FF Geretsried vom Ligapokal ausgeschlossen
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Und raus bist du...: Die Fußball-Freunde aus Geretsried um Dominik Zelt (Mitte) und Marcel Ludsteck (Nr. 3) sind nach zwei Spielabsagen vom Ligapokal ausgeschlossen worden, wollten diesen Wettbewerb aber ohnehin nur zum Testen nutzen. 

Doppelte Spielabsage beschert den Fußball-Freunden das Aus

FF Geretsried vom Ligapokal ausgeschlossen

  • vonRudi Stallein
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FF Geretsried vom Ligapokal ausgeschlossen. Zwei Spielabsagen und wiederholter Personalmangel werden dem FFG im Ligapokal zum Verhängnis.

Geretsried Für die Fußball-Freunde Geretsried ist der Ligapokal bereits Geschichte, ehe sie auch nur eine einzige Partie gespielt haben. Weil sie zwei Mal – aus unterschiedlichen Gründen – eine Begegnung absagen mussten, wurde das Team von Trainer Miklos Tot vom weiteren Pokal-Wettbewerb ausgeschlossen.

Das strenge Reglement macht’s möglich. Als der FFG-Coach am Samstagvormittag, nachdem er bei einem Spiel der F-Jugend auf dem Kunstrasen als Schiedsrichter aktiv war, den Rasenplatz nebenan begutachtete, stand für ihn fest: Auf dieser Wasserwiese kann das Ligapokalspiel gegen die SG Aying/Helfendorf am selben Nachmittag auf keinen Fall stattfinden.

Wiederholter Personalmangel besorgt das Ligapokal-Aus

Das teilte der Coach auch Spielgruppenleiter Anton Lechermann mit. Der reagierte prompt, tauschte – so wie es das Reglement für den Ligapokal vorsieht – das Heimrecht und setzte die Partie für den nächsten Tag neu an. Nämlich in Aying. „Das war für uns aber so schnell nicht möglich, weil ich am Sonntag keine Mannschaft zusammengebracht hätte“, erläutert Tot, was er auch dem Spielleiter zu erklären versucht habe. „Wir hätten ja dort gespielt, aber nicht so kurzfristig.“ Die Konsequenz: Da die Fußball-Freunde schon ihr erstes Pokalmatch gegen den BCF Wolfratshausen II („wegen Personalmangel“, Tot) abgesagt hatten, wurden sie kurzerhand aus der Pokalrunde ausgeschlossen. „Das ist in den Regularien so festgelegt und den Vereinen bekannt“, sagt Anton Lechermann. „Wer zwei Mal nicht antritt, ist draußen.“ Ihm seien in dem Fall die Hände gebunden. „Der Ligapokal muss Ruck-Zuck durch sein. Am 7./8. November sind die letzten Gruppenspiele. Und am 14. November soll noch eine Ko-Runde gespielt werden“, rechtfertigt der Spielleiter sein rigoroses Handeln, zu dem er vom Verband aufgefordert sei.

Spielleiter zu strengerem durchgreifen angehalten

Auch darüber wurden die Vereine vorgewarnt. In einem Schreiben an die „sehr geehrten Vereinsvertreterinnen und Vereinsvertreter“ heißt es: „Alle unsere Herren Spielleiter werden sich deswegen in der Zukunft durchaus mal von der härteren Seite zeigen und nicht mehr alles mitmachen, was täglich so über sie hereinbricht.“

„Für mich war der Ligapokal zum Testen, das fällt nun weg“

Die Fußball-Freunde nehmen die Entscheidung allerdings entspannt hin. „Für mich war der Ligapokal zum Testen, das fällt nun weg. Wir akzeptieren das und fertig.“ Um weiter mitspielen zu dürfen, hätte es – außer den Terminanweisungen des Verbands Folge zu leisten – noch eine Möglichkeit gegeben. „Wenn sie einen Corona-Verdachtsfall gemeldet hätten“, räumt Lechermann ein, „hätte das Spiel neu angesetzt werden müssen.“

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