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Auf Augenhöhe: Während Florian Buchlos (re.) Münsinger in der ersten Halbzeit dominierten, setzten sich die Eurasburger um Hubert Götzinger (li.) am Ende mit 4:2 durch.

Kreisklasse 3: Kompakt

Eurasburg dreht das Derby, Schlehdorf steht stabil, Fassungslosigkeit in Bernbeuren

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Eurasburg wird in der Halbzeit lautstark geweckt und schickt Münsing als Verlierer nach Hause. Der FCK Schlehdorf trotzt der Peißenberger Offensiv-Maschinerie und Benediktbeuren verliert wieder einmal gänzlich knapp.

SV Eurasburg-Beuerberg - SV Münsing 4:2(1:2) – Es hat ordentlich gescheppert in der Kabine der Gastgeber. „Es war schon recht laut“, bemerkte Gästetrainer Christos Georgiadis, dass der Schallpegel in der Nachbarumkleide während der Halbzeitpause um etliche Dezibel über Normalmaß angestiegen war. „Da war Feuer unterm Dach“, bestätigte Klaus Brand. Der Auftritt seiner Mannschaft in den ersten 45 Minuten hatte den nicht eben für verbale Vulkanausbrücke bekannten Eurasburger Coach mächtig erzürnt: „So kann man nicht in ein Derby gehen.“

Münsing begann respektlos. Erst zwei Minuten waren gespielt, als Simon Schmid zum 0:1 traf. In der 20. Minute erhöhte Sebastian Schönacher auf 0:2. In diesem Moment wurden Wetten nur noch auf die Höhe des Münsinger Sieges abgeschlossen. Erst in der 27. Minute gab die Brand-Elf ein Lebenszeichen von sich, als Stefan Manhart den Ball an die Latte jagte. Wenig später verkürzte Felix Gellner auf 1:2 (34.). Mit ein bisschen Glück hätte es zur Pause bereits 2:2 stehen können, aber Gellner und Manhart rutschten nacheinander an einer scharfen Hereingabe von Hubert Götzinger vorbei. Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Gastgeber wie ausgewechselt. Valentin Seelbach erzielte aus 18 Metern das 2:2. Manhart brachte sein Team in der 61. Minute in Führung und erhöhte vier Minuten später auf 4:2. Münsing fiel schlichtweg nichts mehr ein. „Das war die Reaktion, die wir wollten. Nach der Pause war Feuer drin, da stand eine Mannschaft auf dem Platz“, freute sich Klaus Brand. „Am Anfang lief es bei uns nach Plan, am Ende haben wir vollkommen verdient verloren“, stellte Georgiadis fest. „Ich glaube, ich werde jetzt auch mal einen anderen Ton anschlagen“, ergänzte er mit einem Augenzwinkern, als er seinem Kollegen zum Sieg gratulierte.  rst

TSV Peißenberg – FCK Schlehdorf 1:2 (0:1) – Der Schlehdorfer Sieg hatte seine Ursachen in einer starken Defensive, aus der auch beide Torschützen entstammen. Klaus Fahrners Skepsis im Vorfeld stellte sich als unbegründet heraus: Mit Ausnahme der finalen zehn Spielminuten in beiden Abschnitten, war seine Elf aufmerksam. „Defensiv gut gestanden“, lobte der Coach seinen Abwehrverbund. Zwei Standards der Gäste prägten die Anfangsphase. Matthias Leiß kam bei einer Ecke zu spät, doch besser klappte die Koordination bei Sebastian Reißenweber, der einen Freistoß von Simon Wagner aus dem Halbfeld zum 1:0 (16.) in die Maschen manövrierte. Als seine Mannen nach 35 Minuten „etwas fahrig“ wurden, brachte Fahrner Christian Syrowatka in die Partie. Kein schlechter Zug des 43-Jährigen, denn Syrowatka war neben einem Kracher an die Latte auch Urheber des Schlehdorfer 2:0-Treffers (63.). Danach ließen die Gäste einige Top-Chancen aus und hatten in der Schlussphase Glück, dass sich das nicht rächte. Nach dem 1:2 (88.) „mussten wir noch mal zittern“, räumte Fahrner etwas Dusel ein.  or

ASV Eglfing – TSV Benediktbeuern 2:1 (1:0) – Thomas Gärner konnte es nicht fassen. „Schon wieder verloren“, konstatierte der Beurer Trainer nach der vierten knappen Saisonpleite am sechsten Spieltag. Besonders bitter: In Eglfing kassierten die Beurer die dritte Niederlage in den Schlussminuten und stehen nun tief drinnen im roten Tabellenterrain. Ein abgefälschter Schuss, der TSV-Torwart Benedikt Bacher auf dem falschen Fuß erwischte, besiegelte in der 90. Spielminute den erneuten Nuller. Dabei hatten Benedikt Guggemos und Tobias Eichenseher mit einem Lattentreffer nach Freistoß in der zweiten Hälfte selbst die Chance, in Front zu gehen. So blieb es jedoch beim 1:1, das Albert Schandl (68.) besorgte. Doch Gärner haderte nicht nur mit dem Fußballgott, sondern auch mit den Unzulänglichkeiten seiner eigenen Mannschaft: „Klar, ein Unentschieden wäre möglich gewesen, aber unsere Leistung war durch die Bank enttäuschend. Da hat schon einiges gefehlt.“  sts

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