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Erleichterung beim TuS: Dank des Goldenen Tores von Johannes Bahnmüller (dunkles Trikot) feierten die Geretsrieder in Mering im letzten Landesliga-Match des Jahres den ersten Sieg seit dem Re-Start.

Fußball: Landesliga

„Wir hätten es entspannter haben können“

  • vonRudi Stallein
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Erster Sieg seit dem Re-Start: Der TuS Geretsried gewinnt beim SV Mering mit 1:0.

Mering/Geretsried – Endlich der erste Punktspielsieg: Im letzten Landesliga-Match des Jahres gelang dem TuS Geretsried der erste Dreier seit dem Re-Start. 1:0 für die Gäste hieß es beim SV Mering nach 90 Minuten Dank eines Treffers von Johannes Bahnmüller zu Beginn der zweiten Halbzeit. „Wir haben lange dafür gekämpft“, fasste Trainer Martin Grelics einigermaßen erleichtert zusammen. „Aber wir hätten es leichter haben können.“ Immerhin geriet seine Elf zum Schluss noch in Bedrängnis, obwohl sie eine halbe Stunde lang mit einem Mann mehr agierte. „Wir hatten viele klare Chancen, wenn du die nicht nutzt schwimmst du zum Schluss“, räumte Grelics ein.

Ein bisschen Glück war somit auch von Nöten. Zum Beispiel nach einer halben Stunde, als Mering Pech hatte mit einem Lattentreffer. Anderseits hätten sich die Gastgeber nicht beschweren können, wenn der Unparteiische ein Foul an Johannes Bahnmüller im Strafraum geahndet hätte. „Das war ein glasklarer Elfmeter“, meinte Grelics. Der Coach hatte außer diesen zwei brenzligen Situationen in der ersten Halbzeit „nix Großes“ gesehen. Außer einer deutlichen Steigerung seiner Kicker hinsichtlich Einsatzwillen und Teamgeist.

Das zahlte sich kurz nach dem Seitenwechsel aus. Vitalij Lux hatte sich auf der linken Seite energisch durchgesetzt, seinen Schuss wehrte SV-Torhüter Julian Baumann zwar ab, beim Nachschuss von Bahnmüller war er jedoch machtlos. Nach einer Stunde kassierte Merings Patrick Szilagyi wegen eines Fouls an Lux nahe der Strafraumgrenze die zweite gelbe Karte binnen elf Minuten, weshalb er vorzeitig die Duschen aufsuchen durfte. In der Folgezeit hatten die Gäste einige Male die Möglichkeit, für ein klareres Ergebnis zu sorgen. Der eingewechselte Plator Doqaj verpasste die größte Chance, als er nach Zuspiel von Lux aus kürzester Distanz nicht ins Tor traf. Später scheiterten die ebenfalls in der Schlussphase neu ins Spiel gekommenen Jordi Woudstra und Jonas Reitel an Baumann im Meringer Kasten – auch die beiden Geretsrieder Youngster waren von Lux in Szene gesetzt worden. „Eine von den vielen Chancen musst du reinmachen“, so Grelics, der im zweiten Durchgang noch die eine und andere Schrecksekunde überstehen musste. So in der 75. Minute, als Torhüter Kai Fritz ein Meringer Geschoss gerade noch an die Latte lenkte.

Nerven kosteten vor allem die letzten fünf Minuten, als Mering alles auf eine Karte setzte und ein von Roman Rauscheder abgefälschter Ball knapp das TuS-Gehäuse verfehlte. „Wir wollten Selbstvertrauen tanken, das ist gelungen und letztlich haben wir auch verdient gewonnen“, zeigte sich Grelics am Ende versöhnlich. „Was man uns ankreiden kann, ist dass wir aus den Räumen, die wir in Überzahl in der zweiten Halbzeit hatten, nicht mehr gemacht haben.“ Was soll’s, am Ende steht der erste Punkspielsieg im Jahr 2020. Und das endlich mal wieder zu Null. „Das tut auch gut“, sagte Grelics.

SV Mering – TuS Geretsried 0:1 (0:0)

Tor: 0:1 (47.) Bahnmüller. – Gelb-rot: Szilagyi (61./Mering, wiederholtes Foulspiel).

TuS: Fritz – Rosina, Rauscheder, N. Karpouzidis (84. Ramaj), L. Kellner, Bahnmüller (73. Reitel), Schrills (73. J. Woudstra), Buchmair (73. Reitel), Fister (56. Doqaj), Lux (84. Klein), Herberth.

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