Elfmeter auf 2:0 – zuvor war Fabian Radosevic in aussichtsreicher Position gefoult worden. Die endgültige Entscheidung besorgte Robin Sattler, als er bei einem Konter als letzter den Ball erhielt und am Torwart vorbei ins Netz schob. „Das war hoch verdient“, lobt Chvalina. „Die Mannschaft hat über die gesamte Spielzeit sehr druckvoll gespielt und den Ball laufen lassen. So, wie wir uns das vorstellen.“

BCF Wolfratshausen II - SC Gaißach 2:1 (1:1) 

Mit einem verdienten Sieg, darin waren sich beide Trainer einig, hat die Farcheter Reserve einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. „Das Wolfratshauser Ergebnis von vergangener Woche war nicht gut für uns“, mutmaßte SCG-Trainer Helmut Schenk, dass sich die 3:9-Abfuhr des BCF II in Sachsenkam nachteilig auf die Einstellung seiner Spieler ausgewirkt hatte. Anders konnte er nicht erklären, warum seine Mannschaft keine rechte Einstellung zum Spiel gefunden hatte und „nicht in die Zweikämpfe gekommen“ war. Anders die Gastgeber. „Wir haben hoch gestanden, wollten früh den Ball erobern, viel Ballbesitz haben und den Gegner laufen lassen“, sagte Coach Lulzim Kuqi. „Das ist uns gut gelungen.“ Die erste Belohnung gab’s in der 38. Minute: Markus Rappel trat einen Freistoß scharf vors Tor, SC-Keeper Thomas Wasensteiner konnte den Ball nur abwehren, und Thomas Stingl staubte ab zum 1:0. Nach der Pause setzte sich die Partie unverändert fort. „Wir waren komplett down“, musste SC-Coach Schenk einräumen. Der BCF bestimmte weiter das Geschehen und kam in der 84. Minute zum 2:0: Am Ende einer feinen Passkombination legte Michael Räß den Ball quer auf den freistehenden Markus Stingl. Während vor allem Lars Nummer auf Seiten der Gastgeber noch einige glasklare Chancen vergab, verkürzte Gaißach in der Nachspielzeit mit seiner „ersten einigermaßen gelungenen Kombination“ (Schenk) auf 1:2. „Ich bin sehr zufrieden. Die Mannschaft ist sehr aggressiv aufgetreten und hat hoch verdient gewonnen“, freut sich BCF-Coach Kuqi.

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