Erst sieben Minuten vor dem Ende gelang Niko Karpouzidis (li.) der 1:1-Ausgleich für den TuS Geretsried, der sich gegen Ehekirchen nicht mit Ruhm bekleckerte.
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Erst sieben Minuten vor dem Ende gelang Niko Karpouzidis (li.) der 1:1-Ausgleich für den TuS Geretsried, der sich gegen Ehekirchen nicht mit Ruhm bekleckerte.

Geretsried gelingt mit Mühe ein 1:1 gegen Ehekirchen

Eine gefühlte Niederlage für den TuS

  • VonRudi Stallein
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Geretsried – Der Schlusspfiff von Schiedsrichter Patrick Höpfler hinterließ Ratlosigkeit im Isarau-Stadion. Wenige Minuten zuvor war den Geretsrieder Fußballern im Landesliga-Kellerduell gegen Ehekirchen der 1:1-Ausgleich gelungen. Aber die Freude darüber blieb verhalten. „Zum Schluss war es ein verdienter Punkt“, fasste TuS-Trainer Martin Grelics zusammen und klang erleichtert.

Denn der Treffer von Niko Karpouzidis fiel „in einer Phase, als eigentlich gar nichts mehr zusammenging“.

Das glückliche Ende konnte aber kaum kaschieren, dass hier zwei wichtige Punkte verloren gingen. Am Bemühen fehlte es nicht. Die erste Gelegenheit bot sich, als Vitalij Lux aus spitzem Winkel an Simon Lenk scheiterte (5.). In der Folgezeit musste der Ehekirchener Schlussmann selten eingreifen, weil die Geretsrieder Versuche ihr Ziel verfehlten oder „die Angriffe nicht mit letzter Konsequenz zu Ende gespielt“ wurden, wie Grelics monierte. Mächtig Glück hatte der TuS in der 13. Minute, als ein wuchtiger Distanzschuss an die Latte krachte. Wenig später hielt Fortuna erneut ihre schützende Hand über die Gastgeber, als Michael Panknin freistehend weit verzog.

Die Sorglosigkeit der Gastgeber rächte sich in der 43. Minute: Nach einem Freistoß an der Mittellinie gelangte der Ball quer ins Zentrum, wo Robin Spieler 20 Meter vor dem Tor unfassbar viel Zeit blieb, sich eine Ecke auszugucken. So ging es mit einem 0:1-Rückstand und hängenden Köpfen in die Pause. Nach dem Seitenwechsel zeigte sich der TuS weiter bemüht, blieb im Abschluss aber lange den Nachweis der Landesligareife schuldig. Und manchmal fehlte auch ein Quäntchen Glück. Wie in der 63. Minute, als Fabijan Podunavac von der Grundlinie in den Rückraum ablegte – wo Vitalij Lux auf die Knie sackte und mit beiden Fäusten den Rasen malträtierte, weil seine Direktabnahme über die Latte strich. 20 Minuten später tippte Johannes Bahnmüller den Ball von rechts kommend an der Strafraumgrenze zu Niko Karpouzidis, der das Spielgerät volley zum 1:1 ins Netz drosch.

Nun wurde es noch mal turbulent. TuS-Torhüter Sebastian Untch musste zweimal Kopf und Kragen riskieren, um einen erneuten Rückstand zu verhindern. Auf der Gegenseite zielte Bahnmüller aus 16 Metern knapp vorbei. In der Schlussminute kam Lux einen Schritt zu spät, um ein Zuspiel von Podunavac zu verwerten. „Wir hatten mehr Spielanteile, mehr Dominanz, aber wir haben auch viele Fehler gemacht“, sagt Grelics. Seine Ursachenforschung führt zu dem Ergebnis: „Nach der Urlaubszeit und den Verletzungen sind viele Spieler noch nicht voll da. Von der Leistungsfähigkeit sind wir im Moment nicht weiter, als in der Vorbereitung.“ RUDI STALLEIN

TuS Geretsried – FC Ehekirchen 1:1 (0:1)

Tore: 0:1 (43.) Spieler, 1:1 (83.) N. Karpouzidis, – Schiedsrichter: Patrick Höpfler (Karlshuld). – Zuschauer: 100.

TuS Geretsried: Untch - Buchner, N. Karpouzidis, L. Kellner, Bahnmüller, Steeb (78. Zymeri), Ramaj (18. Buchmair), Lajqi, Podunavac, Lux, Pech (74. Reitel).

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