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Erfahrung in der Regionalliga sammelte Robin Renger (am Ball), Neuzu gang des TuS Geretsried, im Trikot des Traditionsvereins SpVgg Bayreuth. 

Fußball-Landesliga

Geretsried holt Flügelflitzer mit Regionalliga-Erfahrung

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Fußball-Landesligist TuS Geretsried nimmt am Montag das Training für die neue Saison auf. Einer der Neuzugänge ist der frühere Bayreuther Regionalliga-Akteur Robin Renger (22).

Geretsried – Eine turbulente Saison liegt hinter den Fußballern des TuS Geretsried. Erst die ungeliebte Einteilung in die Landesliga Südwest, dann nach einem guten Start Verletzungssorgen und Unstimmigkeiten im Trainerteam, die in der Trennung vom langjährigen Coach Florian Beham mündeten, und das Abrutschen in den Abstiegszone der Tabelle. Mit zwei „Königstransfers“ – Martin Grelics als Trainer und Arthur Kubica als Spielmacher – kam das TuS-Schiff jedoch wieder ins richtige Fahrtwasser und ankerte nach einer sehr guten Rückrunde am Ende auf Rang sieben.

„So eine Saison möchte ich nicht noch einmal erleben“, sagt Ibro Filan. Es seien viele Kleinigkeiten zusammengekommen, die zu der zwischenzeitlichen Misere geführt haben. Der Abteilungsleiter setzt darauf, dass Trainer und Team an die Rückserie anknüpfen können: „Mir hat es viel Spaß gemacht, zu sehen, wie die Mannschaft sich weiterentwickelt. Und ich glaube, unseren Zuschauern auch.“ Zwar gebe es einige Abgänge, aber nach Ansicht Filans keine „schwerwiegenden“, die man nicht auffangen könne. Seine Zielvorgaben: „Unseren sehr gut ausgebildeten Nachwuchs an die Mannschaft heranführen. Und am besten einen Platz zwischen eins und sechs erreichen.“

Mit der Vorbereitung auf die zweite Saison in der westlichen Landesliga beginnen die TuS-Kicker an diesem Montag, 24. Juni. Bis zum Auftakt am 13. Juli in Illertissen bleiben Coach Grelics dann lediglich drei Wochen Zeit. Filan sieht das nicht dramatisch: „Ich denke, das ist ausreichend. Zum einen haben wir nach dem Ende der letzten Saison noch eine Woche trainiert. Zum anderen sind die Jungs in den Sommermonaten ohnehin fitter, weil sie aktiver sind als zum Beispiel im Winter. Und außerdem hat Martin sich seine Pfingstferien redlich verdient.“

Das erste Testspiel steht am Donnerstag, 27. Juni, um 18.30 Uhr beim ASV Dachau auf dem Programm. Es folgen Vergleiche gegen den FC Unterföhring (30. Juli) und den TSV Grünwald (3. Juli). Außerdem wird die Qualifikationsrunde für den Verbandspokal in diesem Jahr erstmals in Turnierform ausgetragen. Dazu treffen am Samstag, 6. Juli, ab 14 Uhr im Isarau-Stadion der TuS, der FC Garmisch-Partenkirchen, der SV Bad Heilbrunn und der TSV Grünwald aufeinander.

Genügend Gelegenheit also für den Trainer, die Mannschaft nach den Abgängen von Johann Latanskij (Spielertrainer bei DJK Waldram), Maximilian Baumgartner (SV Polling), Ryosuke Kikuchi (TSV Dachau) und Michael Rauch (FC Garmisch) neu zu sortieren. Fürs Mittelfeld gibt es mit Robin Renger einen namhaften Neuzugang. Der 22-Jährige wurde im Nachwuchs des SSV Ulm ausgebildet und war in den vergangenen Jahren in den Oberliga Baden-Württemberg (SC Pfullendorf), Regionalliga Bayern (SpVgg Bayreuth) und zuletzt in der Landesliga Nordost (SpVgg Selbitz) aktiv. „Er ist nach München umgezogen“, erklärt Ibro Filan, wie es zum Kontakt mit dem torgefährlichen Kandidaten fürs linke Mittelfeld kam. Bayernliga-Luft geschnuppert hat in der vergangenen Saison Roman Rauscheder: Der 19-jährige Verteidiger kehrt vom TuS Holzkirchen nach Geretsried zurück, wo er bereits einige Jahre im Nachwuchsbereich gespielt hat. Verstärkung bekommt der Landesligist zudem aus Kroatien: Stürmer Srdan Ivkovic hat den Kontakt zu einem Landsmann hergestellt, der laut Filan „im Training einen guten Eindruck hinterlassen hat“. Der 25-jährige Uros Puskas war bis vor einem Jahr in der vierten Liga in Serbien aktiv und ist in Deutschland, wo er seit kurzem wohnt, sofort spielberechtigt.

Für den TuS empfehlen können sich in den nächsten Wochen auch zwei Probespieler sowie sechs Youngster, die aus dem eigenen Nachwuchs in den Herrenbereich stoßen. „Sie werden ihre Einsatzzeiten bekommen, müssen aber auch Geduld mitbringen“, betont der Abteilungsleiter. Dass zeitgleich mit Robin Reiter, Fabian Kaglin, Lukas Kunzendorf und Peter Auer gleich vier A-Junioren den Klub in Richtung FC Garmisch verlassen haben, sieht Filan nicht allzu tragisch: „Sie stammen alle aus dem Werdenfelser Land, spielen alle im defensiven Bereich und hätten es somit bei uns vermutlich schwer gehabt, an den gestandenen Leuten vorbei zu kommen. Da haben sie es in Garmisch wohl etwas leichter.“

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