Auszeit: BCF-Verteidiger Sebastian Kluge nimmt sich bis zur Winterpause eine Pause, um über ein Karriereende nachzudenken. Foto: lippert

Eine Serie reißt gewiss

Wolfratshausen - Drei Niederlagen in Serie schwemmten den BCF Wolfratshausen ins Niemandsland der Landesliga Süd. Ein Heimsieg gegen Kellerkind TSG Thannhausen (Samstag, 14.30 Uhr, Isar-Loisach-Stadion) wäre ein geeignetes Mittel, um die Talfahrt zu stoppen.

Drei Niederlagen in Serie schwemmten den BCF Wolfratshausen ins Niemandsland der Landesliga Süd. Ein Heimsieg gegen Kellerkind TSG Thannhausen (Samstag, 14.30 Uhr, Isar-Loisach-Stadion) wäre ein geeignetes Mittel, um die Talfahrt zu stoppen.

VON OLIVER RABUSER

Wolfratshausen – Endet heute die Serie? Gut möglich – nur welche wird es sein? Die des BCF Wolfratshausen, der sich so gerne wieder einmal im Gefühl des Siegens baden möchte. Oder vielleicht die der TSG Thannhausen, die sogar seit neun Begegnungen ohne Erfolg und damit längst vom Abstiegsstrudel erfasst worden ist.

Im Mittelschwäbischen wussten sie allerdings, dass es eine schwere Spielzeit werden würde. An die 30 Kicker verließen die TSG nach deren Insolvenzgang zum Amtsgericht. Trainer Jochen Frankl – vergangenes Jahr noch in Landsberg schaffend – musste eine komplett neue Mannschaft zusammenbasteln Die, so Frankl, sei nur konkurrenzfähig, wenn „alle Mann an Bord“ sind – insbesondere „das kleine Häuflein mit Erfahrung“, wie Andi Brunner den überschaubaren Kreis an Fußballern vom Format eines David Balogh oder Volkan Cantürk bezeichnet.

Die Tatsache, dass beide Übungsleiter dem Lehrberuf nachgehen, ergänzt die Reihe an Parallelen. Die Schwaben haben trotz des fehlenden Erfolges wenig an Antrieb eingebüßt. Frankl hofft eine Woche vor der schicksalsträchtigen Partie gegen Schlusslicht Gerolfing auf frisches Selbstvertrauen in Form von Zählbarem am heutigen Samstag.

Auf eine Initialzündung wartet auch BCF-Coach Brunner, der die aktuellen Geschehnisse im Mannschaftskreis ausführlich angesprochen hat. „Wir haben darüber geredet, wie wir mit der Situation umgehen und sehen auch die Gefahr, die sich dahinter verbirgt.“ Damit meint der Trainer die drohende Annäherung an die Kellerregion. Nur noch sechs Punkte Abstand haben die Flößerstädter zum Relegationsplatz, den derzeit der VfB Eichstätt als Vizemeister des Vorjahres einnimmt.

Allen kritischen Tendenzen zum Trotz möchte Brunner gegen die TSG unbedingt gewinnen. Gleichwohl warnt er vor Thannhausen, dessen jüngste Resultate zwar negativ, aber dennoch „allesamt ordentlich“ waren. Brunner setzt auf den Heimvorteil, weil seine Mannschaft „zu Hause jederzeit in der Lage ist, in Führung zu gehen“. Kollege Frankl hingegen sieht es als Vorteil an, diese richtungsweisende Partie auswärts bestreiten zu können. Seine jungen Spieler seien „vom Kopf her dem Druck noch nicht gewachsen“.

Ob Gleiches auch für Sebastian Kluge gilt, wollte Brunner nicht kommentieren. Auf jeden Fall denkt der Rechtsverteidiger erneut über ein vorzeitiges Karriereende nach und hat sich bis zum Winter eine Auszeit genommen. Kluges Nachfolger ist Christian Linder, dem der Coach schon in Fürstenfeldbruck eine lobenswerte Leistung bescheinigte. Eine Position weiter vorne gilt es für Brunner zu entscheiden, ob Florian Scheck beginnen oder Marley Amanquah wirbeln wird. Denn Ludwig Lenz habe im Abschlusstraining einen „ausgezeichneten Eindruck hinterlassen.“ Genau das wünscht sich Brunner heute Nachmittag von seiner gesamten Truppe.

BCF Wolfratshausen: Demmel – Linder, J. Taffertshofer, Jell, Rauch, Amanquah, L. Kasperek, Miedl, Pratz, Fischer, Lenz – Klinkmüller, Gebhart, T. Pföderl, Scheck, Haschke.

Quelle: fussball-vorort.de

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