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Meister oder Absteiger? Mit unterschiedlichen Perspektiven gegen die Fußballer aus Egling wie (v. li.) Cullum Hatsell und Max Beierbeck (re.) in das Landkreis-Derby gegen Bernhard Reiters (Mi.) Sachsenkamer.

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Dreikampf um die Meisterschaft – BCF II und Sachsenkam unter Druck

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Sachsenkam muss bei Tabellenführer Egling ran. Tabellennachbar Wolfratshausen II erwartet Gaißach. Olympic reist zum abgeschlagenen Schlusslicht Irschenberg. 

TuS Geretsried II – TSV Weyarn (So., 15 Uhr) – „Geht’s raus und habt Spaß.“ So in etwa könnte die Ansprache von TuS II-Trainer Cem Akcibas für seine Mannen vor dem Weyarn-Heimspiel lauten. „Ich verspüre keinen Druck mehr, die Jungs sollen als Team so weitermachen wie bisher“, sagt der Übungsleiter. Zwar könnte die TuS-Reserve rein rechnerisch noch ein Wörtchen um den Aufstieg mitreden – genau wie die Gäste. „Aber es müssten vier Mannschaften zweimal patzen, damit es für uns noch ausreicht. Damit rechne ich nicht“, so Akcibas. Vom vermeintlich verpassten Aufstieg lässt sich seine Elf aber nicht die Laune verderben: „In der Mannschaft herrscht eine super Stimmung, die Jungs halten toll zusammen.“  dst

TuS II: S. Untch - Bahnmüller, Januzi, Klein, Kloos, Krillmäuer, Lechner, Lehmann, Monty Mendama, Sacher, Schneider, Thiess, M. Untch, Wieland.

SF Egling-Straßlach – SV Sachsenkam (So., 15 Uhr) – Die Rechnung ist für beide Mannschaften eigentlich ganz einfach: Wenn die Sportfreunde ihre beiden ausstehenden Begegnungen gewinnen, gehört die Meisterschaft ihnen. Wenn die Sachsenkamer einen Zähler mehr einstreichen, als die Reserve des BCF Wolfratshausen, entkommen sie der Abstiegsrelegation. Es sind also ungleiche Voraussetzungen für das Derby am Sonntag. „Wir wollen einen Dreier einfahren“, gibt sich SFE-Coach Herbert Mühr kämpferisch. Sein Gegenüber Sigi Saller ist sich im Klaren, „dass wir dringend einen oder drei Punkte brauchen“. Der hart umkämpfte Eglinger 4:3-Sieg im Hinspiel, hat bei deren Trainer Eindruck hinterlassen. „Wir wissen, dass die Sachsenkamer Fußballspielen und -kämpfen können“, so Mühr. Noch dazu haben die Gäste bei ihrem jüngsten 9:3-Sieg gegen die Farcheter Reserve Selbstvertrauen getankt. Trotzdem möchte der Eglinger Coach, dass seine Elf die Aufgabe „mit Freude angeht“. Dass es sich um eine schwere Herausforderung handelt, sieht er als positiv: „Für einen Fußballer gibt es doch nichts Schöneres, als wenn es bis zum letzten Spiel um etwas geht.“ Etwas anders dürfte das Sigi Saller im Abstiegskampf sehen. „Über ein Unentschieden wäre ich nicht enttäuscht“, sagt der SVS-Trainer. „Bloß mit leeren Händen sollten wir nicht heimfahren.“  dst

SFEB: Soyer – M. Beierbeck, Artinger, Hatsell, Gaigl, Gämmerler, Kochan, T. Beierbeck, Sedlaczek, Ettenberger, Häußler, Schneider, f. Dissinger, Fruhmann, M. Dissinger, Lindermayer.

SVS: Boeckler – L. Kappelsberger, A. Kappelsberger, Sonner, F. Kappelsberger, Schubert (?), Strein, Geisreiter, Reiter, Haberl, Kronwitter, S. Adler, Brayshaw, M. Adler, Haberl

BCF Wolfratshausen II – SC Gaißach (So., 18.30 Uhr) – Das Vertrauen der Farcheter in ihre eigenen Fähigkeiten wurde zuletzt einer schweren Prüfung unterzogen: Mit 3:9 gingen der BCF II beim Tabellennachbar Sachsenkam unter. „Über das Spiel will ich nicht mehr reden“, sagt Coach Luli Kuqi. „Wir konzentrieren uns darauf, dass wir diesmal ein komplett anderes Gesicht zeigen. So wie zuletzt dürfen wir uns einfach nicht präsentieren.“ Und weil seine Mannschaft den Klassenerhalt durchaus aus eigener Kraft noch bewerkstelligen kann, hat Kuqi seine Elf im Training entsprechend motiviert. „Die beiden Einheiten in dieser Woche waren gut“, bescheinigt er seinen Männern eine gute Moral.

Gaißachs Trainer Helmut Schenk ist sich da nicht so sicher: „Wenn die Farcheter so desolat untergehen, glaube ich nicht, dass sie eine großartige Moral haben.“ Seinen Schützlingen hingegen attestiert er eine gute Motivation, ist man doch seit sechs Spielen ungeschlagen: „Wir haben einen tollen Lauf, die Jungs zeigen guten Fußball und wir wollen am Sonntag die drei Punkte aus Wolfratshausen mitnehmen.“ Beim 1:0-Sieg im Nachholspiel gegen Irschenberg am Donnerstagabend hätten seine Kicker „eine dominante Leistung“ gezeigt und sich viele Chancen erspielt. Einziger Wermutstropfen: „Wir haben es nicht geschafft, den Sack früher zuzumachen“, so Schenk. Zu viele Möglichkeiten ließ der SCG ungenutzt. Beim BCF II will man wieder mehr Kaltschnäuzigkeit im Abschluss zeigen und die niederlagenfreie Serie noch ein Stück ausbauen.  dst

BCF II: Herbert – Bares, Rose, Stingl, Cemalovic, Räß, Walter, Kratzmaier, Nummer, Rappel, Heringer (?), Henning (?).

SCG: Walsensteiner – Fr. Hartl, Soellner, Waldherr, Beutelrock, Happach, Fe. Hartl, Schlosser, F. Sedlmaier, Flossmann, Essendorfer, Frühholz, S. Sedlmaier, Simon, Virag, Gösswang.

TSV Irschenberg – Olympic Geretsried (So., 15 Uhr) – Unterschiedlicher könnte die Ausgangslage kaum sein. Während Irschenberg mit acht Punkten sang- und klanglos Schlusslicht ist, „wollen wir versuchen, noch ganz nach oben zu rutschen“, sagt Olympic-Sprecher Kosta Papadopoulos. Seine Truppe liegt nur einen Punkt hinter Tabellenführer Egling und kann aus eigener Kraft den Relegationsplatz halten. Die Marschroute ist also klar: „Drei Punkte sind absolute Pflicht.“ Sollten die Griechen den Sieg nicht eintüten, „dann haben wir da oben auch nichts verloren“, sagt der Pressesprecher. Die Voraussetzungen scheinen dafür günstig, „denn die Jungs sind bis in die Haarspitzen motiviert“. Der mögliche Durchmarsch des letztjährigen Aufsteigers sorgt für beste Stimmung unter den Kickern. „Aber damit das klappen kann, steht noch zweimal harte Arbeit bevor“, warnt Papadopoulos. Dass der letzte Olympic-Sieg vier Spieltage zurückliegt, soll kein Hindernis sein: „Wir haben es immer noch in der Hand. Die letzten drei Niederlagen müssen wir einfach abschütteln und auf dem Platz Gas geben.“  dst

Olympic: Bauer – Sayin, Toska, Alas, Karamanos, Klauser, Prekadinaj, Maier, Derek, Kutzmutz, Ates, Moustopoulos, Willwohl, Pllumbi, B. Saiti, J. Saiti.

SV Helfendorf – FF Geretsried (So., 15 Uhr) – Auf die Tabelle möchte Christopher Chvalina nicht sein Hauptaugenmerk legen: „Mir ist eine Entwicklung in der Mannschaft wichtiger. Das ist viel nachhaltiger.“ Ganz verleugnen kann der junge FFG-Trainer aber nicht, dass die Partie in Helfendorf doch wichtig sein kann. Immerhin belegen die Fußball-Freunde punktgleich mit Olympic den Relegationsplatz. „Natürlich wollen wir das Spiel gewinnen“, sagt Chvalina. „Aber ich selbst verspüre keinen riesigen Ergebnisdruck.“ Vielleicht sei dies bei einigen seiner Kicker nders, „aber dann ist es hoffentlich positiver Druck“. Und wie er das Match gewinnen will? „Mit Offensivpower und mit Spaß am Spiel“, beschreibt er seine Taktik für das vorletzte Punktspiel. Dass es leicht werden wird, erwartet der FFG-Trainer nicht: „Ich halte viel von der Mannschaft und rechne mit einem starken Gegner.“   dst

FFG: Bamann – Paeplow, Pazdzierny, Zelt, Kramski, Radosevic, Zuldt, Sauer, Wagner, Sattler(?), Aydin, Bozaris, Langenau, Herberth (?), Heiduk (?), Sternheimer

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