Hier trifft Benedikt Veicht zum 4:1 für Benediktbeuern. Foto: Scheitterer

„Habe ich denn keine Verteidigung mehr?“

Acht Tore, zwei Elfmeter und ein wütender Eurasburg-Keeper

  • vonEwald Scheitterer
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Über wenige Tore konnten sich die Zuschauern nicht beklagen: Zwischen Benediktbeuern und dem SV Eurasburg ging es heiß her.

Benediktbeuern/Eurasburg – „Habe ich denn überhaupt keine Verteidigung mehr“, brüllte Stefan Klostermair, der Torhüter des SV Eurasburg-Beuerberg wutentbrannt seine Vorderleute an, als die Kugel bereits zum vierten Mal in seinem Netz zappelte (44.). Er selbst lag zu diesem Zeitpunkt bereits einige Meter vor seinem Gehäuse auf dem Rücken und hatte vergeblich versucht, einen erneuten Einschlag zu verhindern. Doch der Benediktbeurer Mittelstürmer Benedikt Veicht hatte die Verwirrung in der SVE-Defensive genutzt und konnte aus etwa 15 Metern unbedrängt den Ball in die Maschen schlagen. „Da hat mir mein Torhüter wirklich leidgetan“, gestand der Eurasburger Trainer Andreas Mathäus ein. „Wir waren bei weitem nicht in Bestbesetzung. So hatten wir insgesamt versucht, im Ligapokal einiges auszuprobieren.“

Benediktbeuern nach Weckruf mit Feuerwerk

Die geschilderte Szene war am Samstagnachmittag bezeichnend für die erste Hälfte der Ligapokal-Partie, die Benediktbeuern letztlich souverän mit 5:3 (4:1) gewann. TSV-Coach Willi Link monierte jedoch: „Eigentlich hätten wir im ersten Durchgang wenigstens drei Treffer mehr erzielen müssen.“ Den Weckruf für den Sturmlauf der Hausherren hatte freilich Christian Schanz gesetzt, als er die Gäste in Führung brachte (12.). Doch von da an spielte sich das Geschehen fast ausschließlich in der Eurasburger Hälfte ab. In schöner Reihenfolge trafen Guggemos (18.), Timon Heinze (29.), Karim Teufel (32.) und eben Veicht.

Dass sich der zweite Durchgang etwas ausgeglichener gestaltete, lag daran, dass der TSV um wenigstens zwei Gänge zurückschaltete. „Da haben wir den Gegner durch unsere Lässigkeit und die vielen Fehlpässe wieder aufgebaut. Das war bei weitem nicht das, was ich sehen wollte. Gegen eine stärkere Mannschaft wäre das dann bitter bestraft worden“, ärgerte sich Link. Doch Eurasburg war an diesem Tag einfach zu schwach. „Zur Halbzeit haben wir etwas umgestellt und von da an lief es gar nicht mehr so schlecht“, hatte hingegen Mathäus gesehen. So kamen die Gäste durch zwei Strafstöße von Florian Heigl zu den zwei Treffern. Zwischenzeitlich hatte Benedikt Geiger noch das fünfte Tor für die Hausherren erzielt (71.).  (esc)

TSV Benediktbeuern – SV Eurasburg-Beu. 5:3 (4:1)

Tore: 0:1 (12.) Schanz, 1:1 (18.) Guggemos, 2:1 (29.) Heinze, 3:1 (32.) Teufel, 4:1 (44.) Veicht, 4:2 (50./FE) Heigl, 5:2 (70.) Geiger, 5:3 (74./FE) Heigl.

TSV: Maxi Schönsteiner – Poschenrieder, Geiger, Ketterl, Th. Pölt – Heinze, Teufel, Guggemos, St. Pölt – Göttinger, Veicht.

SVEB: Klostermair – Wieland, Heigl, Schanz, Seelbach – D. Nocker, Bauer, Jäger, Klein – Kerschbaumer, Bernlochner.

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